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vergrößern 645x7851948 wurde das Beverly Hills Hotel rosa gestrichen, daher auch sein Name "Pink Palace".
vergrößern 500x646Rita Hayworth mit Kapuze am Pool des Hotels.
vergrößern 500x628, Marilyn Monroe vor ihrem Lieblingsbungalow (Nr. 7).
vergrößern 500x623Marlene Dietrich in der Polo Lounge Bar des Hotels, wo sie sich gegen das Hosenverbot für Frauen auflehnte.
"Auf halbem Weg zwischen Los Angeles und dem Meer" beschreibt Margaret Anderson die Adresse auf den Eröffnungseinladungen des Beverly Hills Hotel, das sie im Jahre 1912 bauen lässt. 500.000 Dollar kostet der Luxuskasten mitten in der Pampa, einer Gegend, die noch fünf Jahre zuvor "Rancho de las Aguas" heißt. In den darauffolgenden 100 Jahren wächst rund um diesen Flecken die Mega-City Los Angeles samt ihrer Glamourfabrik Hollywood, durch deren Traumwelt man kaum besser tapsen kann als im Beverly Hills Hotel. Und dieses gratuliert sich heuer zum 100. Geburtstag. Rosa ist der "Pink Palace" übrigens erst seit 1948, angeblich reflektiert dieser Farbton das kalifornische Sonnenlicht wie kein anderer.
Das Haus am Sunset Boulevard ist ein nicht unkitschiger Mischmasch aus Art déco und Hollywood-Glamour-Style. Man könnte sich auch vorstellen, dass es bei Ivana Trump ein bisschen so aussieht. Die Anlage verfügt heute über prächtig blühende Gärten, 210 Zimmer, Suiten und einen Haufen Bungalows. Apropos: Während der Dreharbeiten zu Let's make love bewohnten Marilyn Monroe und Yves Montand die Bungalows 20 und 21 und heizten ordentlich die Gerüchteküche an, die in diesem Hotel allerdings sowieso rund um die Uhr köchelte. Angeblich turtelten hier auch nicht unbedingt offiziell Carole Lombard mit Clark Cable sowie Spencer Tracy und Katharine Hepburn. In den 1970ern hausten dann John Lennon und Yoko Ono in einem der Bungalows. Besser kannte diese Bleibe allerdings Elizabeth Taylor. Mit sechs von acht ihrer Gatten, darunter auch Richard Burton, flitterte sie hier. Bleibt zu hoffen, dass sie nicht nur ihre Gatten, sondern auch die Zimmernummer wechselte. Kennengelernt hat die Diva das Haus allerdings schon früher, ihr Vater führte eine Zeit lang eine Kunstgalerie im Hotel. Am allermeisten zu Hause dürfte sich hier der Milliardär und schräge Vogel Howard Hughes gefühlt haben. Mehr als 30 Jahre zahlte er die Zeche für einen Bungalow und parkte einen Cadillac so lange in der Nähe des Hotels, bis die Botanik von ihm Besitz ergriff.
Hotspot für First-Class-Seitenblicke
In gewisser Weise ähnelt der "Pink Palace" dem Märchenschloss von Disney-Land, mit dem Unterschied, dass die Märchenfiguren, die seit 100 Jahren hier ein und ausgehen, echt sind. Marlene Dietrich zum Beispiel setzte durch, dass das Hosenverbot in der Polo-Lounge aufgehoben wurde, einem Ort, wo nicht nur das Rat Pack so manchen Drink tankte. Johnny "Tarzan" Weissmüller rettete angeblich ein Mädchen aus dem legendären Pool, der unter anderem ein Drehort des Streifens Designing Woman mit Gregory Peck und Lauren Bacall war. Es ist anzunehmen, dass in keinem anderen Gewässer mehr Stars planschten als hier. Auch dürften an keinem Flecken von Los Angeles derart viele frisch verliehene Oscars genächtigt haben als innerhalb dieser Mauern.
Das legendäre Haus, das auch das Cover des Eagles-Album Hotel California ziert, lebt nicht unbedingt von seiner Architektur, es ist die Geschichte, der Mythos Hollywoods, der hier in Mauern gehauen zu sein scheint und noch immer das perfekte Revier für Hollywood-Träumelinchen und Pastell-Fans repräsentiert. Hier haben sie die Möglichkeit, mit Palmenblättern verzierte Wände zu tätscheln, die so vieles erzählen könnten, wenn sie könnten. Auch wenn die große Traumfabrik Hollywood nicht mehr so glamourös funkelt wie zu Zeiten Gary Coopers, Ingrid Bergmanns oder Billy Wilders und das Beverly Hills Hotel bezüglich Styling an manchen Stellen wirkt, als würde sein Besitzer ziemlich schräge Pudelrassen züchten, ist dieser Ort noch immer der Hotspot für First-Class-Seitenblicke auf Stars wie Mark Wahlberg, Katy Perry, Mary J. Blige, Russel Crowe und viele andere. Aber das Hotel kann noch mehr: Cary Grant, auch kein Unbekannter in dieser Ecke, sagte einmal: "Jeder möchte Cary Grant sein, sogar ich möchte Cary Grant sein." Im Beverly Hills Hotel wird der Wunsch nach einer Verwandlung in Cary Grant oder Grace Kelly zwar nicht erfüllt, aber über die plüschigen Flure des Hauses zu wandeln, einen Drink in der Polo Lounge zu schnappen oder ein bisschen am Pool zu bräteln und sich zu fragen, ob das nicht Peter Fonda ist, der da gerade auf und ab krault, all das schafft ein kleines bisschen Abhilfe - zumindest bis zum Auschecken. (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 7.9.2912)
Buchtipp: Ein Nachkomme der Hotelgründerin Margaret Anderson brachte anlässlich des 100. Geburtstags den Wälzer "The Beverly Hills Hotel and Bungalows - the first 100 Years" heraus. Bezugsquelle: thebeverlyhillscollection.com; www.beverlyhillshotel.com
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interessanter artikel
aber vielmehr ist (für mich) interessant, dass ich heute über den artikel arnault gestolpert bin. beim stöbern habe ich erfahren, dass er eine art allianz mit guinness eingegangen ist. und guinness klärt seine biere unter hinzufügung von hausenblasen
wollt ich jetzt nur los werden
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