Flaschen für die Seele

7. September 2012, 17:10

Stabile Glasflaschen werden mit Motiven junger Künstler und Designer versehen

Georg Tarne und Paul Kupfer sind Studenten und Start-up-Unternehmer in Wien, die sich des Themas Wasser angenommen haben. Sie bemerkten, dass die Kommilitonen ihren Wasserbedarf bei Vorlesungen stets aus Plastikflaschen zu decken pflegen - Flaschen, die laut Tarne "einfach nur grausam" sind: "Grausam für den Planeten (CO2-Ausstoß durch Transport, Nutzung von fossilen Brennstoffen, nicht kompostierbare Abfälle), grausam für die Gesundheit (BPA und andere Weichmacher), grausam fürs Auge (sehen nicht gut aus)."

Soulwater-Projekt

Sie entwarfen deshalb stabile Glasflaschen, die mit Motiven junger Künstler und Designer versehen und im Brennofen der Wiener Angewandten bei 620 °C eingebrannt werden. Sehen wirklich gut aus, die Befreiung vom bösen Plastikwasser muss halt durch entsprechendes Mehrgewicht im Ranzen erkauft werden. Die Flaschen werden auch im Soulwater-Projekt eingesetzt, für das Restaurants (etwa das Kontrapunkt, Wien) für Leitungswasser eine Gebühr einheben, von der 90 Prozent an Wasser-Charity-Projekte in der Dritten Welt gehen. (corti, Rondo, DER STANDARD, 7.9.2012)

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15 Postings
hey cool, endlich was Vernünftiges

ich mag keine Plastikflaschen, da ich gerne noch Kinder zeugen und nicht impotent werden möchte und Metallflaschen, egal ob Alu oder Niro ist keine wirkliche Alternative; sind innen meist mit krebserregender Schutzschicht überzogen ... aber das muß jeder selber wissen, wo er seinen Preferenzen setzt, ob bei 500 gr. mehr im Rucksack oder lieber mit 50 in der Onkologieabteilung des AKH...

so werdens halt am dichtungsgummi sterben...

zu tode gefürchtet ist auch verreckt

schnapsidee eine glasflasche im Rucksack mitzuführen

Perfekte Lösung für Schnaps....

Braucht man eh, wenn man auf einer WU Vorlesung ist...

ist ja eine absolut unpraktische lösung

wer gibt sich schon eine flasche mit bügelverschluss in die tasche/rucksack? da kann ich ja gleich ein volles wasserglas reinstellen und hoffen dass es nicht umfällt.
ausserdem sind diese glasflaschen natürlich super trinkfreundlich.
und genauswenig wird wer lust haben für einen 0,75 liter statt 0,75kg 1,5 kg durch die gegend zu schleppen.
1. kann man plastikflaschen eh ein paar dutzend mal nutzen, und
2. gibts sowieso metallflaschen als alternative, die deutlich leichter und trinkfreundlicher sind als die glasflaschen.

zur info: der bügelverschluss hält mega dicht, ich benutz die flaschen seit 10 monaten und mir ist noch keine bisher ausgelaufen (sonst würden wir sie auch nicht ohne warnhinweis einfach so verkaufen).

wie fred heiner oben sagt ist es ne geschmacksfrage: möcht ich lieber weichmacher konsumieren (die in plastikflaschen aber auch in der innenbeschichtung von alu-flaschen drin sein können), die im starken verdacht stehen, krebs zu erzeugen, oder bin ich bereit, meinem armen bobo-körper ein paar gramm mehr belastung zu gönnen? ;)

edelstahlflaschen können durchaus ne alternative sein, aber auch da hab ich nen plastikdeckel - und ich seh nicht, was ich trinke. auch so ne geschmacksfrage...

So lob ich mir Studenten - schon voll drinnen im Kapitalismus!

na ein glück,

dass es mittlerweile soziales unternehmertum gibt (siehe den Hub Vienna etc). mit spenden allein werden wir die welt nicht sozial und ökologisch nachhaltig bekommen...

Eine praktische und auch sehr ästhetische Lösung,....

.... für den Konsum flüssigen Mitbringsel.

danke für das kompliment! :)

naja, eher handarbeit-in-wien-und-italienisches-glas-statt-massenware-aus-china-preis.
reich werden wir damit nicht...

für die, die's interessiert: so sieht der produktionsprozess aktuell aus.
fotos 1: http://www.facebook.com/media/set... 032&type=3
fotos 2: http://www.facebook.com/media/set... 032&type=3

Vergessen sie nicht dass die Flasche auch noch super toll vollgekritzelt ist das rechtfertigt doch den Aufpreis. :)

Da kann man sich doch gleich eine Thermosflasche kaufen, wenn man gerne schleppen will - die zerbricht wenigstens nicht.

Flachmann grüßt auch!

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