Apple kürzt Speicherchip-Aufträge an Samsung

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    foto: apa

Angeblich kein Zusammenhang mit dem weltweiten Patentstreit zwischen den beiden Konzernen

Apple kauft für sein neues iPhone künftig wohl weniger Speicherchips von seinem wichtigsten Lieferanten und Konkurrenten Samsung. Mit der Kürzung wolle der US-Technologiekonzern die Basis an Zulieferern verbreitern, erfuhr Reuters am Freitag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Entgegen anderslautenden südkoreanischen Medienberichten werde Samsung jedoch nicht komplett von der Liste der Lieferanten gestrichen.

Mikroprozessoren, Bildschirme und Speicherchips

Die Auftragskürzung stehe nicht im Zusammenhang mit dem weltweiten Patentstreit, den sich beide Unternehmen liefern, hieß es in den Kreisen weiter. Den Verlust an Aufträgen werde Samsung mit Lieferungen für sein eigenes Handy-Geschäft ausgleichen. Samsung stellt Mikroprozessoren, Bildschirme und Speicherchips für Apples iPhone, iPad und iPod her.

Verbesserung der Sprachqualität

Der US-Chiphersteller Audience bekommt die neue Apple-Einkaufsstrategie stärker zu spüren. Apple werde wohl künftig auf seine Technologie für das neue iPhone verzichten, teilte Audience mit. Chips des kalifornischen Unternehmens werden zur Verbesserung der Sprachqualität eingesetzt. Es belieferte Apple seit 2008. Audience-Aktien stürzten nach der Ankündigung außerbörslich um 58 Prozent ab. Die fünfte Generation des iPhone wird wahrscheinlich am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt. (APA, 07.09. 2012)

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