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Die Rede von Bill Clinton in voller Länge und hier im Wortlaut.
vergrößern 959x600Am Mittwochabend war Bill Clinton dran. Nachdem zuvor Michelle Obama und Julian Castro in ihren Reden beim Parteitag der Demokraten in Charlotte erklärt hatten, warum niemand anderer als der amtierende Präsident Barack Obama die Probleme des Landes lösen könne, betrat schließlich der ehemalige US-Präsident das Podium.
Seine Aufgabe war nicht einfach. Es galt, den politischen Konkurrenten anzugreifen, aber nicht zu frontal, nicht zu harsch, denn das könnten die Wähler übel nehmen. Aber Clinton wurde seiner Rolle gerecht. Anders als in der emotionalen und höchst persönlichen Rede von Michelle Obama, die vor allem den familiären Hintergrund ihres Mannes ins Zentrum rückte, ging es diesmal um Inhalte.
"Wir sind hier, um einen Präsidentschaftskandidaten zu nominieren. Und ich habe da jemanden im Kopf", sagte Clinton am Beginn seiner Rede und begann mit zielsicheren rhetorischen Spitzen den derzeitigen Zustand der Republikaner zu beschreiben. Diese würden nur den Hass auf die Demokraten schüren: "Ich war oft nicht einer Meinung mit Republikanern, aber ich habe es nie gelernt, sie so zu hassen, wie die Rechte, die mittlerweile deren Partei kontrolliert, es schafft, unseren Präsidenten und andere Demokraten zu hassen." Ein Kunstgriff, mit dem Clinton es vermied, die Republikaner direkt anzugreifen. Die Samthandschuhe habe er zwar ausgezogen, Gemetzel sei es dennoch keines geworden, schrieb das US-Magazin "The Atlantic".
Clinton sprach direkt den "Are we better off?"-Slogan der Republikaner an und beantwortete die Frage, ob es dem Land heute besser gehe, eindeutig mit Ja. Obama habe viele Probleme von seinem republikanischen Vorgänger George W. Bush geerbt, und Obama jetzt vorzuwerfen, es sei noch nicht alles wieder in Ordnung, sei kein faires Argument. "Kein Präsident, weder ich noch einer meiner Vorgänger, hätte den Schaden, den er vorfand, innerhalb von nur vier Jahren beheben können."
Obwohl noch nicht alles fantastisch sei, gehe es den USA doch besser als vor vier Jahren. Der "Recovery Act" von 2010 habe hunderttausende neue Jobs gebracht, genauso die Rettung der Automobilindustrie. Die erwartete Lobeshymne auf die Gesundheitsreform lieferte Clinton ebenso wie die Attacke auf die Republikaner wegen der fehlenden Budgetpläne. Clinton kritisierte Romney für das Fehlen konkreter Vorschläge, wie er das Budgetdefizit der USA unter Kontrolle zu bringen gedenke. Es sei unverantwortlich, Steuersenkungen und gleichzeitig eine massive Erhöhung des Militärbudgets zu versprechen und nicht zu sagen, wie diese Vorhaben finanziert werden sollen.
Den letzten Abschnitt seiner Rede widmete Clinton den kommenden vier Jahren. Die Wähler müssten sich entscheiden, welche Zukunft sie für ihr Land wollen. Alle letzten Sätze Clintons beginnen mit "Wenn Sie glauben, dass ..." und enden mit "... müssen Sie Obama wählen". (Michaela Kampl, derStandard.at, 6.9.2012)
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Er ist sicher ein netter Kerl, kann wunderbar auf Leute zugehen, guter Redner, und er war das Opfer eines Putschversuchs der Republikaner, keine Frage.
Aber er ist auch ein begnadeter Opportunist.
ja, der Mensch Clinton ist kein schlechter Kerl. Allerdings ist die Erinnerung an seine Amtszeit etwas verklärt. Zwar hat er es geschafft kurzfristig einen Haushaltsüberschuss im Budget zu erzeugen, gleichzeitig war er mit seinem Grundsatz 'jedem Amerikaner sein Haus in der Vorstadt' maßgeblich daran beteiligt die Immobilien Blase, später bekannt als "Subprime mortgage crisis", massiv voranzutreiben. Und auch die dot com Blase bahnte sich unter seiner Amtszeit an. Dennoch, bis zum Tag seines Abdankens waren es im vgl. zu heute noch wahrlich glorreiche Zeiten :)
Was hätte ein Präsident gegen die Dotcom-Blase tun sollen? Soll man staatlich regeln, wie der Wert von Aktiengesellschaften bestimmt wird? Soll der Preis von Unternehmen nicht durch den freien Markt, sondern durch ein staatliches Komitee bestimmt werden?
Die Immobilienblase wurde übrigens auch nicht durch Hausbauer oder -käufer ausgelöst, sondern durch Kreditnehmer, die ihr bereits vorhandenes Eigenheim als Sicherheit gegeben haben. Und das hat auch noch nicht zur Subprimekrise geführt: Dazu kam es erst dadurch, dass tatsächlich schlechte Kredite als angeblich sichere CDOs weiterverkauft wurden.
Wohl vor allem die, die die Blase überhaupt entstehen lassen haben bzw nichts gegen ihre Entwicklung unternommen haben. Clinton/Greenspan haben nicht nur nichts dagegen unternommen, sondern im Gegenteil mit ihrer Niedrigzinspolitik die Fehlentwicklung angeheizt. Clinton wollte halt Sozialpolitik machen, ohne dafür in den Staatssäckel zu greifen (wohl auch, weil das gar nicht drin gewesen wäre), so nach dem Motto: Tun wir was für den (unteren) Mittelstand, indem wir ihm eine billige Hausbaufinanzierung ermöglichen – ob überhaupt eine entsprechende Kreditwürdigkeit besteht, ist nicht sooo wichtig. Und seine Werkzeuge dazu waren die Fed und die (halb-)staatlichen Mortgage-Finanzierer. So gesehen, kann man Clinton schon eine Mitschuld geben.
clinton hat in jugoslawien das pilotprojekt für die welt-bürgerkriegs-strategie der FI durchgezogen, obama mit der erzeugung des libyen-bürgerkriegs die demokratische nicht-alternative zu den republikanischen bush-präsidenten fortgesetzt.
clinton und obama sind intelligent genug, um über ihr pseudoalternatives rollenspiel bescheid zu wissen und würden sich nichts mehr wünschen, als amerika von der dikatur der FI (finanzindustrie) bzw. des CFR (council of foreign relations), das mit der FI weitgehend identisch ist, zu befreien. sie sind zu schwach dazu.
nur eine neue, entschlossene, gewaltlose und massive revitalisierung der 99% bewegung könnte auch clinton und obama zu rebellen machen und den vollen WK III noch abwenden.
BGE.
war meines Erachtens nicht so sehr die rhetorische Brillanz, obwohl natürlich vorhanden.
Die Überzeugungskraft rührt wohl mehr von dem Umstand her, dass Clinton die Fakten auf seiner Seite hatte.
Was für ein wohltuender Unterschied zum verlogenen Geblöke eines Paul Ryan.
Meines Erachtens versagen hier die US-Medien, wie so oft, wenn es um Republikaner geht. Nach Ryan's Auftritt in Tampa, den man nur als schändlich bezeichnen kann, müsste die Debatte doch darum kreisen, ob so eine Person überhaupt würdig ist, Vizepräsident zu werden.
Romney müsste Druck ausgesetzt sein, diesen verlogenen Schweinehund fallen zu lassen.
http://www.rasmussenreports.com/public_co... ex_history
Vielleicht weil sich 3 x soviele Leute das Spiel Cowboys vs. Giants angesehen haben anstatt die Lobhudelei über Clintons eigene Amtszeit?
http://tvbythenumbers.zap2it.com/2012/09/0... ge/147493/
was wollt ihr?
einen totalkonservativen republikaner?
einen waffenindustriehörigen mormonen (wie geht sich das aus?)
einer, der denkt, dass lesben/schwule in den abort gehören.
ach mir kommt das kotzen!
obama befreit!
und er wird gewinnen. nur dann kehr ich nochmals nach nyc zurück.
ich hab den sicheren instinkt, das geht sich aus!
diese big0tte tea party: frage nicht, wie es da bei den partys wirklich zugeht;-)
und danke nochmals mr clinton: es war eine schöne, wunderbare, tolle, bahnbrechende rede!
mir kommen ja schon wieder die tränen...
dass er Gitmo nicht auflösen konnte, zeigt wohl, dass sich Guantanamo, das Obama nicht zu verantworten hat (!!!) sich nicht so leicht auflösen lässt - ansonsten hätte er es getan, da es ein wichtiges Wahlversprechen war. Dies Obama anzulasten ist also zumindest problematisch - denn auch als US-Präsident kann man nicht zaubern
Haben Sie sich die Rede von Clinton angeschaut? Haben Sie auch auf das Publikum geschaut? Dort waren Schwarze, Weiße, Latino, Pensionisten, Hispanics, Frauen, Männer, Ärzte, usw. eine unglaubliche Mischung aus allen Bevölkerungschichten- und teilen. Und dann vergleichen Sie dieses Bild mit jenem des republikanischen Parteitages, dort hat es eine derartige Mischung nicht gegeben. Die Demokraten sprechen eine größere Anzahl von verschiedenen Bevölkerungsteilen an als die Republikaner.
Wie erkennen Sie einen Arzt in einer Menge von 10,000 Leuten? Am weissen Kittel und am Stethoskop?
Und ich weiss auch nicht, warum es eine gute Sache sein soll, dass die Menschen dauernd in Rassen aufgeteilt werden.
Wie waer's, wenn wir aufhoeren wuerden, die Menschen nach ihrer Hautfarbe einzuteilen und mal anfangen wuerden, Politik fuer alle Menschen zu machen, unabhaengig von ihrer Rasse? Das waere mal eine revolutionaere Idee, oder?
Diese absolute Besessenheit mit der Hautfarbe von Menschen, die die Demokraten da an den Tag legen, ist naemlich schon irgendwie seltsam.
nur irgendwie pervertierst du dann deinen Grundsatz, in dem du meinst, dass die Partei, die alle anspricht, auf eben diese fixiert ist...
Welche Partei wird wohl in den Staaten, in denen Segregation immer noch zum praktischen Alltag gehört, zumeist gewählt?
Romney hat darauf unlaengst eine Antwort gegeben. "We have a wide range of opinion, but at the end of the day, we all treat everyone the same."
Die Demokraten vertreten "identity politics." Sie sprechen also in Wirklichkeit nicht alle gleich an, denn ein Farbiger wird von ihnen anders behandelt als ein Weisser.
Das englische Wort dafuer ist "racisist". Menschen werden nach ihrer Hautfarbe beurteilt und dementsprechend verschieden behandelt. Schwarze bekommen von ihnen gewisse Verguenstigungen, aber das ist "the soft bigotry of low expectations".
Im Sueden an sich gibt es keine Segregation. Die gibt es nur in den grossen Metropolen, ueberall in den USA, und die wiederum werden praktisch ausschliesslich von den Demokraten regiert.
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