Elektrogeräte altern rascher

7. September 2012, 19:10

Markt wächst, Nutzungsdauer sinkt

Wien - Elektrokonsumgeräte werden immer schneller alt. Neue Technologien und Ideen drängen auf den Markt, die alten müssen weichen. Demnach halbierte sich die durchschnittliche Nutzungsdauer von Fernsehern auf fünf Jahre.

Am Freitag zog der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) Bilanz über das erste Halbjahr 2012 und skizzierte zukünftige Entwicklungen.

Dichtere Vernetzung

Branchentrends seien vor allem Energieeffizienz, Bedienerfreundlichkeit und die Vernetzung von Geräten. Dies ist in der Unterhaltungselektronik mit Geräten, die Internet, Fernsehen und Online-Applications verbinden, bereits vorhanden. Erste Ideen zur Steuerung von Haushaltsgeräten über eine Zentralschaltung wurden bei der Elektronikmesse IFA in Berlin vorgestellt. Die Umsetzung ist laut FEEI aber erst in einigen Jahren zu erwarten.

Österreichs Elektronik-Konsumgütermarkt wuchs im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf 974 Millionen Euro. Der Wachstumstrend soll sich bis Jahresende fortsetzen, ist Manfred Müllner, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbands, überzeugt.

Drei der Branchen, Haushaltsgroßgeräte, Elektrokleingeräte und DVB-Receiver, legten zu. Das langjährige Sorgenkind, die Unterhaltungselektronik, sank zugleich leicht auf 309 Millionen Euro. Mit 860.000 verkauften Geräten pro Jahr bleibt das Absatzniveau insgesamt freilich hoch. Im Schnitt besitzt jeder Haushalt in Österreich zwei TV-Geräte. (kf, DER STANDARD; 8./9.8.2012)

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Einen herzlichen Dank an die Firma Braun an dieser Stelle - die fix verbauten Akkus in meiner Zahnbürste sind eine tolle Idee...

mit etwas geschick kann man diese 0815 akkus tauschen und das werkel läuft wieder ;)

Da sind nicht nur die Akkus fix verbaut, sondern einige Modelle surren auch (ganz leise, aber hörbar) im ausgeschalteten (!) Zustand. Die verbrauchen somit permanent Engerie. Das kann kein zufälliger Designfehler sein.

P.S.

Man kann die Zahnbürsten relativ einfach zerlegen und es gibt Akkus mit sogenannten Lötfahnen zum kaufen.

wenn jemand nach fünf jahren oder so ein neues gerät haben will, ist das ok.
eine schweinerei ist hingegen, wenn bewusst und versteckt schon vom hersteller kleinteile, die dann schneller ihren geist aufgeben, eingebaut werden.

Gegenfrage, wann dürfen denn deiner meinung nach einzelne teile ihren geist aufgeben? Bauteile werden ja mit einer mindestlebensdauer von zulieferfirmen zugekauft und in zeiten der elektronischen bauteile und der minituarisierung ist das was anderes als früher beim toaster mit mechanischer zeitschaltuhr.

Sollbruchstellen

Hier geht es um den gezielten Einsatz von minderwertigen (bzw. absichtlich unterdimensionierten) Bauteilen (z.B. Kondensatoren), die das Gerät nach einigen Jahren "inaktiv schalten". Das ist kein Witz, sondern gängige Praxis bei einigen Herstellern.

In Zeiten von Mikroprozessoren ist es ein Kinderspiel nach Ablauf der Garantiefrist gezielt eine Spannung "ein bisserl" zu erhöhen damit ein Bauteil überlastet wird.

Geradezu legendär waren damals die Iomega ZIP-Drives, die genau nach 2 Jahren und einem Monat plötzlich massive Lesefehler hatten.

Die Masche hat sogar einen Namen "Geplante Obsoleszenz"

Finde sowas eine Frechheit. Wir reden von Klimaschutz aber wenn man damit mehr Geld macht is jedes Mittel recht!

stimmt:
wer hat denn heutzutage noch ein iphone der ersten generation???

[ironie off]

Früher:
Der receiver (zB SAT) wurde kaputt - neuer gekauft
Heute alles in einem Gerät - Gerät teilweise alles Weggeworfen ...
Wäre besser, wenn man ein Modulares Gerät (zB ein Zetzteil mit einsteckbaren kompatiblen Komponenten) macht, welches um ein geringes teuere als ein kompaktgerät ist.
Die Komponenten dürften auch nicht viel teurer sein, also die Summe ..
Dann wird mann wieder Komponenten erneuern...

früher war ja aaaaaalles besser....
allerdings gäbe es viele geräte noch WENN die käufer es wollten.
die ganze entwicklung die wir vorfinden ist zu einem großen teil auch mitschuld der käufer.

Natürlich wäre das besser (für den Kunden), aber die Hersteller wollen Kohle machen und das geht bei Ihrem modularen System nicht so einfach.

wäre vor auch besser auch für die Umwelt ...

lässt sich nur gesetzlich vorschreiben.

Aber gleich EU weit.

Wo ist die EU die uns davor schützt?

Wo sind all diese Bürokraten die meinen für das Interesse des Volkes zu handels und schweinerreien wie quecksilberhaltige Lampen zulassen?

Ironie an der Sache ist, dass die "Geplante Obsoleszenz" (auf die sich dieser Artikel bezieht) eine Erfindung der Glühbirnenhersteller ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Phoebuskartell

Noch schlimmer -

-- nict nur zulassen, sondern regelrecht "aufs Aug drücken" !

Recherchiert man vor dem Kauf in Foren

findet man schnell heraus, dass viele der alten Geräte länger halten, egal ob Handmixer, Waschmaschine, Handy oder Drucker. Ich kaufe selten neue Geräte.

Ein Fernseher hält auch länger als 5 Jahre. Dennoch wird im Durchschnitt nach 5 Jahren gewechselt.
Krank

Ist aber egal, die werden ja nicht weggeworfen sondern weiterverkauft.

Wer soll die verkaufen? Die Elektrohändler?

Da sind die Gebühren bald mehr als das was übrig bleibt.

willhaben.at oder vllt irgend eine andere site, die günstigere konditionen bietet.

die großen zocken natürlich nur mehr ab

Aus heutiger Sicht wohin würden sie sich am ehesten wenden?

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