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vergrößern 620x479Die Hypo Alpe Adria braucht 2,2 Milliarden Euro. Um so viel muss die Staatsbank, deren Risiko in den Augen der Aufsicht weiter gestiegen ist, ihr Eigenkapital aufstocken. 1,5 Milliarden müssen per Jahresende aufgestellt sein - man peilt eine Garantielösung an.
Wien - Lange wurde geprüft, lange wurde gerechnet, lange wurden diametral entgegengesetzte Argumentationen ausgetauscht - jetzt haben es Hypo Alpe Adria und ihr Aktionär, die Republik Österreich, schwarz auf weiß vor sich. Die Bank muss ihre Eigenkapitalquote auf 12,67 Prozent aufstocken - und braucht hiefür 2,19 Mrd. Euro. Das hat die Ende 2009 notverstaatlichte Bank Donnerstagfrüh ad hoc mitgeteilt; zuvor war ihr von der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA ein entsprechender Bescheid angekündigt worden. Damit ist der Kapitalbedarf der kriselnden Bank, in deren "Abbauteil" immer noch faule Kredite im Volumen von rund zehn Mrd. Euro stecken, um 700 Mio. Euro höher als die Aufsichtsbehörden Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und FMA ursprünglich berechnet hatten.
Zur Erinnerung: Schon voriges Jahr war der Staatshypo von der Aufsicht eine Eigenkapitalquote von 12,04 Prozent zur Abdeckung ihrer Risiken vorgeschrieben worden, was einem Geldbedarf von 1,5 Mrd. Euro entsprach. Die ursprüngliche Frist zum Auffüllen des Kapitalpolsters wurde von März 2012 auf Ende dieses Jahres verlängert, aus mannigfachen Gründen. Die Bank unter Gottwald Kranebitter und Aufsichtsratschef Johannes Ditz wollte probieren, den Geldbedarf via Abbau von (eigenkapitalunterlegungspflichtigem) Risiko zu verringern, der Bund (vertreten durch Finanzministerin Maria Fekter) wollte eine Geldspritze bzw. Garantien vermeiden.
Seit dem frühen Sommer führten die Aufseher (in Zusammenarbeit mit den Kollegen jener Länder, in denen die Hypo aktiv ist sowie der Europäischen Bankenaufsicht EBA) eine neue Kapitalbedarfsrechnung durch; diesmal auf der Basis der Daten von Ende April. Mit dem Ergebnis, dass sich die Risikolage verschlechtert, der Kapitalbedarf daher erhöht hat.
1,5 Mrd. Euro muss die Bank nun bis Ende dieses Jahres aufstellen (die Bank hat keinen Einspruch gegen diesen Bescheid erhoben), die restlichen 700 Mio. Euro bis Ende März 2013. Diesbezüglich wird die Bank noch eine Stellungnahme abgeben; mit einer Reduktion rechnet aber niemand. Wahrscheinlich ist aber, dass diese Frist wieder erstreckt wird, bis Jahresende 2013.
Der Grund für die ungemütliche Entwicklung: Die Hypo konnte ihre Pläne vom Abverkauf von Teilbanken und Unternehmen nicht umsetzen, die Wirtschaftslage in Südosteuropa hat sich verschlechtert, die Aufsicht schätzt die Risken höher ein als die Bank. Ihr Chef Kranebitter betont, dass der zusätzliche Kapitalbedarf "nur den Abbauteil und nicht die Kundenbanken betrifft". Und: "Unerfreulicherweise sind die fünf Mrd. Euro, die wir an Risken abgebaut haben, durch die Entwicklung der Finanzmärkte und der Wirtschaft zunichtegemacht worden."
Die Frage aller Fragen - wie man nun das nötige Kleingeld aufstellt - ist, trotz einjähriger Nachdenkfrist, noch ungelöst. Im Finanzministerium will man eine Geldspritze auf Kosten des Steuerzahlers nicht zuletzt der Wahlen wegen und wegen des Budgetdefizits unbedingt vermeiden. Ministerin Fekter war am Donnerstag einsilbig: Man warte den "endgültigen Bescheid" der Aufsicht ab.
Bankchef Kranebitter und Aufsichtsratschef Ditz ("Die Hypo braucht keinen Zuschuss") argumentieren in dieselbe Richtung, sie plädieren für Staatshaftungen. Auch Garantien werden aber nicht so leicht zu beschaffen sein. Sie sind schwierig zu konstruieren, würden hohe Beträge ausmachen, auch sie muss man auf ihre Maastricht-Relevanz prüfen.
Und: Im Bankenpaket, das ursprünglich mit 15 Mrd. Euro gefüllt war, liegen nur noch ungefähr 3,3 Mrd. Euro. (Renate Graber, DER STANDARD, 7.9.2012)
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Das kann man der Öffentlichkeit kaum erklären.
Man streckt die Frist auf die nächste Budget-Periode.
Dann ist es vergessen und wird dann ins neue Budget eingerechnet.
Nach dem Motto: Die 1,5 Mill. EUR fallen auch schon nicht mehr ins Gewicht.
Betrug um Betrug...
solche "Fehler" leiste und nicht reagiere habe ich Verfahren wrgen fahrlässiger Krida usw. am Hals und kann (muß) zusperren. Kein Schwanz fragt wie es den Angestellten geht, ...
Bie den Banken ist das anders. Zuerst wird eine fehlende Summe genann, verstaatlicht und danach der fehlennde Betrag noch mehr als verdoppelt.
Das nenne ich wirtschaften.
Wenn sich ein Betrieb solche "Fehler" leistet, geht er zuerst zum Eigentümer und beichtet den Fehlbetrag. Der Eigentümer kann sich dann überlegen, ob er sichs leisten kann und mag, den Betrieb weiter zu unterstützen oder ob er ihn krachen gehn lässt.
Nun: Der Eigentümer der Hypo kann sichs leisten, er nimmt ja das Geld von den Steuerzahlern (also von Pensionisten, Studenten, Arbeitslosen, Kulturschaffenden ...) , und er mag sichs leisten, schliesslich gehts um Wählerstimmen der Sparer.
Haider war "DER Kärntner" Poilitiker (Elite)
Da kann man alles deichseln.
Je wieter oben umso leichter.
Siehe die Kaiser und Fürsten in früheren Zeiten - die haben die Anleihen bei Ihren Gläubigern großteils nicht mal zurückbezahlt.
Ging alles glatt da die Gläubiger die Schuld durch Vorteile in der Wirtschaft bzw. Gegengeschäfte schon längst wettgemacht hatten.
Banken brauchen jetzt schon echtes Geld? Wirklich?
http://tinyurl.com/clyk8m5
Ich hab momentan auch Kapitalbedarf! Was muss ich tun, damit mein Kapital aufgestockt wird?
Das Problem ist nämlich, dass ich, wenn mein Kapital nicht aufgestockt wird, ich mir gewisse Waren, die ich mir anschaffen will, nicht anschaffen kann. Wem gehts noch so? Sind wir zusammen systemrelevant?
was soll der vorwurf ?
er hat doch nicht anders gerechnet als die österr. banken.
man erinnere sich an treichls Erste,
die innerhalb einer woche von positiver bilanz heuer
auf -800 mio. € korrigiert hat
(worin die österr. justiz bis heute keinen startatbestand erkennen kann).
hypo alpe adria bank
ÖBB pension mit 52
lehreranwesenheitszeit 20 wochenstunden
verdoppelte parteienfinanzierung
zwangsabgaben für AK, Wirtschaftskammer und ORF
pensionsexplosionssystem a la blecha-khol
... und wo sind die zahlreichen Manager die dieses Desaster zu verantworten haben und dafür hohe Gehälter kassiert haben?
Das müssen aber Hundertschaften sein, nicht einige denen schlimmstenfalls mit Abfertigungen der Job gestrichen wird.
Das gleiche nicht nur bei der Hypo, sondern momentan in fast allen Banken und deren Filialen!
erst falsch die Bank beraten und jetzt die Bank falsch geführt. Dabei zweimal ordentlich abkassiert.
Die Zitate von Kranebitter und seinem ÖVP Sprecher Donig sind eine Schande. Die haben keine Ahnung von der Finanzbranche. Merkt der Mann nicht, dass er sich lächerlich macht mit seinen Lügen und politischen Phrasen?!? seit drei Jahren wird die Bank saniert und alles wird jetzt plötzlich schlimmer. Auf mich machen die Sager von Kranebitter seit Wochen einen wirren Eindruck. Der Mann hat den Überblick verloren und weiss nicht was er sagt und macht.
Der derzeitige Chef der Kärntner Hypo-Bank, Herr Kranebitter, nennt als Ursache für die neuen Kalamitäten der Bank auf die "nicht vorhersehbare Entwicklung in den Balkanländern". Was soll denn das Geschwafle, Herr Kranebitter, Österreichische Banken und da vor allem auch die Kärntner Hypo, gewährten, den gerade von kummunistischer Dikatur befreiten Ländern, Kredite ohne Obergrenze. Gaben Geld an Länder und Firmen die so quasi aus dem Nichts am nun grenzenlosen Kapitalmarkt begannen. Von Anfang an gab es warnende Stimmen, Stimmen, die auf die Überhitzung und Blasenbildung hinwiesen. Doch diese wurden von Bankern wie Kranebitter als Casandras oder ähnliches bezeichnet. Man musste damals kein Hellseher sein, Herr Kranebitter, wie Sie beteuern!
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