Quanten im Zwischenzustand

6. September 2012, 20:02
  • Auf einem Atomchip (oben) werden ultrakalte Atomwolken (rot) erzeugt. Die Wolken überlagern sich, wodurch ein geordnetes Materiewellen-Interferenzbild entsteht (unten).
    foto: tu wien

    Auf einem Atomchip (oben) werden ultrakalte Atomwolken (rot) erzeugt. Die Wolken überlagern sich, wodurch ein geordnetes Materiewellen-Interferenzbild entsteht (unten).

  • Mit diesem komplizierten optischen Aufbau erzeugen die Physiker der TU 
Wien die ultrakalten Atomwolken, die dann im Experiment "Erinnerung" 
zeigen.
    foto: tu wien

    Mit diesem komplizierten optischen Aufbau erzeugen die Physiker der TU Wien die ultrakalten Atomwolken, die dann im Experiment "Erinnerung" zeigen.

Physiker der TU Wien erklären Prä-Thermalisierung: Atomwolken liefern faszinierende Einsichten in thermisches Gleichgewicht

Wien - In der Welt der Quanten ist vieles anders als in der Welt, in der wir leben. So zum Beispiel auch das Streben nach thermischem Gleichgewicht, wie Physiker der TU Wien im Fachblatt "Science" zeigen. In "unserer" Welt ist klar, dass Wassermoleküle eines Eiswürfels im heißen Wassertopf niemals stabil bleiben. Die Moleküle des flüssigen und des festen Wassers gleichen ihre Temperatur an, aus wohlgeordneten Eiskristallen wird ungeordnete Flüssigkeit. 

Atomwolkenteilung

Das Forscherteam um Jörg Schmiedmayer beobachtete und erklärte im Quantenexperiment einen erstaunlich stabilen Zwischenzustand zwischen Ordnung und Unordnung - quasi eine Art "Nachbild" des Eiswürfels. Die dafür nötige Experimentieranordnung ist ziemlich kompliziert: Die Physiker beginnen mit einem Bose-Einstein-Kondensat, also einem Quantengas ultrakalter Atome, das mit Hilfe eines Atomchips in zwei Teile geteilt wird. Führt man diese beiden Teile wieder zusammen, überlagern sich die beiden Atomwolken, wie Schmiedmayer erklärt. Die spezielle Form der Überlagerung zeige an, dass die Atomwolken nicht "vergessen" haben, aus einer Wolke hervorgegangen zu sein.

Mit der Zeit streben die geteilten Atomwolken ein thermisches Gleichgewicht an, verweilen aber kurz in einem Zwischenstadium - dem sogenannten prä-thermalisierten Zustand. Mit Harvard-Physikern haben die TU-Forscher diesen Zwischenzustand nun auch theoretisch erklärt.

Entstehung des Universums besser verstehen

Interessant könnte der entdeckte Zwischenzustand auch für die Physik des Quark-Gluon-Plasmas sein. Sekundenbruchteile nach dem Urknall füllte dieser Materiezustand das gesamte Universum aus, heute werden Quark-Gluon-Plasmen künstlich in großen Teilchenbeschleunigern hergestellt. Bei diesen Experimenten fiel auf, dass gewisse Aspekte des Plasmas bereits früher im thermischen Gleichgewicht erschienen, als das möglich sein sollte.

Um dies zu erklären, wurde Prä-Thermalisierung von Theoretikern an der Universität Heidelberg vorhergesagt. Nun wird vermutet, dass es sich dabei um einen ähnlichen Zwischenzustand handeln könnte, wie er sich in den Atomwolken an der TU Wien gezeigt hat.

Erkenntnisse über Ungleichgewichts-Zustände

Darüber hinaus können uns die Prozesse die beim Zerfall eines Quantensystems in sein thermisches Gleichgewicht auftreten neue Einsicht in die Grenze zwischen Quantenphysik und der klassischen, makroskopischen Welt geben. "Unsere Atomwolken liefern uns die Möglichkeit, diesen faszinierenden Übergang von Ungleichgewichts-Zuständen Richtung Gleichgewicht im Detail zu studieren", sagt Schmiedmayer. "Wir hoffen, dadurch ein tieferes Verständnis von Nichtgleichgewichtsprozessen zu gewinnen, die in der Natur allgegenwärtig sind."
(tasch/DER STANDARD, red/derStandard.at, 7.9.2012)

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Es wird immer spannender

wie wir durch Quarks einmal zum Verständnis der Seele gelangen.

Grün von mir

für den originellen Anstoß dieser Diskussion ^^

Was soll Seele sein? Ist ganz einfach: Wenn es sich von Naturwissenschaften beschreiben lässt, dann ist es etwas materielles, denn das beschreibt Naturwissenschaften ja. Also die Rückführung auf etwas Einzelnen, beschreibares, messbares.

Kein Dualismus, wie bei Körper-Seele-Vorstellung. Noch mehr: Jede Existenzbehauptung ist eine Frage der Naturwissenschaften, "Seele", "Gott" müssen es sich gefallen lassen, vermessen zu werden.

Oder aber ihnen gefällt der Gedanke nicht, dann behaupten sie, dass Seele etwas grundsätzlich verschiedenes von unserer Welt ist - nun darüber müssen wir schweigen, denn als materielle Wesen können wir nur darüber keine Aussagen treffen.

Wenn es also eine metaphysische Seele gibt, dann müssen wir darüber schweigen (der Pfaff wär still, die Glocken am Sonntag auch - ach wäre das schön). Oder aber die Naturwissenschaften werten über die Frage von Gott und Seele und so einen Schmafu und dann schauts übel für ihre Seele aus...

Sie demonstrieren hier gerade die impliziten ontologischen Annahmen der Naturwissenschaften und schreiben hier im ganzen Forum, wie wenig Naturwissenschaften mit Ontologie zu tun haben soll? dass man sich in der NaWi damit nicht auseinandersetzen SOL

Die Behauptung, dass alles was existiert, einzeln, beschreibbar und messbar sein muss, ist leider eine ontologische Aussage über die Struktur der Wirklichkeit.

Wenn Sie sich einreden wollen, das hätte nichts mit Ontologie oder Metaphysik zu tun, weil die Naturwissenschaft nichts mit Ontologie zu tun hat, haben Sie ein ideologisches Problem: Ontologie versucht eine Ordnung des Seins zu erschließen und sie stellen hier konkrete strukturelle Bedingungen des Seins auf: Alles was sein kann, muss Einzeln, Messbar und Beschreibbar sein.

Dann kommen Sie noch mit dieser autoritären Aussage, dass WIR über alles schweigen MÜSSEN, wenn es nicht der Struktur ihrer Ontologie genügt. Bitte reflektieren Sie ihre Wissenschafts-Ideologie.

Kann man die Wirklichkeit nicht als Fiktion unverbesserlicher Realisten ansehen ?
Der exakte Zeitpunkt des Urknalls ist beispielsweise genauso ein Hilfsanker für unseren Verstand wie der Realitätsbegriff :-)

das hat er ja gar nicht geschrieben?!

"Alles was sein kann, muss Einzeln, Messbar und Beschreibbar sein. "

das steht nicht oben. oben steht, dass es keinen sinn macht, über etwas zu sprechen, das man weder messen noch beschreiben kann

Da oben steht "Jede Existenzbehauptung ist eine Frage der Naturwissenschaften".

Existenz = Sein.

Und dann steht da oben noch was von der Rückführung auf was einzelnes, messbares, das die Naturwissenschaft angeblich verlangt.

Das passt schon so, Magic M_ schreibt wirklich so einen großen Unsinn.

schön zusammengefasst - aber ich fürchte es wird an unserem wandelnden wiki-zitat abperlen wie an teflon;-)

Ich denke die Physik des 21.Jh. wird über den begriff "materielles" hinausgehen

Ich denke "information" wird der Schlüsselbegriff der Physik des 21.Jh. ( John A.Wheeler)

Über "materielles" wissen wir schon viel, über "information" noch sehr wenig. Insofern würde ich die Vorstellung von irgendeiner Art Dualismus oder "Körper-Seele-Vorstellung" nicht voreilig zur Seite legen.

tja, die wissenaschaft kann niemals beweisen,

dass es einen gott nicht gibt. die religiösis können auch niemals beweisen, dass es sowas schon gibt. aber da sie die existenz behaupten, liegt auch die beweislast bei ihnen.

was die wissenschaft aber beweisen kann ist, dass bibel und koran geschichtlich teilweise falsch sind, dass die jesusgeschichte schon 3000 jahre vor jesus von vielen anderen halbgöttern erlebt wurde, und dass man wunder mittels placebo-effekt und dem konzept der statist. ausreisser erklären kann.

PS: zweifeln, zweifeln, zweifeln. nur das hilft!

Existiert Geld?

Zshlen sie mit Muscheln?

Die Frage ist, ob es eine naturwissenschaftliche Existenz ist. Man könnte ja auch sagen, Geld ist nur ein kulturelles Artefakt.

Das ist vielleicht nicht sehr brillant formuliert, aber es kommt dem Sachverhalt nahe. Es existiert heute in der Tat praktisch nur noch als eine gesellschaftliche Übereinkunft ohne materielle Verkörperung, die auch an sich noch als Tauschwert eingesetzt werden könnte. Mithin als ein Ding, um eine Marx'sche Formulierung aufzugreifen, mit theologischen Mucken. Dennoch existiert es - wie sich sofort im Billa oder Aldi überprüfen lässt.

Und damit existierts nicht?

Nochmal, öffnen sie ihre Brieftasche!

Da ist Papier und Metall drinn. Die genaue Analyse können Sie selber auch durchführen, Ihre Euros werden aus demselben Material wie meine bestehen.

Wo ist das Geld? Was macht das Geld zum Geld? Fällt das noch in den naturwissenschaftlichen Existenzbegriff?

Das wären schon interessante Fragen gewesen, die aber ganz offensichtlich von den Blödpostern des Forums nicht als solche erkannt werden können.

So, und jetzt gebt's wieder viele rote Stricherl, und den Blödpostings viele grüne Stricherl, und lacht's blöd dazu, um die Gedanken zu vertreiben.

Die Fragen sind auch durchaus berechtigt - nur mit Quantentrheorie und überhaupt mit Naturwissenschaft haben sie nichts zu tun.

Jaja,

Ad Homines wenn sonst nichts mehr argumentativ geht - kennen wir ja von wissenschaftsfeindlichen Postern zur Genüge!
PS:
Ich tausch den Inhalt ihrer Brieftasche gegen ein paar Schrauben aus, bzw. hebens vorher auch noch das Metal von ihrem Konto ab...

Sie schreiben ja eh nur provokativen Blödsinn, null Beitrag der irgendwie irgendwelche sachdienlichen Informationen enthielte. Agrumente würde ich das garnicht nennen.

Blödposter richtet sich übrigens nicht gegen Sie als Mensch (ich kenn Sie ja persönlich garnicht), sondern gegen Sie als Poster.

Sie amüsieren mich!

Projizierens ruhig weiter gnä Herr!

Bei der Projektionsfläche die Sie abgeben sind halt die Projektionsmöglichkeiten recht eingeschränkt...

Also, was ist jetzt mit dem Geld: hat es eine naturwissenschafltiche Existenz, ja oder nein?

Brauchen sie eine Studie um zu wissen dass sie mit dem Inhalt ihrer Brieftasche zahlen können?

Ob sie mit ihrer Abneigung den Naturwissenschaften gegenüber den Begriff "Geld" zerreden wollen interessiert die Naturwissenschaften genauso wenig wie der Begriff "Seele".

Da sieht man: es ist nicht der geringste Ansatz zu erkennen, das Geld naturwissenschaftlich erklären zu können ... und mit derselben Unfähigkeit meint man, alles andere was man nicht erklären kann, kann es nicht geben.

Was soll man auf so eine Gestalt projizieren? Superintelligenz?

Jaja

Schlagen sie ihre Strohmänner nur weiter im Rauch ihrer Nebelgranaten!
Und vergessens nicht beten zu gehen, heute ist Sonntag!

Ein sehr schönes Beispiel für ein selbstbeschreibendes Posting haben Sie da produziert.

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