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Rafael Muino ging in der italienischen Zange zu Boden. Im Kampf Rollstuhl gegen Rollstuhl kann das passieren. Der Spanier richtete sich dank mächtiger Ärmel selbst wieder auf.

Zankl ist "besessen vom Basketball".
Andreas Zankl ist kein Masochist. Nicht um sich zu geißeln, ist der Klosterneuburger auf eigene Kosten nach London gereist, hat sich mit Mühe Karten besorgt und lässt sich jetzt in der imposanten North-Greenwich-Arena Tag für Tag, Abend für Abend vorspielen, wie weit Österreichs Rollstuhlbasketballer von der Musik weg sind. "Das sind Welten", sagt Zankl, zuständiger Fachwart im österreichischen Behindertensportverband, Coach des Nationalteams und Spielertrainer der Sitting Bulls, eines der sechs Vereine, die Österreichs Bundesliga bilden.
Das mit dem Spielertrainer ist nicht leicht fassbar, wenn man Zankl zusieht, wie er elastisch die Tribünenstufen hinaufspringt, um schnell zu telefonieren, während unten auf dem Feld im Viertelfinale die Australier das Spiel gegen Polen zum Entzücken tausender Zuseher erfolgreich einer Erledigung zuführen.
In nicht wenigen Ligen der Welt spielen nämlich auch Nichtbehinderte im Rollstuhl Basketball. Das ist nicht unfair, weil die Spieler nach dem Grad ihrer Behinderung mit Punkten von 1 bis 4,5 bewertet werden. Zankl ist als Nichtbehinderter mit 4,5 klassifiziert, ein 1er wäre ein Spieler mit hoher Querschnittlähmung. Die fünf jeweils eingesetzten Spieler dürfen gemeinsam maximal 14 Punkte aufweisen. Amputierte und Querschnittgelähmte dürften sich beim paralympischen Turnier, das am Samstag finalisiert wird, die Waage halten.
Österreich ist nicht dabei in London, und das ist sicher gut so, denn "unsere 4er hätten gegen die 1er, die hier spielen, keine Chance, die sind athletisch und im Umgang mit dem Rollstuhl perfekt ausgebildet", sagt Zankl, der hauptberuflich als Sportlehrer am Rehabilitationszentrum Weißer Hof in Klosterneuburg wirkt.
Die Hoffnungslosigkeit hat mehrere Gründe. Generell wird in jenen Ländern besonders eifrig und erfolgreich Rollstuhlbasketball gespielt, in denen auch Basketball der Nichtbehinderten floriert. Der Sport wurde von US-Versehrten des Zweiten Weltkriegs eingeführt, er ist seit den ersten offiziellen Spielen 1960 in Rom im Programm und deutlich besser entwickelt als die restlichen paralympischen Mannschaftssportarten.
In den Topnationen wird unter den weitgehend identen Regeln wie im Basketball (ja, der Korb hängt ebenfalls in 3,05 Metern Höhe!) professionell gespielt. Könner wie der Australier Brad Ness sind nicht nur in der Szene Superstars. Freilich beklagt Zankl äußerst emotional ("Ich bin halt ein Viech"), dass die Bereitschaft, für den Sport alles zu geben, in Österreich nicht vorhanden ist. "Das ist zunächst auch keine Frage des Geldes." Ein tieferer Grund dafür, dass Österreichs Herren erst jüngst in die dritte europäische Leistungsstufe abgestiegen sind, ist aber der Unwille, sich ohne Zwang in den Rollstuhl zu setzen. "Rollstuhlfahrer sind bei uns stigmatisiert", sagt Zankl. "Amputierte wollen sich nicht einmal nur für das Training hineinsetzen, obwohl sie, hart gesagt, nie wieder so laufen werden, dass sie einen Sport wie Tennis oder Basketball voll ausüben können."
Zankls Vorschlag, den Rollstuhl einfach als Sportgerät wie Ski anzusehen, fruchtet selten. Dabei lassen sich mit den bis zu 6000 Euro teuren Spezialausführungen wunderbare, spektakuläre Sachen anstellen, die sich nicht nur Zankl Tag für Tag, Abend für Abend anschauen könnte. (Sigi Lützow, DER STANDARD, 7.9.2012)
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Zankl ist ein Trainer der zu wenig Fingerspitzebgefühl für Sportler hat. Er mag ein guter Sporttherapeut am RZW sein, um Menschen nach den Unfall aus dem selbstmitleid zu hollen, aber für einen Nationaltrainer hat er zu wenig Intuition. Als "frischer" (neu im Rolli) der Sport machen will ist Andy ein "Bremser" den für ihn gibt es nur Basketball und vermießt dadurch den sportintresierten Behinderten Menschen den Zugang zum Behindertensport. Diesen Mangel wird von den Verantwortlichen aber nicht gesehn Leider.
Hr Zankl hat Österreich von A in die B und danach in die C Division geführt. Jeder andere Coach wäre bereits 3 mal gefeuert worden.
Österreich konnte sich vor 24 Jahren ein mal für die Paralympics qualifizieren.
Das Nationalteam ist abgestiegen, da Hr Zankl nicht in der Lage war seine Mannschaft auf eine schlechte slowenische Mannschaft einzustellen. (Niederlage um einen Punkt nach Führung im 3. Viertel)
Über einen Spieler der österreichischen Natio war vor einem Jahr ein Bericht im Standard und dieser würde sehr wohl auf diesem Niveau mitspielen können.
Leider verzichten einige Spieler nach den Trainerleistungen eines Hr Zankl auf das Nationalteam.
ich versteh den zankl! hab selbst vor kurzem probiert, wie es ist, in einem (leicht sportlichen, dh mit leicht schrägen rädern) rollstuhl zu sitzen, weil ich's wissen wollte. ich hatte von ca. 5 min probieren einen muskelkater beim ersten mal, aber war sofort fasziniert vom "gerät" ansich. schade, daß es so stigmatisiert ist!
hab mir gestern usa-d angeschaut. war wirklich imposant und sollte jedem, der ganz schnell in so eine situation kam hoffnung geben, doch noch spaß am leben zu haben. obwohl ich mich manchmal frage, wie es denen geht, die es nicht zu den paralympics geschafft haben, weil sie zu schwach für den kader waren?
...spitzensportler werden. amateurspiele oder was ganz anderes? studieren anfangen? bücher schreiben? etc. die welt hat noch viel zu bieten, wenn man "keine" beine mehr hat. schwieriger ists, wenn man komplett gelähmt ist..auch wenn es zynisch klingt, es gibt "schlimmeres".
genauso wie als nicht-behinderter. aber es gibt eben einige denen das wahnsinnig viel spaß macht und denen es auch viel gibt zu zeigen, dass ein dasein im rollstuhl eben kein hindernis sein muss um das zu machen was in unserer gesellschaft so wichtig ist: sport auf höchstem niveau.
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