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"Männerherzen"
Man kann sich den Fernsehabend natürlich selbst versauen, indem man an eine deutsche Komödie, in der Til Schweiger zum 117. Mal den smarten, bindungsunfähigen Verführer spielt, zu hohe Ansprüche stellt.
Dessen Nöte und Lebenswirrungen und die von vier anderen Männern stehen im Mittelpunkt von "Männerherzen" (Mittwoch, Sat.1). Gemeinsam trainieren sie in einem Fitnessstudio.
Dem einen ist die Frau abgehauen, der andere steht vor einer pompösen Hochzeit, das schlüsselfertige Eigenheim winkt drohend vom Stadtrand. Nummer vier, die beruflich nichts schafft, wird ungewollt Vater.
Nummer fünf ist der Beamte Günther Stobanski - von Christian Ulmen so herrlich erbarmungswürdig und wabbelig-weiß gespielt (inklusive Jane-Fonda-80er Jahre-Stirnband), dass man allein ihm 90 Minuten zusehen möchte. Er und die Frauen, das funktioniert nicht. "Ich heiße Günther", sagt er. Im schlechtesten Fall erhält er "ich nicht", zur Antwort, im besten "macht ja nichts".
Natürlich wird er am Schluss mit einer Frau belohnt, auch bei den anderen fügt sich alles zum Guten. Bis dorthin werden jedoch allerlei Klischees von der blonden Praktikanten-Verführung bis zum peinlichen Schlagerfuzzi bedient.
Das ist meist reichlich seicht. Aber wer, wie gesagt, nicht zu viel erwartet, erlebt durchaus vergnügliche Momente. (Birgit Baumann, DER STANDARD, 7.9.2012)
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