Nur 28 Prozent nutzen jährliche Vorsorgeuntersuchung

6. September 2012, 16:32

Mehr als jeder dritte Österreicher fühlt sich gesund und geht deshalb nicht zum kostenlosen Gesundheitscheck

Wien - Wenig überraschend: In Österreich korreliert die Inanspruchnahme der kostenlosen Vorsorgeuntersuchung mit dem Alter. Während 19 Prozent der unter 30-Jährigen das Angebot der Krankenkassen einmal jährlich in Anspruch nehmen, nutzen es laut einer Umfrage des Makam-Instituts 37 Prozent der über 60-Jährigen. Insgesamt gehen 28 Prozent der Österreicher jedes Jahr und weitere 22 Prozent zumindest alle zwei bis drei Jahre zum Gesundheitscheck

Gesund leben und fühlen, außerdem keine Zeit

Die Argumente gegen eine jährliche Vorsorgeuntersuchung sind vielseitig: 36 Prozent fühlen sich gesund und sehen deshalb keine Notwendigkeit prophylaktisch zum Arzt zu gehen. Ganz ähnlich argumentieren 19 Prozent mit ihrem gesunden Lebensstil, der keinen Gesundheitscheck erforderlich macht. 20 Prozent gehen nur zum Arzt, wenn es irgendwo schmerzt. Fehlende Zeit ist für 16 Prozent ein Grund, nicht zur Vorsorgeuntersuchung zugehen. 28 Prozent der unter 30-Jährigen sehen aufgrund ihrer Jugend keine Notwendigkeit einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung. Sieben Prozent glauben nicht, dass sie eine jährliche Vorsorgeuntersuchung vor schweren Krankheiten schützt und sehen somit keinen persönlichen Nutzen. (APA/red, derStandard.at, 6.92012)

Zur Methode:

Telefonische Befragung (CATI)
n=500 Befragte ab 15 Jahren

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11 Postings
...wenn ELGA kommt, werden es dann noch weniger sein...

wo kann man denn eine erweiterten Cholesterintest machen bei dem LDL-Particle anzahl gemessen wird?

wer suchet

der findet.

ja und?

eh schlau, z.b. ein melanom zu finden bevor es zum krebs wird. oder eine herzerkrankung im ansatz zu entdecken und medikamentös behandeln zu können anstatt brustkorb aufsägen und einen bypass legen...

datenschutz / arztgeheimnis

weiss leider nicht ob das arztgeheimnis
noch immer bei der vorsorgeuntersuchung
unterwandert wird/werden kann, wie
in diesem artikel veranschaulicht wird:

http://www.quintessenz.at/d/000100003381

Vorsorgeuntersuchung ist nur sinnvoll in einem Ambulatorium od ähnl

beim Hausarzt gibts ja nur eine ruckzuck Blutdruckmessung (nach der Blutabnahme!) Harnabgabe und wenn man älter ist das Blut im Stuhl Testbrieferl zum mitnehmen, dann kann man schon wieder gehen, nach ein paar Tage dann ein kurzes Abhören und die Werte checken, das wars schon, das dient da wohl eher dem Auffetten der sonst ja dürftigen Hausarzthonorare, aber meint man wirklich, damit ausreichend Vorsorge zu betreiben?
da hilft wohl nur das Aufsuchen eines Krankenhauses, Ambulatoriums etc mit den entsprechenden umfassenden Gesundheitschecks

idr reicht der hausarzt

in verbindung mit einem blutbefund. und so ein dillo wie sie ihn hier an die wand malen ist der ja nicht.

weils eine Farce ist

die von der Kasse unter dem Titel Vorsorgeuntersuchung bezahlten Bluttests sind lt. meinem Hausarzt wenig aussagekräftig, da zu wenige Werte getestet werden dürfen. Von div. Tumormarkern ganz zu Schweigen - da wenden wir lieber später ein Vielfaches für die Therapien auf - z.B. Prostata
> da verdienen die Pharmakonzerne und ihre Lobbyisten mehr - ein gesunder Mensch oder im Frühstadium erkannte Erkrankungen bringen keine Kohle :-(((((

es wäre aber auch ein grotesker unfug

tumormarker bei 30-, 40-jährigen ohne indikation zu testen.

also die Vorsorgeuntersuchung bei der SVA war gut für nix.

z.B. Muttermalkontrolle OHNE Vergrößerungsglas in 2 Minuten ohne Blick unter die Achseln oder zwischen die Beine.

Ich hätt's wissen müssen: was nix kost' bringt nix.

Muttermalkontrolle lasse ich jedes Jahr im AKH machen. Habe führer die Vorsorgeuntersuchung machen lassen. Bin aber nicht überzeugt davon

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