Philosophicum Lech: Das Programm im Detail

7. September 2012, 14:52

Kunst, Ethik, Wissenschaft: Prominente Vortragende werden das Tier in allen seinen Facetten beleuchten

Ab 19. September startet bereits zum 16. Mal das Philosophicum Lech am Arlberg. Das diesjährige Thema "Tiere. Der Mensch und seine Natur" verspricht eine kontroverse Diskussion. "Kaum ein Thema hat in den vergangenen Jahren so viel Erregung, Aufsehen und Erbitterung hervorgerufen wie die Frage nach dem Umgang des Menschen mit dem Tier", sagt der wissenschaftliche Leiter Konrad Paul Liessmann im Vorfeld.

Ein bunter Mix an Vortragenden soll das Thema in seinen verschiedenen Facetten beleuchten. Ein Auszug aus dem Programm bestätigt den interdisziplinären Unterbau der Veranstaltung: Verhaltensforscher Kurt Kotrschal wird zum Thema "Warum Menschen mit anderen Tieren sozial sein wollen" vortragen und der deutsche Philosoph Dieter Birnbacher wird der Frage "Haben Tiere Rechte" nachgehen. Herwig Grimm, der im Vorjahr die Messerli-Professur für Ethik in der Mensch-Tier-Beziehung an der VetMedUni antrat, wird "Die Suche nach dem Menschen in der Tierethik" aufnehmen.

Ergänzend zu wissenschaftlichen, philosophischen und ethischen Fragen werden Kunst und Kultur einen kleinen Schwerpunkt bekommen. Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder wird "Das Tier in der Kunst" beleuchten. Die Literaturwissenschafterin Daniela Strigl wird "Von Krambambuli bis Bambi. Tiere als literarische Protagonisten" vorstellen.

Im Rahmen eines Impulsforums werden darüber hinaus Umwelt- und Tierschutzaktivist Martin Balluch, Autorin Karen Duve, Verlegerin Alexandra Jahr, der Wildökologe Hubert Schatz sowie der Deutsche Unternehmer Clemens Tönnies den "Gebrauch der Tiere" diskutieren.

Musikveranstaltung als Rahmenprogramm

Im Zuge der fünftägigen Veranstaltung wird in mehreren Rahmenveranstaltungen das LegeArtis Festival vorgestellt. Diese Musikveranstaltung soll künftig den Lecher Kultursommer ergänzen. (jus, derStandard.at, 7.9.2012)

Kommentar posten
11 Postings
"Guten Tag, Herr Liess!"

"Wieso sagen Sie Liess zu mir? ich heiße Liessmann!"
"Sorry, war mir entgangen - da sehen Sie wieder einmal, wie schnell ich den Fernseher umschalte, wenn ich ihr Gesicht sehe".

der Mensch ist das einzige Tier das sein Leben gestalten kann

Aber er muss es nicht bewusst tun... die Frage ist, falls er es doch bewusst tun möchte...was ist das wünschenswerte, noch kürzer was sind unsere Werte die in unserer geschaffenen Realität wirken sollen?

Albert Schweitzer hat philosophisch dazu eigentlich alles gesagt, was es zu sagen gibt.

… nur der praktische Vollzug, lässt schwer zu wünschen übrig.

inwiefern?

… ein kurzer Blick in das Einkaufswagerl sowie auf die Teller der Großteil der Menschen, begründet meine Argumentation. Es gäbe freilich noch viel mehr dazu zu sagen…

Ja von den Menschen, das stimmt. ich meinte, dass Sie Ihre Kritik gegen Schweitzer richteten. So wie Sie es meinen stimme ich Ihnen zu.

Was ginbt es dort zu essen?

Das ist ja die große Heuchelei. Alle tun ganz lieb und besorgt und können gar nicht genug darüber diskutieren, weil es ja ein so wichtiges Thema ist - aber schon weiter auf nichts verzichten wollen, Fleisch essen, Produkte kaufen bei denen man sich nicht sicher sein kann, wie die Hühner, die die Eier dafür produziert haben und die Kühe, die die Milch produziert haben gehalten werden...

… tierleidfrei.

geil. unsere philosophen fahren ja momentan voll auf das thema ab … muß bald mal wieder auf die uni schauen

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.