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Zu Fuß in der Natur unterwegs zu sein, ist ein wirkungsvolles Ausdauertraining und die beste Art der Vorbeugung gegenüber Krankheiten wie Stoffwechselstörungen, Diabetes, Arterienverkalkung, Venenerkrankungen, Übergewicht und Herzinfarkt. Wandern kann ähnlich wie das verwandte Walking sogar eine regelrechte Therapie sein, berichtet der deutsche Reportagedienst obx-medizindirekt. Eine österreichische Studie habe etwa ergeben, dass Bergwandern bei Menschen mit einer Vorstufe von Diabetes den Ausbruch der Diabetes verhindern beziehungsweise erheblich verzögern konnte und eine ganze Reihe von wichtigen Wirkungen auf Kreislauf und Stoffwechsel hat.
Die Studie wurde im Flachland wiederholt - die Ergebnisse waren die gleichen. Es zeigte sich, dass die Wanderkur nachhaltig das Immunsystem stärkt, den Stoffwechsel normalisiert, den Herzmuskel trainiert, die Durchblutung der Lunge optimiert, das Risiko für Gefäßverschlüsse verringert, die Nährstoffversorgung des Gehirns deutlich verbessert und schließlich doppelt so viel Fett verbrennt wie eine sitzende Tätigkeit.
Risiken und Nebenwirkungen gibt es beim Wandern kaum - von einem Muskelkater nach einer langen Wanderung abgesehen. Dafür stellen sich durch Wandern auch wünschenswerte geistige und seelische Wirkungen ein: Die Konzentrationsfähigkeit steigt, und das Naturerlebnis vertreibt Müdigkeit ebenso wie depressive Stimmungen. Durch die ansteigende Ausschüttung von Botenstoffen und Hormonen wird die Stimmung ganz allgemein verbessert. Weil das so ist, nutzen neuerdings viele Kliniken und Kureinrichtungen das Wandern als gezielte Therapie.
Geführte Wanderungen werden bei allen möglichen Krankheiten als heilsam angesehen: Bei Diabetes und Herzkrankheit, bei Rheuma und Krebs, bei Fettsucht und Rückenschmerzen, bei Neurodermitis und Tinnitus sowie Depressionen und Angststörungen. Selbst in der Suchttherapie und bei Umwelt-Krankheitsbildern wie dem "Sick Building Syndrom" unterstützt das Wandern die klinische Behandlung. (red, derStandard.at, 6.9.2012)
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