Salzburger Festspiele

  • Gabi Burgstaller in der "ZiB 2".
    foto: screenshot/orf-tvthek

    Gabi Burgstaller in der "ZiB 2".

In der ZiB 2 am Donnerstag gab es eine Fortsetzung der in der ZiB 1 begonnenen Salzburger Festspiele

"Und einen Gedanken möchte ich schon noch einbringen ..." Eigentlich eine Einladung des Interviewpartners an den Moderator, in die Parade zu fahren. Zumindest, wenn das bisherige Gespräch nach drei Minuten so langsam ermattet war. Doch Gabi Burgstaller durfte weiterreden, und zwar noch ganze sechs Minuten. So geschehen in der ZiB 2 am Donnerstag, die aber nur eine Fortsetzung der in der ZiB 1 begonnenen Salzburger Festspiele darstellte.

Die Forderung Burgstallers nach Studiengebühren bei gleichzeitiger Ausweitung der Stipendien samt Uni-Tausender als Basisfinanzierung war zwar nicht neu, doch immerhin hielten die TV-Kollegen den Antrag der Landeshauptfrau für den SP-Parteitag exklusiv in Händen. Eigenleistung zählt in Zeiten der (Online-)Medienvielfalt immer mehr, selbstverständlich auch in dieser Zeitung. Man kann es freilich auch übertreiben: Burgstallers Pläne waren der ZiB 1 die Aufmachermeldung wert. Und das an einem durchaus nachrichtenstarken Tag, mit Staatsanleihenkäufen der EZB und neuem Milliarden-Kapitalbedarf der Kärntner Hypo.

Und dann noch diese an die Festspiele angelehnte Dramaturgie: Erst die nüchternen Fakten als Pflicht, in der ZiB 2 dann die Kür in Form einer Liveschaltung von Lou Lorenz-Dittlbacher zur Persona grata. Da durfte Burgstaller weit ausholen. Der Bogen spannte sich von "gerechten Gebühren", über "positive Veränderung", Bildung, die im Kindergarten beginnt, bis hin zur Lehre.

Exklusivinformationen haben im ORF offenbar einen ziemlich hohen Preis. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 8./9.9.2012)

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Die "ZiB 2" zum Nachsehen

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