Neuer ÖIAG-Chef bekam fünf Jahre

7. September 2012, 18:18
  • Rudolf Kemler galt ls nicht als parteipolitisch punziert.
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    Rudolf Kemler galt ls nicht als parteipolitisch punziert.

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Rudolf Kemler hat Herbert Paierl ausgestochen. Er wird Verwalter der ÖIAG und Präsident von OMV, Post und Telekom

Wien - Falls es - entgegen allen Beteuerungen - politische Direktiven für die Bestellung des neuen ÖIAG-Chefs gegeben hat: Der 15-köpfige ÖIAG-Aufsichtsrat hat sie ignoriert. Der Empfehlung des von Miba-Chef Peter Mitterbauer und Ex-Magna-Chef Siegfried Wolf geführten ÖIAG-Personalausschusses ist das ÖIAG-Aufsichtsgremium jedenfalls gefolgt. Es hat am Freitagnachmittag Rudolf Kemler, zuletzt Österreich-Chef des US-Computerriesen Hewlett-Packard, zum Alleinvorstand der Staatsholding gekürt.

Der 56-jährige IT-Manager, der bei internationalen Konzernen wie Siemens-Nixdorf, Debis, T-Systems und HP als lokaler Statthalter fungierte, genießt offenbar großes Vertrauen. Denn er wurde nicht nur einstimmig gewählt, sondern bekam einen Fünfjahresvertrag, der nur dann nach drei Jahren vorzeitig beendet werden kann, wenn die ÖIAG spätestens Ende Oktober 2014 vom Kündigungsrecht Gebrauch macht.

Leer ausgegangen ist, das war nach der Sitzung des Personalausschusses am Donnerstag absehbar, der von den ÖVP-Ministern Maria Fekter und Michael Spindel egger favorisierte frühere Steweag-Manager und steirische Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl.

Verschwörungstheorien

Das Votum für Kemler und gegen Paierl, der zwischenzeitlich im Sold des kanadischen Autozulieferers Magna und von KTM-Chef Stefan Pierer gestanden ist, ließ prompt Verschwörungstheorien ins Kraut schießen: Man habe Paierl gezielt zur Bewerbung motiviert, um den Parteifreund und Vertrauensmann des präsumptiven Parteigründers Frank Stronach dann zu "erden", wie karrieretechnisches Kaltstellen in der Elektroindustrie genannt wird. Wiewohl in ÖIAG-Kreisen dementiert, spricht allein die im Aufsichtsrat vorgebrachte Begründung, Paierl sei als Ex-Politiker mit der seit 2000 "entpolitisierten ÖIAG" unvereinbar, für sich. Finanzministerin Fekter legte via APA nach, indem sie betonte, sie hätte mit Paierl leben können.

Wie der HTL-Ingenieur die Führung der ÖIAG anlegen will, blieb einmal mehr vage: Er wolle "die ÖIAG im Dialog mit allen Stakeholdern strategisch aufwerten", verkündete er via Aussendung. Einarbeitungszeit bleibt dem Nachfolger von Ex-IV-General Markus Beyrer keine, denn mit Kemlers Installation als Präsident von OMV, Post und Telekom Austria (TA) in außerordentlichen Hauptversammlungen kann es nicht schnell genug gehen.

Vor allem bei der TA drängt die Zeit, stehen doch Verhandlungen mit Neoaktionär America Movil an, die von knapp sieben auf rund 25 Prozent aufstocken will. Um der den Ausbau des Ost-Geschäfts zu ermöglichen, braucht sie die Finanzkraft der Mexikaner - tunlichst ohne den ÖIAG-Anteil (28 Prozent) zu verwässern. Gesucht wird eine Finanzkonstruktion, die dem neuen Aktionär gerecht wird, den Einfluss der ÖIAG aber nicht mindert. Das könnte mit Sonderrechten in einem Syndikatsvertrag nach Vorbild von OMV-Partner IPIC (Abu Dhabi) erreicht werden. (ung, DER STANDARD; 8./9.9.2012)

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16 Postings
die Ueberschrift sieht auf den ersten fluechtigen Blick wie ein Gerichtsurteil aus :-\

15-köpfige ÖIAG-Aufsichtsrat

Wolltens nicht schon vor Jahren die ÖIAG abschaffen ?

unnützer Verein, den gibts nur damit man gewissen Personen hochbezahlte "Jobs" ermöglichen kann

Werte

Wir wünschen Rudi Kemler, dass er Rückgrat zeigt und erwarten, dass er unter Einbindung aller kooperativen Kräfte sowie basierend auf moralischen Grundsätze für Österreich sowie alle ÖsterreicherInnen arbeitet.

für das AUA-Desaster vom Michaelis

wären fünf Jahre ebenfalls angemessen gewesen

aber in Stein

Gratulation an den ÖIAG Aufsichtsrat,......

......zu dieser mutigen und auch exzellenten Entscheidung. Rudolf Kemler hat sich bereits seine Sporen verdient und in der Vergangenheit bewiesen, dass er jeden störrischen Gaul zuzureiten vermag.

Über die Frage ob so ein Job überhaupt noch notwendig und zeitgemäß ist, kann man diskutieren.

Über eines erübrigt sich jedoch jede Diskusion:
Die Qualität der Person dieses Postens wurde um viele, viele Prozentpunkte (gegenüber Beyrer) verbessert.

Schade,

der Paierl wäre der Bessere gewesen!

hoffentlich bedingt!

Hat die Schlagzeile und den Untertitel der Praktikant an seinem letzten Ferienarbeitstag schreiben dürfen?

Irreführender und ahnungsloser geht es fast nicht mehr.

Neuer ÖIAG-Chef bekam fünf Jahre...Häfn?

Das ging aber flott.

Gesucht wird eine Finanzkonstruktion, die dem neuen Aktionär gerecht wird, den Einfluss der ÖIAG aber nicht mindert. Das könnte mit Sonderrechten in einem Syndikatsvertrag nach Vorbild von OMV-Partner IPIC (Abu Dhabi) erreicht werden.

klingt ganz nach einer sache, die man bei hp gelernt hat. wie man jemanden, der noch nie in einem börsenotierten unternehmen in vorstandsfunktion tätig war, in so eine position hieven kann? weil's eh wurscht ist. eine österreichische groteske.

diese überschrift ist tatsächlich etwas irreführend ...

Wäre die bessere Schlagzeile für

Grasser, Strasser, Pulli und Konsorten.

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