Voestalpine-Anleihe mit elf Prozent Zinsen

Walter Kozubek, 7. September 2012, 08:50

Österreichische Stahlaktie mit positiven Aussichten

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der über den Analystenerwartungen liegenden Quartalszahlen sprang der Kurs der Voestalpine-Aktie um sechs Prozent nach oben. Die hohe Auslastung, das gute Ergebnis sowie die positiven Aussichten könnten den Kurs der österreichischen Stahlproduzenten-Aktie auch in Zukunft unterstützen.

Mit Kurszielen von 28 bis 36 Euro wird die Voestalpine-Aktie von der absoluten Mehrheit der Analysten zum Kauf empfohlen. Mit der aktuell zur Zeichnung aufliegenden 11% Aktienanleihe der Erste Group auf die Voestalpine-Aktie können Anleger auch dann eine überproportional hohe Rendite erzielen, wenn sich die positiven Erwartungen der Experten nicht ganz erfüllen.

11% Zinsen pro Jahr

Der Schlußkurs der Voestalpine-Aktie des 28.9.12 wird als Startwert für die Aktienanleihe festgeschrieben. Wird dieser Schlußkurs beispielsweise bei 23 Euro fixiert, dann wird sich ein Nominalwert von 1.000 Euro auf 43,47826 Aktien beziehen (1.000:23).

Egal, wie sich der Aktienkurs bis zum 25.9.13, dem Bewertungstag, entwickelt, wird am Kupontermin, dem 30.9.13, ein Zinskupon in Höhe von 11 Prozent pro Jahr an die Inhaber der Aktienanleihe ausbezahlt.

Die Art und Weise der Tilgung der Aktienanleihe hängt hingegen davon ab, wo sich der Kurs der Voestalpine-Aktie am Bewertungstag befindet. Notiert die Aktie am 25.9.13 auf oder oberhalb des Startwertes, dann wird die Anleihe mit ihrem Ausgabepreis von 100 Prozent zurückbezahlt. In diesem Fall lukrieren Anleger die Maximalrendite in Höhe von elf Prozent pro Jahr.

Notiert die Voestalpine-Aktie an diesem Tag im Vergleich zum Startwert im Minus, so wird sie durch die Lieferung von 43 Voestalpine-Aktie getilgt. Der Bruchstückanteil von 0,47826 Aktien wird in bar abgegolten.

Derzeit kann die 11% Erste Group-Aktienanleihe auf die Voestalpine-Aktie, ISIN: AT000B007372, fällig am 30.9.13 in einer Stückelung von 1.000 Euro mit 100,50 Prozent gezeichnet werden. Das Mindestveranlagungsvolumen beträgt 3.000 Euro. 

ZertifikateReport-Fazit: Diese ungepufferte Aktienanleihe spricht naturgemäß Anleger mit moderat positiver Kurserwartung für die Voestalpine-Aktie an. Im Optimalfall legt der Aktienkurs bis zum 25.9.13 zwischen Null und elf Prozent zu. Aber auch dann, wenn der Aktienkurs ins Minus rutscht, wird die Aktienanleihe ein besseres Veranlagungsergebnis als der direkte Kauf der Aktie abwerfen, da der hohe Zinskupon dann als Verlust mindernder Sicherheitspuffer fungieren wird.

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13 Postings

Voestalpine- Anleihe ist ein völlig irreführende Bezeichnung

Stimmt vollkommen,hier sollte mal die Kapitalmarktaufsicht aktiv werden.
Die Voest selber wird sich ganz sicher auch nicht darüber freuen dass Ihr Name hier missbraucht wird im Zusammenhang mit der Höher der Rendite.

Im Prinzip handelt es sich hier um 2 kombinierte Finanzprodukte:

1. Eine Anleihe der Erste Bank mit 11% Verzinsung
2. Einen Short-Put auf die Voest

Die hohe Verzinsung bei der Anleihe "erkauft" man sich durch die Stillhalteposition im Put (die Erste hat hier Andienungsrecht).

Wer dieses Produkt kauft zockt im Prinzip mit Derivaten, nur wird das vermutlich den wenigsten Käufern klar sein und die Erste wird das höchstens im Kleingedruckten erwähnen...

HA, und beim nur flüchtigen Lesen bin ich glatt reingefallen und dachte, die Voest braucht Geld und legt daher eine Anleihe auf (was bei den ERgebnissen eher wenig Sinn macht).

Bin auch für Einschalten der FMA, auch wenn man dann vor der Unterschrift schon noch genauer liest, ist's eine Zumutung. Typisch Erste?

.... dazu kommt noch das Emittenten-Risiko; d.h. die Anleihe verfällt bei einer Pleite der ERSTE BANK wertlos.

sollte Erste Group (statt ERSTE BANK) heißen.

grundsätzlich gilt,je höher der Kupon desto höher das Risiko.
hier ist jedoch die Bank der Emmitent,also der Schuldner.
Eine direkte Voest Anleihe hat ganz sicher derzeit keinen so hohen Zinskupon am Markt.
Hier handelt es sich um ein Zockerderivat der ERSTE BANK.
Der Deal kommt zwischen Anleger pardon Zocker und Bank zustande.Es wird quasi nur das Voest Papier als Basiswert missbraucht.
Da kann ich ja gleich die Aktie selber mit Phantasie nach oben unbegrenzt, und nach unten zu mit SL kaufen.

Vorsicht geboten

"Mit der aktuell zur Zeichnung aufliegenden 11% Aktienanleihe der Erste Group auf die Voestalpine-Aktie "
Vorsicht , Voest ist offenbar nur Bezugsgröße, Schuldner der Anleihe ist offenbar die Erstebank, die auch den Kovats und seine Atec immer empfohlen hat, und der kurz vor dem Totalbankrott auch 11 Prozent Zinsen bieten musste, die er bald nicht mehr zahlen konnte. Es muss der Erstebank sehr schlecht gehen.

Nicht interessant!

Im Falle einer weltweiten Rezession, die sich abzeichnet, könnte die Voestalpine Aktie rasch um 20 oder 30% abrutschen.

Warum möchte das Unternehmen 11% Zinsen bezahlen?
Weil sie sich über die Börse kaum mehr finanzieren können. Sie sollten sich bei der SPÖ bedanken, die die Wiener Börse ins Out geschossen haben.

lesen Sie genau, die Voest ist nur Bezugsgröße, Schuldner offenbar die Erstebank, der Text ist absichtlich so verfasst , dass man nicht dahinter kommt

kleiner einwand

ist eine ganz normale cash oder share - und die voest zahlt da gar nichts ..ist ein zerti von der erstebank aufgelegt

Okay, ich kenne mich bei diesen Produkten nicht so gut aus. Solche Konstrukte meide ich immer!

Die Voestalpine verwendet das also nicht zur eigenen Finanzierung?
Das ist daher eine reine Spekulation gegen die Erste Bank, die sich natürlich absichert, verstehe ich das jetzt richtig?

Sie haben natürlich recht aber in Österreich

gibt es keine normale cash or share Anleihe. Durch den Insiderhandel und die schwierige Situation an der Wr. Börse sind Sie als Anleger arm dran. Habe letztes Jahr etwas übereilt c/s geordert und dann gesehen wie nach hinten hinaus der Kurs hochgetrieben wurde, sofort nach Ende der Zeichnungsfrist sind die Kurse um gut 15% abgesackt. Habe es geschafft mit Sicherungsgeschäften etwa 50% des Kouponertrages noch zu retten, war aber etwas mühsam. Auch wichtig: wie liegt der Dividenden Falltermin zur Laufzeit der Anleihe. Zwar hat die Voest eine eher langsame Dividendenexpansion aber es bleibt trotzdem ein echtes Bonbon wenn die Dividende des laufenden GJ lukriert werden kann.

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