Gehbauer blickt trotz Pech positiv voraus

8. September 2012, 12:49

Kärntner hielt sich im U23-Rennen lange in den Medaillenrängen - Top Ten im ersten Eliteklassen-Jahr als Ziel der U23-WM-Vierten

Saalfelden - Ein Mittelhandknochenbruch fünf Tage vor der Heim-WM, ein Reifendefekt und Materialprobleme während des Rennens - trotz dieser Pechsträhne hat Alexander Gehbauer den vierten Platz im U23-Rennen geschafft und damit einmal mehr sein großes Potenzial in der Mountainbike-Olympiadisziplin Cross-Country angedeutet. "Mehr kann eigentlich nicht mehr zusammenkommen. Ohne den Defekt hätte ich sicher eine Medaille geholt, das ist sehr schade, es wollte einfach nicht sein", kommentierte Gehbauer die unglücklich verlaufene WM in Saalfelden.

Der 22-jährige Kärntner hatte sich am vergangenen Wochenende bei einem Sturz den Mittelhandknochen des linken Ringfingers gebrochen, das Rennen am Freitag aber trotzdem unter Schmerzmittel in Angriff genommen. "Während des Rennens waren die Schmerzen schon da, aber in der Nacht und heute ist es schlimmer", so der Heeresportler aus Drobollach am Faaker See am Samstag im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Zusätzlich zu den Schmerzen und dem wegen entweichender Luft notwendig gewordenen Reifenwechsel habe dieser wegen eines Materialproblems auch noch eine Minute, statt der üblichen zehn Sekunden gedauert. "Damit habe ich alle Chancen vergeben", bedauerte Gehbauer. Das und einsetzende Krämpfe nach der gestarteten Aufholjagd hätten schließlich den Podestplatz gekostet.

Gehbauer war bei den Olympischen Spielen als Neunter und bester U23-Fahrer überhaupt eine der wenigen positiven rot-weiß-roten Überraschungen in London. Eine derartige Leistung traut er sich auch in seiner ersten Saison in der Eliteklasse zu. "Ich bin mit 22 Olympia-Neunter. Die Top Ten sind sicher möglich, aber schauen wir einmal wie der Winter läuft", betonte Gehbauer, der in diesem Jahr kein Rennen mehr bestreiten wird.

Bedauerlich findet er, dass es sein Können in der kommenden Saison nicht vor Heimkulisse zeigen kann. Im Weltcup werde stattdessen etwa erstmals in China gefahren. Zuletzt waren Schladming und im vergangenen Jahr der WM-Ort Saalfelden Weltcup-Gastgeber gewesen.(APA, 7.9.2012)

Ergebnisse Cross-Country, U23 Herren (29,3 km): 1. Ondrej Cink (CZE) 1:19:40 Std. - 2. Michiel van der Heijden (NED) + 0:14 Min. - 3. Daniele Braidot (ITA) 0:48 - 4. Alexander Gehbauer (AUT) 1:34 - 5. Luca Braidot (ITA) 2:12 - 6. Jens Schuermans (BEL) 2:39. Weiter: 34. Gregor Raggl (AUT) 7:43 - 35. Markus Preiss (AUT) 7:43 - 67. Manfred Zöger (AUT) 1 Runde zurück. 89 klassiert

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