Die guten Ideen ins Geschäftsmodell packen

7. September 2012, 18:17

Mit "Ideen gegen Armut" unterstützt Coca-Cola Österreich gemeinsam mit dem Standard und dem NPO-Kompetenzzentrum der WU die Umsetzung von sozialen Projekten gegen die Armut in Österreich

Heuer wird der Sozial-Innovationspreis "Ideen gegen Armut" (zweimal je 41.500 Euro Anschubfinanzierung) zum fünften Mal vergeben. Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf der Förderung von Female Entrepreneurship und Frauen als Unternehmerinnen. Am vergangenen Wochenende arbeiteten die zwölf Finalistinnen der laufenden Ausschreibung in einem Seminarhotel in Stegersbach an Businessplänen, dem "Verkauf" ihrer Idee an Mitstreiter und Geldgeber, am Kommunikationskonzept, am nachhaltigen Finanzierungsplan für ihr Projekt, das Armut in Österreich nachhaltig bekämpfen will.

Zu gewinnen gab es jetzt schon professionelle Anleitung für alle notwendigen Umsetzungsschritte einer guten Idee (auch wenn nur zwei der zwölf Finalistinnen das Anschubgeld erringen können).

Die Projekte im Finale:

  • Giga Geschäftsideen gegen Armut - Gründerinnenforum für Migrantinnen in OÖ, eingereicht von Ulrike Bernauer-Birner: spezifische, aufsuchende, Begleitung von Unternehmensgründungen von Migrantinnen.
  • Grow Together - Mutter-Kind-Tageszentrum, eingereicht von Katharina Kruppa: durch engmaschige psychosoziale Betreuung und hochfrequente Psychotherapie Familien aus einem psychosozial hochbelasteten Umfeld die Chance zu geben, eine liebevolle, entwicklungsfördernde Beziehung zu gestalten. Die Mütter sollen gezielt geschult und beruflich (re)integriert werden.
  • Job in Motion, eingereicht von Sonja Hamburger: Jugendlichen, sogenannten NEETs (not in employment, education or training), wird direkt am Ort ihrer Lebenswelt ein konkretes Beschäftigungsangebot gesetzt.
  • Made In Made By, eingereicht von Luisa Lobo: MIMB versucht mittels Verarbeitung von Textilien Arbeitsplätze für Migrantinnen in Wien zu schaffen. Neben der Erstellung eigener Modekollektionen werden Auftragsarbeiten angefertigt.
  • Mentoring, Mamis and More, eingereicht von Manuela Grabherr-Gappmayer: Begleitungsangebote und Pleitenpräventionskoffer für selbstständige Mütter.
  • Out of Box, eingereicht von Lena Enge: Wie straffällig gewordene Jugendliche durch frühzeitige Alternative zur Haft ins Leben zurückgeholt werden können.
  • Sunny - ein bewegendes solares Spielzeug, eingereicht von Irmtraud Pribas: Ein gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt zur Schaffung von Green Jobs und Förderung von Solarenergie durch Bau von Holzspielzeug.
  • Pimp my Bike & Cow, eingereicht von Anita Breitenberger: Ein Lastenradfestival, das aus Kultur-Rädern (DJ-, Puppentheater-Rad ...) und aus Gastro-Rädern (Eis-, Kaffee-, Suppen-Rad ...) besteht. Alle Lastenräder werden von jungen arbeitssuchenden Menschen unter professioneller Anleitung geführt.
  • Gründen - nachhaltig, eingereicht von Daniela Schallert (abz*austria): Das Projekt bietet Frauen im Südburgenland ganzheitliche Beratungs- und Vernetzungsangebote, die gewährleisten, dass der Weg in die Selbstständigkeit nachhaltig und existenzsichernd ist und nicht zur Armutsfalle wird.

  • Sozialpädagogisches Kolleg, eingereicht von Tosca Wendt: Modulare Ausbildung im Sozialbereich bietet Menschen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität, verschiedenen Alters und Schulbildung einen schnellen Einstieg in den Sozialbereich. Erst zum Abschluss zum Diplom Sozialpädagogen ist die Matura, Studienberechtigung oder Berufsreife nötig.

  • The Connection, eingereicht von Valerie Schmidt-Chiari: Im Café "The Connection" werden mit jeder Tasse Kaffee Jugendliche beim erfolgreichen Berufseinstieg unterstützt. Durch Anstellung im Café, Deutsch- und Bewerbungskurse und einem Mentoringprogramm wird jungen Migranten zwischen 15 und 25 Jahren geholfen, einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden.
  • Jobify Time Worker Assistance, eingereicht von Elfriede Kreuzer: Flexible Sozialarbeit, berufliches Coaching und Sprachtraining für Leiharbeitskräfte: Mit diesem Angebot können Arbeitskräfteüberlasser die Fehlzeiten reduzieren, Stehzeiten nutzen und Jobify für sich vermarkten. Die Chancen für Leiharbeitskräfte steigen, fix übernommen zu werden - und die Sozialversicherung freut sich. (red, STANDARD, 8./9.9.2012)

Link

Alle Infos, Jurymitglieder, das Advisory-Board, Siegerprojekte der vergangenen Jahre, unter: www.ideen-gegen-armut.at

It´s Tooltime!´s neues Projekt:

Slackers Lucky World!

Anstatt für den nicht vorhandenen Arbeitsmarkt die letzten Reste an uninteressanten "Stärken" aus der Zielgruppe herauszuquetschen, üben wir mit unseren Teilnehmern das proaktive Faulenzen.

Motto: ich bin hacknstad, na und?

Wir üben, das Ziel an dem wir längst schon angelangt sind, zu genießen: das Nichtstun!
Anstelle von Firmenrecherchen mit dem Ergebnis, fast den ganzen Herold nach besetzen Stellen auswendig zu können, recherchieren wir Orte des Faulseins, passend für jede Jahreszeit!
Ihr Trainer, der Slacking- Coach leitet Sie fachkundig dabei an, einen schönen Sonnenaufgang zu genießen.
An Spätnachmittagen üben wir die Beobachtung bumnmvoller U- Bahnzüge gemütlich vom Bankerl aus.
Nur noch wenige Plätze frei!

Jobify Time Worker Assistance

Bessere Löhne für die Leiharbeiter und die Sozialarbeit, egal ob stationär oder flexibel, erübrigt sich von selbst.
Realität: die Übernahmechancen für die Leiharbeiter steigen durch Deutschkurse und Coachings massiv: am St. Nimmerleinstag.

... besser löhne ...

na dann sagen sie dies mal der pro-ge gewerkschaft ...

fakt ist, dass sehr häufig ausländer leiharbeiter sind, und die kaum deutsch können. es gibt sehr gute studien darüber, von der pro-ge auch - aber die tut nichts - siehe besser löhne.

also wird hier auf eigenes risiko versucht, eine lücke zu schließen

12. Projekt - Mentoring, Mamis & More

da gibts tatsächlich noch ein 12. Projekt!!!

Viele Business Mamas (www.business-mamas.at) führen ihre Geschäfte als EPUs. Unser Angebot: nachhaltige Unterstützung beim Wirtschaftswachstum. Der Weg dorthin: Mentoring – die Begleitung einer Business-Mama-Mentee, der ein/e ExpertIn ihre Erfahrung zur Verfügung stellt, Pleiten-Präventionskoffer mit Angeboten zur raschen Krisenintervention, Expertenvorträge in Kooperation mit WK, Schuldenberatung.
Übrigens ist vor einigen Tagen eine Umfrage gestartet - was female Entrepreneurs mit Kindern wirklich brauchen - JEDE kann gerne mitmachen: link unter: alpha-survey.de/?q=5044fc0f59e92

Originell und noch nie dagewesen...

Die Ideen sind so großartig, dass man sich fragt, warum da sonst noch niemand drauf gekommen ist ... *not*

Den ganzen Mist gibt es schon in hundertfacher Ausführung, und ein Verein schlimmer, als der andere. Wenn die damit Armut bekämpfen wollen, dann gute nacht.

Der Gestalt mit der Idee der Aufsuchenden Vermittlung sollte man sagen, das ist in Österreich verboten, aber man hätte sich ja informieren können. (Sollte es darauf hinauslaufen, sich vom AMS die Klienten zuschanzen lassen zu wollen).

Der Fall Coca Cola (Doku)
Tötung von Gewerkschaftern in Südamerika
http://www.youtube.com/watch?v=p... tTSKzBFV0&

Cola und Pepsi sind Mitglieder des CFR
http://www.cfr.org/about/cor... oster.html

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