Obamas bester Freund

Eric Frey, 7. September 2012, 13:05

Ob der EZB-Hilfsplan den Euro rettet, ist unklar. Aber er kann dem US-Präsidenten die Wiederwahl sichern

Barack Obama hat eine auf dem demokratischen Parteitag keine tolle, aber eine gute Rede gehalten – jedenfalls eine bessere als sein Herausforderer Mitt Romney. Nach Einschätzung der meisten Wahlexperten wie etwa Nate Silver von der New York Times sollte Obama am 6. November gewinnen, wenn es ihm durch einen guten Wahlkampf gelingt, die großen finanziellen Vorteil der Republikaner zu überwinden.

Allerdings muss Obama fürchten, dass etwas Unerwartetes passiert, was der US-Wirtschaft und damit Obamas Popularität massiv schadet. Und hier lauern die grüßten Gefahren in der Euro-Schuldenkrise. Sollte sie sich in den kommenden Wochen verschärfen, dann fallen die Börsenkurse, sinkt das Vertrauen der Unternehmen und rutscht die ohnehin schwache Konjunktur in ein neues Loch.

Deshalb war von den Ereignissen am Donnerstag der Auftritt von EZB-Präsident Mario Draghi für Obamas Zukunft noch wichtiger als seine eigene Rede. Die Intervention der Notenbank wird die Schuldenkrise allein nicht lösen können, aber sie kann einige Wochen und sogar Monate Ruhe an der Staatsschuldenfront schaffen.

Damit wäre Zeit, damit die Eurostaaten eine längerfristige Lösung zustande bringen, wenn sie den politischen Willen dafür haben.  Und Zeit, dass Obama unbehelligt von neuen wirtschaftlichen Stürmen sich den amerikanischen Wählern stellen kann.

Draghi ist daher im Augenblick Obamas wichtigster Verbündeter, sein bester Freund. 

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Obamas bester Freund

Teleprompter?

"Nach Einschätzung der meisten Wahlexperten wie etwa Nate Silver von der New York Times" Nate Silver ist bekennender Obama-Jünger, deswegen kann man dessen Einschätzungen getrost vergessen, die sind nicht objektiv.

Und bei der desolaten Lage am Arbeitsmarkt (siehe den neuesten Bericht für August) und der horrenden Staatsverschuldung wird Obama kein noch so guter Wahlkampf mehr retten können. Gott sei Dank muss man sagen, denn weitere 4 Jahre dieses Gemurkse würden die USA nicht mehr durchstehen.
Im übrigen sind der EZB-Hilfsplan oder auch weitere FED-Stützungsmaßnahmen für den Wahlausgang in den USA völlig belanglos, da die bis zum Wahltag nichts mehr entscheidendes bewirken werden. Außerdem hat sich bei der Euro-Krise in den letzten Jahren doch eines gezeigt: Etliche Male ist der große Befreiungsschlag zur Lösung der Krise schon beschworen worden,aber kurze Zeit danach kam die Unsicherheit wieder zurück und das wird dieses Mal auch nicht anders sein.

ich möcht sie gern verstehen ...

... können Sie mir bitte Punkt für Punkt die Maßnahmen aufzählen, die Romney/Ryan dem "4-jährigen Gemurkse" folgen lassen wollen? Danke im voraus!!!

und ich würde gerne wissen, was bush jun. gemacht hat.

da ist gemurkse noch ein hilfsausdruck.

ps. außer sie sind amerikanischer millionär, dann verstehe ich ihre sicht der dinge.

Wow, so viel Mist in so kurzem Text!

1. Lesen's den Artikel von Nate Silver und sagen's, was denn daran gar so falsch ist. (Und bitte, schauen's sich die Electoral College-Zahlen an. Obama wirds wesentlich leichter haben, zu gewinnen.)
2. Wenn die Boersen in eine Abwaertsspirale fallen, kann sehr wohl etwas entscheidendes passieren: Das bisschen Vertrauen in den Wirtsgchaftsaufschwung geht verloren.
3. Eric Frey schreibt gar nicht, dass es ein Befreiungsschlag sein muss/wird. Er schreibt davon, das Problem um einige Wochen oder Monate hinauszuzoegern.

Und abgesehen davon: Paul Ryan wuerde die US-Wirtschaft endgueltig in eine Rezession zwingen. Das ist Ihnen schon klar, oder?

Ich persönlich hoffe inbrünstig, dass nach dem religiösen Fanatiker Bush Jr. nicht auch noch der religiöse Fanatiker Mitt Romney Präsident wird.

Sowieso. Aber dann gibt es auch noch den besten Freund, den die Herren Obama und Draghi gemeinsam haben ...

und wann bringen die usa eine lösung zustande, die eigentlich viel schlechter dastehen als die europäer?

Ist das Karikatur oder Voodoo?

Einer wie mich reicht ja schon in einem Forum. Aber darf ein Chef vom Dienst einer (ehemaligen?) angesehen Zeitung, über Monate und Jahre, solchen Unsinn und Unwahrheiten über die Eurokrise schreiben?

Ja darf er! Krisenfreyblog lesen heist für mich immer, grün und blau ärgern, über Journalisten lachen (insbesondere über deren Wahrheitsgehalt), staunen über Verknüpfungen von Themen die wenig miteinander zu tun haben, nochmals mehr ärgern und zum Schluss kommen, hey so wie der schreibt, das kannst du noch lange. Und vor allem sind seine Prognosen und Vorhersagen des Herrn mit Interesse an ökonomischen Problemen, genau das gegenteilige was dann uns jeweils erwartet und eintrifft.

Krisen-Frey, ein Held des Vooodoo und der Selbstkarikatur!

Um in unserer Dialektik zu bleiben: eine absichtliche....

...."Freunderlwirtschaft" kann man Draghi nicht unterstellen. Herr Frey, Sie betreiben hier eine irreführende Rabulstik, die Sie eigentlich nicht nötig haben sollten.

ein nebenprodukt der sandlerindustrie

ja eh, und alles ist super... bezahlt seine privatmeinung kundt machen, welch ein privileg... wobei ich jetzt mal saemtliche blackbeauty reciever-experten aussen vor lasse...

ich wuerde mir von frey wuenschen, dass er nur noch fuer 30cent pro artikel arbeitet, oder ich schreib mal 10 cent, einfach um die wettbewerbsfaehigkeit des standards zu erhoehen. dann koennte der standard super expandieren, usw, usw...

oder warum waere dies nicht moeglich frey, hmm schreib doch mal einen artikel warum es fuer den standard besser ist, dir mehr als 10 cent pro artikel zi zahlen...
denn fuer alle anderen wuerdest du sofort ein paar "tolle" ansatzpunkte haben, warum weniger mehr ist...

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