Mozilla zeigt erstes ZTE-Smartphone mit Firefox OS

Neue Details: 15 Kernanwendungen, überarbeitetes Design - Viele neue mobile Web-APIs

Mit Firefox OS arbeitet Mozilla derzeit eifrig an der Entwicklung eines eigenen mobilen Betriebssystems. Auf Linux (und Android-Komponenten) basierend wird hier das Web zur Anwendungsplattform, die gesamte Oberfläche und alle Apps sind mit HTML5, CSS und Javascript gestaltet, wie unlängst auch in einem ersten WebStandard-Preview ausführlich erläutert wurde.

ZTE-Smartphone

Nun hat das Non-Profit-Unternehmen einer ausgewählten Schar an JournalistInnen einen aktuellen Blick auf den Stand der Entwicklung gewährt - und das gleich auf einem funktionstüchtigen Entwicklung-Smartphone. Dieses stammt von ZTE und soll bereits speziell für Firefox OS entwickelt worden sein, der chinesische Hardwarehersteller hatte schon vor einigen Wochen Interesse an Mozillas Unterfangen bekundet.

Design

Darauf laufend eine neue Version von Firefox OS, bei der dem User Interface im Vergleich zu den letzten Test-Releases ein neues Design verpasst wurde. 15 Kernanwendungen sollen dabei mitgeliefert werden, von der Telefonie über Kontakte bis zur Kamera und natürlich einem Firefox-Browser. Auch wenn es sich dabei um HTML-Anwendungen handelt, werden diese natürlich auch ohne Netzverbindung funktionieren.

APIs

Ein großer Teil der Entwicklungsbemühungen von Mozilla konzentriert sich auf die Schaffung der für Firefox OS nötigen, mobilen HTML-APIs. Rund 40 Stück davon will man zur Standardisierung bringen, vom Umgang mit Telefonie bis zur Kommunikation des Batteriestands und der Abwicklung von SMS.

Ziel

Das erste Smartphone mit Firefox OS soll Anfang 2013 über Telefonica in Brasilien verkauft werden. Dabei will man zunächst vor allem das niedrigpreisige Marktsegment und Regionen, in denen Smartphones noch nicht allgegenwärtig sind, anvisieren. Neben Telefonica hat Mozilla mittlerweile eine Reihe von Partnern um sich versammelt, darunter die Deutsche Telekom, der US-Provider Sprint, die Telecom Italia, aber auch die Hardwarehersteller ZTE und Qualcomm. (apo, derStandard.at, 07.09.12)

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