Vierfachmord in Annecy: Alle Opfer durch Kopfschuss getötet

7. September 2012, 10:23

Nach der Bluttat an der Grenze zur Schweiz erfolgt am Freitag die Autopsie der Leichen

Annecy - Die Opfer des mysteriösen Vierfachmordes auf einem Parkplatz in Ostfrankreich sind offenbar alle durch Kopfschüsse getötet worden. Der Staatsanwalt von Annecy, Eric Maillaud, sagte am Donnerstagabend im Fernsehsender TF1, alle Opfer seien von mehreren Schüssen getroffen worden, "und alle wurden von mindestens einer Kugel im Kopf getroffen".

Eine Autopsie der Leichen am Freitag werde mehr Klarheit bringen, erklärte der Staatsanwalt. Die beiden überlebenden Mädchen sollen am Freitag erstmals "vorsichtig" befragt werden, außerdem soll laut französischen Rundfunkstationen ein Aufruf nach Zeugen gestartet werden.

Geldstreitigkeiten als möglicher Grund

Maillaud sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP, eines der Mordopfer, der erschossene Familienvater, habe anscheinend Geldstreitigkeiten mit seinem Bruder gehabt. "Diese Information scheint seriös zu sein, sie stammt von der britischen Polizei." Der Bruder müsse nun "sehr lange" befragt werden.

Zugleich warnte Maillaud, voreilige Schlüsse zu ziehen. Es müsse die Frage gestellt werden, ob Geldstreitigkeiten tatsächlich Anlass für einen Vierfachmord sein könnten. Es werde daher jede Spur akribisch verfolgt. Nach Angaben aus französischen Polizeikreisen hat sich der Bruder des Mordopfers bei der britischen Polizei gemeldet und seine Unschuld beteuert.

Siebenjährige von Schuss getroffen

Nach Angaben der Ermittler wurden am Tatort auf einem Waldparkplatz in der Nähe von Annecy mindestens 15 Schüsse abgefeuert. AFP erfuhr aus Ermittlerkreisen, dass die Leiche eines Radfahrers fünf Schusswunden aufwies und jedes der anderen Todesopfer zwei. Mindestens eine andere Kugel traf ein siebenjährige Mädchen, das ins Krankenhaus kam. Seine vierjährige Schwester blieb äußerlich unversehrt. Sie wurde erst acht Stunden nach dem Blutbad in der Nacht auf Donnerstag in dem Auto entdeckt, wo sie unter der Leiche ihrer Mutter gekauert hatte.

Bis auf den Radfahrer handelte es sich bei den Opfern um eine in Großbritannien lebende Familie, die in Frankreich auf Urlaub war. In der britischen Presse kursierten Gerüchte sowohl über einen politisch motivierten Mord als auch über eine Tat aus familiären Gründen. (APA/red, derStandard.at, 7.9.2012)

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Das Unheil brach nicht unerwartet über die Familie herein.

* Die ältere Dame war nach Auskunft der 4jährigen Tochter wohl nicht die Großmutter. Sie kannte sie nicht gut. Schwed. + irak. Pass.
* Am 3. September kam die Familie am Campingplatz an.
* Am 4. September hätte die 7jährige Tochter eigentlich in der Schule sein müssen.
* Am 5. September wurden alle drei Erwachsenen der Familie mit jeweils drei Schüssen (einer in den Kopf, zwei in den Körper) hingerichtet.
* Die 7jährige, die auf dem Beifahrersitz gesessen sein muss, verließ als einzige das Auto (*), bekam einen Schuss an der Schulter ab, dann wurde ihr der Schädel eingeschlagen. Der Radfahrer, der vorbeikam, wurde mit mehreren Schüssen ermordet. Die 4jährige blieb extrem gut versteckt.(*)

(*) Auf Anweisung der Eltern?

"Das Unheil brach nicht unerwartet über die Familie herein."

Scheinbar doch. Beim Beine vertreten im Campingurlaub, den der verdächtige irakischstämmige Ingenieur mit überaus verdächtiger schwedisch-irakischer Frau (aka Schwiegermama) auf ganz verdächtige Weise mitten im Schuljahr (shocking!) angetreten hatte. Das Traurige: Nächstes Mal wird nach der Ethnie der Opfer ohne jeden Lerneffekt die selbe Spekulation ohne Unrechtsbewusstsein losgehen. Französischer Familienvater: Hypothetisiertes zufälliges Opfer, "falsche Zeit..". Iraker und noch dazu Luftfahringenieur: Al Qaida, Iran, weiss der Kuckuck was. Und real war's anscheinend umgekehrt ("falsche Zeit" und so).

Ein Lehrbuchbsp für Stereotypisierung nach Leaken der Opferherkunft.

Mit der englischen und französischen Berichterstattung decken sich Ihre Vermutungen und Halbwahrheiten aus dt. Medien aber nicht.

Der Guardian hat im Live-Ticker (http://www.guardian.co.uk/world/201... ssination) gebracht, die schwedische Frau wäre der 4jährigen Zeena nicht gut bekannt gewesen, sei eventuell "die Großmutter oder eine Tante" gewesen.

Die französische Beschreibung des (Nicht-)Verhörs der 4jährigen nach der Methode "Melanie" entlarvt alle deutschen kolportierten "Infos". Sie wird nämlich de facto nicht verhört, sonder ermutigt, zu reden. Zitat heute später Nachmittag: "Pour l'heure, Zeena n'aurait fourni aucun élément d'enquête exploitable." (Sie habe "nichts Verwertbares" geliefert.)
http://www.lefigaro.fr/actualite... e-l-auditi

Deshalb auch "*wohl* nicht die Großmutter". Könnte natürlich sein, dass die Großmutter nur Arabisch und Schwedisch konnte und die kleine nur Englisch, und dass sie sie deshalb nicht richtig kannte. Ich wollte keinesfalls andeuten, dass es keine Verwandte war. Aber es war wohl auch eher keine Verwandte von der Art, die ständig zu Besuch kommt und dann ganz natürlicherweise auch im Urlaub dabei ist.

Meine "Vermutungen und Halbwahrheiten aus deutschen Medien" kommen aus Guardian, Daily Mail und diversen französischen Zeitungen. Schulanfang 4.9. hab ich auf einen Hinweis in einer Zeitung hin auf der Behördenseite gefunden. Einzige Vermutung von mir: "verließ als einzige". Vielleicht ist sie auch als einzige nicht eingestiegen.

Der Guardian hat auch berichtet, der Vater habe oft impulsiv die Familie in den Camping Urlaub eingepackt. Jetzt habe er auf Urlaub fahren wollen, weil sein Rücken ihn geplagt habe. Nicht in allen Ländern ist die Schule so heilig, wie Sie scheinbar

zu denken scheinen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich die Einzige in meiner Klasse war, deren Eltern sie einige Wochen vor Schulschluss aus der Schule genommen haben, einfach um nicht zur Hauptsaison ins Ausland zu fahren. Ging mit Einverständnis des Direktors als normalem Prozedere, sogar im Gymnasium und nicht in der Volksschule.

Wenn Sie die französischen Medien, wie Sie sagen, verfolgen, dann müßte Ihnen klar sein, dass das Mädchen de facto (noch) nicht verhört wird nach dieser Methode "Melanie". Insofern sind Spekulationen über d "unbekannte Schwedin" sinnfrei, weil sie sie nach detaillierter Beschreibung d Methode nach nichts explizit fragen. Von selbst kommen bisher nur Fragen nach den Eltern (was in dem Alter normal sein dürft

[who killed JFK] "Marge, I figured it out! Lee Harvey Oswald wanted to steal the Jack-ruby!"

Passt irgendwie zum Forum.

An alle Rotstrichler von folgendem Link:

http://derstandard.at/plink/134... id27863343

Als ich behauptet habe es wird ein/mehrere "professionelle/r" gewesen sein.
Vielleicht traut ihr ja den mitlerweilen offiziellen Nachrichten mehr, als jemand der sich mit der Materie auskennt und euch im Forum teilhaben lässt.

http://orf.at/stories/2... 8/2139649/

Inzwischen geht auch die Polizei eher von der von mir geschilderten Annahme aus, als z.B.: einen Raubüberfall.

man muss nur überprüfen ob der bruder auch radfahren kann.

Da er garantiert ein Alibi hat, wird man seine Konten auf verdächtige Abhebungen überprüfen.

Mein Tipp: Der Bruder hat nichts damit zu tun. Ich schätze mal, dass sich ungefähr Folgendes zugetragen hat:

Nach dem Tod des Vaters (Großvater der Kinder) erinnert man sich an die im Irak zurückgelassenen Immobilien. Man weiß aber, dass es gefährlich ist, die in Anspruch nehmen zu wollen. Saad will es trotzdem probieren, Zaid auf gar keinen Fall.

Da beide Brüder die irakische Staatsangehörigkeit aufgegeben haben, sind sie nicht erbberechtigt. Die Erbin ist eine ältere Verwandte die mit doppelter Staatsangehörigkeit in Schweden lebt. Gewisse Iraker finden das nicht gut. Nach einem Mordversuch in Schweden flieht sie nach England, und die Familie geht kurz vor Schulbeginn spontan in "Urlaub" - hinterlässt aber Spuren oder wird verfolgt.

perfekt. fragt sich nur wer die gewissen iraker sind,die die erbschaft verhindern wollen. die jetztigen nachbarn? die haben profikiller uebers internet angeheuert und koennen jetzt ihre schafherden auf den nicht vererbten grundstuecke stellen. scheint mir sehr schluessig...

Wären Verwandte von Saddam Hussein plausibel genug?

"The dead man's apparent family links to Saddam Hussein's ruling Ba'ath party in Iraq may be of significance.

A close friend told how Mr Al-Hilli's father Kadhim, a former factory owner, and mother Fasiha fled Baghdad in the late 1970s. The friend told how Mr Al-Hilli's father had fallen out with the Ba'ath party and was forced to flee the country."

http://www.dailymail.co.uk/news/arti... e-2199513/

Alles steht und fällt allerdings mit der Verlässlichkeit der Informationen der Daily Mail.

Das ist alles sehr historisch interessant, aber nicht erst seit dem erzwungenen Ableben Saddams ist seine party kein wirklicher Machtfaktor mehr.

Der Staatsanwalt hat schon erklärt, dass Zaid abstreitet, einen Konflikt mit Saad gehabt zu haben, will sich aber nicht weiter zur Aussage Zaids äußern. Er hat auch erklärt, die Kinder würden auf keinen Fall dem erstbesten Mitglied der Familie al-Hilli übergeben.

Ein paar Dinge, die ich jetzt tun würde:
* Feststellen, ob die Familie den Campingplatz fluchtartig verlassen hat, und wenn ja, was das ausgelöst hat.
* Strikter Schutz für die Kinder (weiterhin) und Zaid samt seiner Familie.
* Die Vorgänge vor der Reise (London, Schweden) aufklären unter der Annahme, dass die Mörder oder der Auftraggeber dort waren.
* Ermitteln, wer im Irak den Besitz von Saads/Zaids Vater in Anspruch nimmt (mutmaßl. Auftraggeber).

Der Hammer, das Forum...

Österreich, das Land der 5 Millionen Fußball- und Skisporttrainer, die sich nebenbei noch mit dem Fern-Profiling ausländischer Gewaltverbrechen bestens auskennen.... ;oD

bleib beruhigt, in jedem anderen land tun die forumisten das gleiche, es ist keine oesterreichische einzelheit

ist auch kein wunder da es wie in kriminalfilmen mysterioese umstaende gibt - und wie in filmen spekuliert man eben wer es gewesen sein koennte

Also ich brech jetzt mal

eine Lanze für viele Poster hier. Ich sehe absolut nichts verwerfliches darin, hier ein wenig zu spekulieren. Wer sich daran stört, warum auch immer, solls einfach nicht lesen. Oder wenns ihm/ihr leichter ist, kann er natürlich auch gerne, wie pox vobiscum, naserümpfend das niedere Fußvolk ob seiner Naivitiät per Posting mit Verachtung strafen, und dann von dannen ziehen.
Die Tragik des Ereignisses ist hier wohl jedem bewußt, die ermittlungtechnische Wertlosigkeit unserer Spekulationen ebenfalls. Und trotzdem sei es uns ungenommen hier nach Herzenslust zu vermuten.

sie haben völlig recht.

Dürfen eh vermuten.

Nur wer sich in aller Öffentlichkeit haltlosen Spekulationen hingibt, muss eben auch damit rechnen dafür kritisiert zu werden. Wo genau liegt nun das Problem?

Sie haben vielleicht recht

ich halte nur einfach nichts von Pauschalkritiken und -verurteilungen. Außerdem besteht unser Leben hauptsächlich aus Vermutungen, persönlichen Einschätzungen, Halbwissen und darauf basierenden Entscheidungen. Also warum sollte man diese hier nicht einfach diskutieren? Aber nuff said, nur meine persönliche Meinung, soll jeder halten wie er will.

Also Pauschalverdächtigungen und -vermutungen sind Ok, “Pauschalkritiken und -verurteilungen“ ebendieser Verdächtigungen aber nicht?
Eine, mit Verlaub, etwas krause Logik ;o)

Nach Herzenslust über das tragische Ereignis spekulieren aber in den Keller lachen gehen oder wie?

Ach

würden Sie mich kennen, wüßten Sie wie fern ich von "in den Keller lachen gehen" bin ;)
Nein, ihr Posting hatte nur etwas sehr herablassendes. Trotzdem melde ich mich bezüglich rosa Handtuch, wenn ich endlich eine schlüssige These habe, damit den Fall löse und zum Superhelden mutiere.
ps.: Gibts das Handtuch auch in diesem netten Moosgrün, würde besser in mein schimmelbefallenes Badezimmer passen...

Das gibt es, fürchte ich, nur in standardrosa, aber vielleicht ließe sich eine Stickerei organisieren, ich dächte da an etwas in der Art:
http://www.stupidedia.org/images/th... x-Lupe.png

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