Ermittlungen wegen möglichen Diebstahls von Mitt Romneys Steuerdaten

Unbekannter will Lösegeld für Nichtveröffentlichung - Putin will Obama

Washington - Ein Unbekannter hat möglicherweise sensible Steuerdaten des US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney gestohlen. Es seien entsprechende Ermittlungen eingeleitet worden, teilte ein Sprecher der US-Sicherheitsbehörde Secret Service am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die Untersuchungen wurden ausgelöst, nachdem ein Unbekannter im Internet Lösegeld für eine Nichtveröffentlichung der Steuerunterlagen gefordert hatte.

Der Erpresser demnach will die Daten aus einem Büro der Firma PriceWaterhouseCoopers (PWC) im Bundesstaat Tennessee entwendet haben. PWC teilte über seinen Twitter-Account mit, dass das Unternehmen in dem Fall mit dem Secret Service zusammenarbeiten werde. Es gebe bisher keinen Beweis dafür, dass sich jemand unerlaubt Zugang zu den Unterlagen verschafft hätte.

Wer zuerst zahlt ...

In seiner Mitteilung auf der Internetplattform pastebin.com forderte der anonyme Erpresser eine Million Dollar, die bis zum 28. September an eine bestimmte Adresse überwiesen werden sollten. Laut der Nachricht könnten auch andere Interessierte die Steuerdaten erwerben, sollten sie die geforderte Summe zuerst überweisen.

Der auf 250 Millionen Dollar (199 Mio. Euro) geschätzte Reichtum des Republikaners Romney und seine Steuermoral gehören zu den umstrittensten Themen im US-Wahlkampf. Romney legte bisher lediglich eine Einnahmenschätzung für das vergangene Jahr sowie seine Einkünfte im Jahr 2010 über fast 22 Millionen Dollar offen. Darauf zahlte er einen Steuersatz von 13,9 Prozent. Die Steuerbescheide aus früheren Jahren hält Romney dagegen unter Verschluss.

Putin-Wahlkampfhilfe für Obama

Kremlchef Wladimir Putin hat nun für seinen Kollegen Barack Obama Partei ergriffen und dessen Herausforderer Mitt Romney kritisiert. Es sei ein schwerer Fehler, dass Romney Russland als größten geopolitischen Gegner bezeichne, sagte Putin dem englischsprachigen Staatsfernsehsender Russia Today (Donnerstag).

Falls der Republikaner gewinne, werde er das von Moskau abgelehnte Raketenabwehrsystem in Europa sicher gegen Russland einsetzen, sagte Putin. Hingegen biete eine Wiederwahl Obamas Chancen für eine Lösung des Problems. „Ich glaube, dass er ein aufrichtiger Mensch ist und wirklich viele Veränderungen zum Besseren will.“ (APA, 6.9.2012)

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6 Postings

Also will Putin Romney als Präsidenten...

war auch mein erster gedanke :D

Toll, Putin als "Wahlhelfer"

Wenn er Obama wirklich helfen wollte, würde er sagen: "Den Romney rauch in der Pfeife. Hoffentlich wird Obama nicht wiedergewählt, das würde die Machtinteressen Russlands schwächen"

Das ist doch nur wieder eine weitere Revolver-Geschichte, die von den Demokraten inszeniert wurde, um Mitt Romney schlecht zu machen.

Ich frage mich schon wann die Demokraten endlich kapieren, dass es Herrn Obama nichts bringen wird, wenn sie andauernd auf Mitt Romney herumhacken. Obama hätte Erfolge bei der Bekämpfung der schwächelnden US-Wirtschaft gebraucht, aber da er die nicht vorweisen kann und ich auch nicht davon ausgehe, dass bis zum Wahltag auf einmal doch noch die große Trendwende kommt, wird Obama Anfang nächsten Jahres sein Büro räumen müssen.

Sie sind scheinbar in der glücklichen Position, durch die republikanische Propaganda so sehr verblödet worden zu sein, dass Sie nicht mal mehr mitbekommen, wie abgekoppelt von jeglicher Realität sich Ihre Meldungen lesen. So geflissentliches Ignorieren von Obamas Erfolgen (und ja, da gibt es einige) kombiniert mit beachtlicher "willful blindness" gegenüber Romneys Geschichten kann nur trolling oder grenzpathologisch sein.

Was meinen Sie mit "Romneys Geschichten"?

Dass er das Finanzamt um Milliarden Dollar an Steuern betrogen hat und dem Finanzamt ist es nicht aufgefallen?

Oder dass er schuld am Krebstod von unzaehligen unschuldigen Frauen ist?

Beide Geschichten haben mir die Demokraten erzaehlt und alles was die Demkraten mir ueber Romney erzaehlen, ist wahr.

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