Wer warum welchen MBA macht

Heidi Aichinger, 7. September 2012, 18:03

Eine Studie unter MBA-Bewerbern weltweit zeigt auf: Frauen gehen ihre Karrieren pragmatischer an, beim Geld erwarten Männer höhere Summen als Frauen

Es ist, laut QS TopMBA.com die bisher größte Umfrage unter Bewerbern (die Studie basiert auf rund 4500 beantworteten Fragebögen) für einen MBA (Master of Business Administration) weltweit. In der "Applicant Survey 2012" wurden die Motive für eine MBA-Bewerbung ebenso abgefragt wie die beruflichen Ziele, Erwartungen und spätere Gehaltsvorstellungen, die damit verbunden sind. Befragt wurden Young Professionals wie auch erfahrene Executives.

Einige Umfrageergebnisse weisen deutlich auf laufende respektive bevorstehende Veränderungen am postgradualen Bildungsmarkt hin: So haben etwa Executive MBAs oder sogenannte Online- und Distant-Programme (E- Learning) enorm an Bedeutung gewonnen, so die Studienautoren. Nach wie vor aber sei der Fulltime-MBA die erste Wahl bei mehr als der Hälfte der Befragten (55 Prozent). Die präferierte Studiendauer ist zwölf bis 18 Monate (45 Prozent der Befragten gaben das an). 19- bis 24-monatige Ausbildungen wurden von 41 Prozent der Befragten bevorzugt. Die Branchen, in denen die MBA-Bewerber tätig sind, blieben in den vergangenen Jahren dieselben: Finance, Handel, Beratung, Telekommunikation und Technik. Und: Die Bewerber sind in der aktuellen Umfrage älter als in den Befragungen der vergangenen Jahre: Durchschnittlich sind sie 28,3 Jahre alt. Zwischen 2009 und 2011 lag das Durchschnittsalter der Bewerber bei 27,5 Jahren. Auch die Berufserfahrung der MBA-Anwärter verlängert sich laut Studienautoren sukzessive - was der Qualität der Programme sicher zuträglich ist.

Die Motivlage und die Ziele, die mit der kostspieligen Ausbildung verbunden werden, sind weltweit ähnlich: Karrieresprünge, die Aneignung neuer Fähigkeiten, Führungspositionen, Gehaltssprünge und der Aufbau eines professionellen Netzwerkes. Einer von drei Befragten gab an, sich selbstständig machen zu wollen - von Männern wird dieses Ziel häufiger angegeben als von Frauen.

Ziele im Gendervergleich

Bei der Frage der Zielsetzung respektive nach dem Warum, fällt im Geschlechtervergleich auf, dass die befragten Frauen - im Vergleich zu den vergangenen Jahren - deutlich pragmatischer argumentieren. Verbesserte Karriereperspektiven wurden von 68 Prozent der Frauen genannt; bei den Männern wurden diese von 64 Prozent der Befragten angegeben. Das Anstreben einer Führungsposition: 57 Prozent der Frauen gaben dies 2012 an (Männer 58 Prozent), im Jahr davor waren es für lediglich 48 Prozent der befragten Frauen ein Ziel. Auch die Gehaltserhöhung nach einem MBA-Abschluss ist ein Thema - bei Männern (36 Prozent) ein größeres als bei den befragten Frauen (33 Prozent).

Die Gehaltsvorstellungen gehen weiter auseinander: Erwarten die befragten Männer bei einem aktuellen Gehalt von durchschnittlich 40.800 US Dollar im Jahr nach Abschluss ein Gehalt von 151.100 US-Dollar, gestalten sich die Gehaltsvorstellungen bei den befragten Frauen niedriger. Bei einem aktuellen Gehalt von rund 37.100 US Dollar p. a. erwarten sie sich mit MBA ein Gehalt von durchschnittlich 127.600 US Dollar.

Die höchsten Gehaltsvorstellungen haben weltweit die Schweizer: Sie würden am liebsten 200.000 US Dollar im Jahr verdienen, dicht gefolgt von den brasilianischen und den russischen MBA-Anwärtern. (Heidi Aichinger, STANDARD, 8./9.9.2012)

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MBA

Master of Bitch Administration.

???

"Erwarten die befragten Männer bei einem aktuellen Gehalt von durchschnittlich 40.800 US Dollar im Jahr nach Abschluss ein Gehalt von 151.100 US-Dollar."

Gehts da nur um erwarten oder um tatsächlich realistische Gehaltsvorstellungen? Denn, welche Firma bezahlt einem MBA nur wegen dem Titel plötzlich das dreifache? Selbst wenn man den Job wechselt komplett unrealistisch. Vom Sachbearbeiter zum CEO in 2 Jahren?

also das was die erwarten interessiert niemanden

ich erwarte auch so an die EUR 2m monatlich. und? who cares?

Liebe Basher, ich habe gelöhnt und gelernt, und hatte 3,5 Jahre keine Freizeit,

habe jetzt aber einen sehr sehr spannenden Job und freue mich am Monatsende meinen Gehaltszettel sehe. Als plus habe ich gelernt, wie ich Freizeit nehme und nutze.
Wenn andere dies nicht durch einen MBA sondern anders erreichen, ist gut, aber die Frustpostings unten sind gääääähn.

Welcher MBA dauert denn 3.5 Jahre?

Teilzeit neben Job

Bei den renommierten MBA-Programmen kann man Rankings basierend auf historischen Daten hinsichtlich des Gehalts vor und nach Abschluss abfragen, je besser das Ranking umso höher der erwartete Gehalt, allerdings auch je höher das Ranking umso höher die Kosten.

Einfach nur amüsant!

Ich finde es immer wieder unterhaltsam, derartige Foren zu lesen. Wenn Leute mit Vorurteilen pauschale Aussagenn treffen und Weiterbildungsprogramme verurteilen.
Natürlich sind die oben genanneten Gehaltssprünge nicht in Östereich erreichbar. (Und schon gar nicht, wenn ein Tellerwäsche eine MBA Ausbildung absolviert).
Ein wenig Flexibilität am Arbeitsmarkt muss ich allerdings auch bereitstellen, wenn ich derartigen Gehaltsvorstellungen habe. Sonst muss ich mich eben mit den Gehaltsniveau in Österreich zufrieden geben.
Für mich hat sich die Kombination TU & MBA voll und ganz gelohnt, da sich mein Betätigungsfeld und Gehalt geändert hat.

Es gibt halt mittlerweile sehr viele MBA Programme und da sind doch einige dabei die halt in Witz sind. Das ein MBA an einer anerkannten! Bildungseinrichtung + erfolgreichen, interessanten, etablierten, ehrgeizigen Kollegen [zumindest ein paar Punkte sollten zutreffen] eine Bereicherung (finanziell , Aufstiegsmöglichkeiten, Netzwerk, Horizonterweiterung, "thinking outside the box", Lerneffekt ussw.) ist, wird wohl niemand bestreiten.
Gerade wenn man einen Nawi, TU usw. Abschluss hat und ein paar Jahre Berufserfahrung ist sowas optimal. Auch sonst können die Vorteile überwiegen. Nur gibts halt viele die nur geil auf den Grad und die Netzwerkerweiterung sind (und das mit möglichst wenig Aufwand/Einsatz). Deshalb der zweifelhafte Ruf.

Österreicher sind erkenntnisresistent

Anders kann man sich das Bashing hier im Forum nicht erklären. Die, die international agieren, wissen, welche Wirkung ein MBA hat.

Ich sag euch: Nehmen wir mal (vereinfachend) an es bringt einen fachlich nicht weiter. Neben dem Fakt, mal 2 Jahre Stressauszeit zu nehmen und die Chance zu bekommen, qualitativ hochwertige(re) Kontakte zu knüpfen ist das wichtigste das: es legitimiert die Promotion. Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Die Krönung ist ein MBA von der Donau-Uni Krems

paar Mal hinfahren, 20.000 Euro zahlen und das war's

Was nix kost', is' nix wert - meiner Meinung nach.

Wenigstens kann man den "Titel" genauso wenig brauchen, wie die dem Namen nachgestellten akademischen Titel ...

"20.000 Euro zahlen und das war's
Was nix kost', is' nix wert"

naja nix sind 20.000 euro ja nicht gerade

"genauso wenig brauchen, wie die dem Namen nachgestellten akademischen Titel"

das wären inzwischen fast alle, incl. PhD

aber sie dürfen sich weiter einreden dass ihr Dipl. Ing. den Sie weiterhin immer brav mitsagen dürfen mehr wert ist

Was ich noch immer nicht verstehe:

Wieso hätte ich, wenn ich meinen Sudienabschluss jetzt machte, plötzlich einen englischen Titel, wo ich den Abschluss doch nach wie vor in Österreich machte?

Weil die Titel International vereinheitlicht werden...sprich Master ist überall akzeptiert und verständlich. Wenn Sie sich außerhalb des deutschsprachigen Raums mit Mag. oder DI. vorstellen, kennt das kein Mensch. Auch wenn Sie sich mit Dr. vorstellen werden Sie in 99% der anderen Länder für einen Mediziner halten.

Weiters ist es aber nicht sinnvoll sich irgendwo mit Titel vorzustellen...macht kein Mensch (außer in Österreich). Die Titelherumscheißerei ist ein Österreichisches Steckenpferd.

Halte es also für gut uns Sinnvoll es auf MA, BA und sonstiges umzustellen. Unsere Enkerl werden dann hoffentlich aufhören mit Titeln herumzuwerfen.

MPr, der einzige Titel, der wirklich was bringt

und den man nicht kaufen kann:
Master of Praxis.

MBA (Master of Business Administration) ist, praktisch besehen, sowas wie eine Beamtendienstprüfung für die Privatwirtschaft. Verwaltungsbeamter sozusagen.
MLA (Master of Logistic Administration) ist Grundbedingung für einen Magazineur.
MLA-geh.D. (oder: MLA-heb.D) ist ein Magazineur mit Staplerschein (gehobener bzw hebender Dienst).

Augenauswischerei allenthalben, allerorts. Drum macht man es.

MBB - Master of Bullshit Bingo...

haha. der Pierre hat keinen MBA. der Pierre hat keinen MBA. ich jedoch schon. er hat sich fuer mich bezahlt gemacht.

Das kann man sich natrülich eireden. Die, die für die Leistungen bezahlen sehen das Anders. Mit gutem Grund.

Na klar sehen die das anders. Man wird doch nicht für etwas bezahlen, was man durch reine gemachte Erfahrung auch erhalten könnte. Also redet man sich seine Entscheidung schön.
Nur: ob das so bleibt? Immerhin bleibt den Bezahlern von Leistungen auch eines nicht erspart: gemachte Erfahrung.

Nach ein paar Jahren haben die einen gute Ausbildung + Erfahrung, und die anderen nur Erfahrung.

Und dann bald nur erfahrung bei weniger hochwertigen Tätigkeiten, weil man für die anderen Jobs mehr verstgehen muss als man durch Training on the Job lernen kann.

Der Nachweis einer Ausbildung ist kein Nachweis dafür, daß man fähig ist, aus Erfahrung zu lernen.
Die nach einer Probezeit gemachte Erfahrung der Chefität, daß jemand Erfahrung mitbringt, ist unabhängig von einer theoretischen Ausbildung...

Naja, letzterer Satz stimmt nur insoweit, als die gemachte Eigenerfahrung einer auch theoretischen Einordnung im Firmengefüge bedarf. Eigenerfahrung kann man aber auch durch Erfahrung in Zusammenhänge bringen. Und letztlich geben Vortragende bestenfalls eigene Erfahrung weiter.

Das ist leeres Gerede - es macht einen enormen Unterschied, ob's an der Anlage stehen und wissen wie man den Motor zusammenbaut - oder ob's das Thema in die Tiefe studiert haben, und verstehen warum welche Komponenten wo sind, und wie er funktioniert.

Die Erfahrung haben's - wenn's über den Einstieg hinaus kommen auch als Qualifizierter bald - während der unqualifizierte eben nur Erfahrung hat, und die meist in einem wesentlich eingeschränkteren Segment.

Um zu verstehen, wie ein Motor funktioniert und welches Material verwendet werden muss, braucht man keinen MBA. Für die Grundlagen braucht man das Studium, und spezielle Sachen wie zB Wärmemanagement von Motoren lernt man sowieso erst im Unternehmen.

MBA für Verbrennungskraftmaschinen?

Technikstudium und MBA ist eine nicht so seltene Kombination, weild a der MBA sehr viel bringt.

Wenn's ihnen liebr ist könnte da aber auch auf der einen Seite der Buchhalter oder Controler stehen, oder der Lagerarbeiter / Logistiker - und auf der anderen Seite der Akademiker mit MBA zusätzlich.

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