Eröffnung der 30. Biennale von Sao Paulo

Bis Dezember werden 3.000 Werke von 110 Künstlern präsentiert

Sao Paulo   - Mit 3.000 Werken von 110 Künstlern aus aller Welt zeigt die Biennale von Sao Paulo auch bei ihrer 30. Auflage einen Querschnitt internationaler zeitgenössischer Kunst. Unter dem Titel "A iminencia das poeticas" (Etwa: "Nahes Bevorstehen der Poetik") werden von 7. September bis 9. Dezember unter anderem Skulpturen, Installationen, Bilder sowie Tanz- und Hörprojekte präsentiert.

Chefkurator der Biennale ist der in New York lebende Venezolaner Luis Perez-Oramas. An der Ausstellung nehmen sechs Museen teil, darunter das "Museu de Arte de Sao Paulo" (MASP). Auch im öffentlichen Raum sind Werke zu sehen.  Bei der 30. Ausgabe wurden bewusst weniger bekannte Künstler eingeladen. Über die Hälfte der Exponate wurde nach Angaben der Veranstalter noch nie ausgestellt oder extra für die Biennale geschaffen. Zum Programm gehören auch zahlreiche Seminare, Workshops und Vorträge mit Künstlern, Filmvorführungen und diesmal als Neuheit auch das Biennale-Radio "BSP" von Sarah Washington und Knut Aufermann. Das 24-Stunden-Programm kann auch live im Internet gehört werden.

Die Biennale von Sao Paulo wird seit 1951 ausgerichtet und ist nach Venedig die zweitälteste Kunstbiennale. Das Biennale-Zentrum ist seit 1957 in dem von Brasiliens Star-Architekten Oscar Niemeyer entworfenen Pavillon Ciccillo Matarazzo im Ibirapuera-Park, der "grünen Lunge" der Elf-Millionen-Metropole.   (APA, 6.9.2012)

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