EU will 1,4 Millionen Austro-Agrarhilfe zurück

Vergabestandards: Die EU-Kommission verlangt Fördermittel für die Landwirtschaft von 14 Mitgliedsstaaten zurück

Brüssel - Die EU-Kommission verlangt Fördermittel für die Landwirtschaft von 14 Mitgliedsstaaten zurück. Die Auszahlung habe nicht den Vergabestandards entsprochen, hieß es am Freitag in Brüssel. Insgesamt geht es um eine Summe von 215,6 Mio. Euro. Am stärksten ist Portugal mit 97,2 Mio. Euro betroffen, Österreich muss 1,4 Mio. Euro zurückzahlen.

Neben Portugal haben Großbritannien mit 40,2 Mio. Euro und Italien mit 30,9 Mio. Euro die höchsten Rückzahlungsforderungen aufgebrummt bekommen. Schlusslicht ist diesmal Griechenland mit nur 0,016 Millionen. Zu den Sündenböcken zählen auch noch Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Luxemburg, Lettland, Rumänien, Spanien und Schweden.

Die Gründe für die Rückforderung sind u.a. Fehler bei den Flächenbeihilfen, Interventionslagerhaltung, nicht beihilfefähige Ausgaben für die Milcherzeugung über der Obergrenze oder fehlende betriebliche Aufzeichnungen. (APA, 7.9.2012)

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22 Postings

Ich möchte die 770 Millionen Euro die die österreichischen Bauern die letzten 10 Jahre zu viel an Agrarförderung von Österreich bekommen haben zurück.

Entspicht das in etwa den Förderungen,

die der Mensdorfer-Pulli und der - nicht rechtskräftig - verurteilte Scheucherl lukriert haben?

0,016 mio sind

16.000
Oder 16 tsnd
Oder gaaanz wenig! ;)
Aber 0,016mio klingt schon seltsam, oder??

vor allem von einem land

dass nur mehr in mrd denkt

1,4 Millionen Austro

Bin ich der einzige, der zuerst gelesen hat "EU will 1,4 Millionen Austro an Agrarhilfe zurück"? Ich war dann doch etwas überrascht, dass die Abschaffung des Euro offenbar schon beschlossen war.

Ein Glück, dass es hier nur um Millionen geht, nicht um Milliarden.

Das sind aber doch Steuergelder...

die gehören gefälligst dem Steuerzahler rückerstattet. Überhaupt ist es nicht einzusehen, daß die Bürger hier den Bauern ständig aushelfen sollen. Die Herrschaften müssen halt mehr und schneller arbeiten damit sie konkurrenzfähig werden. So ist das das auch in der Industrie. Die Bauernschaft darf hier keinen Sonderstatus genießen.

Wo ist denn da bitte der Sonderstatus?

Gerade erst hat man durch eine parlamentarische Anfrage Einblich darin bekommen, wie viel Stonach an Zahlungen bekommen hat, damit er hier produziert. Und damit ist er natürlich nicht alleine. Es ist immer noch günstiger, Arbeitsplätze zu fördern als Arbeitslose. Von dem Geld für die Rettung der Banken gar nicht zu reden.

Das sind aber doch Steuergelder...

Korrekt. Und da Österreich einer der größten pro Kopf EU Nettozahler ist, sollten die uns das geben.
Nur die EU mit ein paar zehntausend Beamten in Brüssel wird das Geld schon anders verbrennen können.

Weis jemand wieviel wir jährlich an die EU zahlen und wieder retourbekommen ?
Ich glaube 0,5 Mrd € kostet uns die Show jährlich.

1. Österreich ist keiner der größten Nettozahler. Ganz im Gegenteil. Österreich gehört zu den schwächsten drei Nettozahlern!
2. Gesamtwirtschaftlich betrachtet hat Österreich wohl ein gutes Plus durch die EU zu verzeichnen.
Leider werden aber immer nur die direkten Finanzleistungen als Argument herangezogen.

Ersetze "Bauern" durch "Banken"

und häng an die Zahlen noch 3 Nullen genau vors Komma...

Ich finde Österreich sollte dieses Geld zurückhalten.

Wir müssen unser Geld über Griechenland ins Goldman sucks Netzwerk stecken.

Sicherlich nicht ohne Kampf.

Es gibt nichts zurückzuhalten. Die EU pflegt solche Rückzahlungen von den nächstjährigen Auszahlungen abzuziehen.

Geh bitte.

GR kommt billiger als eine hinige Kärntner Bank, die keine Sau interessiert. Und selbst für diesen "Sumpf, der vom Himmel gefallen ist" haben wir locker die 20 Mrd.

Österreich hat einfach zuviel Geld!

Österreich muss 1,4 Mio. Euro zurückzahlen

echt, wie, was, warum, weshalb?

In Österreich ist das eine eigentlich sehr komische Geschichte:

Es geht darum, dass vor einiger Zeit eine für jeden Bauern unterschiedliche Summe auf die von dem Betrieb angegebene Fläche aufgeteilt wurde. Jetzt hat die AMA aber bei Kontrollen viel weniger Futterflächen anerkannt. Der Bauer hat zwar nicht mehr Geld bekommen, trotzdem wird die Summe anteilig zu der Fläche, die jetzt abgezogen wird, gekürzt. Für ein paar Jahre zurück. Doch jetzt ist die AMA dadurch ziemlich in die Zwickmühle gekommen. Erstens eben, weil nicht zu viel ausbezahlt wurde, zweitens, weil viele der Forderungen schon verjährt sind und drittens - mein persönlicher Favorit - weil Geld zurückgefordert wird für angeblich falsch vermessene Flächen, deren Größe die AMA aber selber vor einiger Zeit so festgestellt hat.

vielen dank für die info.

Die Gründe für die Rückforderung sind u.a. Fehler bei den Flächenbeihilfen, Interventionslagerhaltung, nicht beihilfefähige Ausgaben für die Milcherzeugung über der Obergrenze oder fehlende betriebliche Aufzeichnungen.

österreich

den allgemeinen APA-schmafu lesen kann ich selber, nur was konkret davon auf österreich zutrifft steht da nicht. aber vielleicht können sie's mir sagen?

Und Bergbauernförderung für Grafen

im flachen Burgenland.

Das ist

die wirklich gute Nachricht des Tages.

Wieso? Glauben Sie diejenigen, die die Förderungen zu Unrecht bezogen haben, müssen sie zurückzahlen?

Gott erhalte Ihnen Ihre Naivität

Sie scheinen ja noch an Phantasiefiguren zu glauben! Ist nicht nötig. Natürlich müssen zu unrecht bezogene Förderungen zurückbezahlt werden.

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