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Zu Stoßzeiten sieht es in vielen Straßenbahngarnituren weniger bequem aus. Die Wiener Linien wollen durch weniger Sitzplätze mehr Raum schaffen.
"Wien darf nicht Tokio werden", kritisiert die FPÖ und spielt auf das dort eingesetzte Zugpersonal an.
Wien - Um überfüllte Straßenbahnen zu entlasten, entfernen die Wiener Linien Sitzplätze aus den Niederflur-Garnituren. Ein Pilotversuch soll zeigen, ob damit die Platzprobleme in den notorisch überfüllten Linien behoben werden können. Vorerst wurden zweimal drei Doppelsitzreihen aus einem Wagen der Linie 43 entfernt, berichten "Wiener Zeitung" und "Kurier". "Der 43er ist eine Linie, die ohne Zweifel sehr stark frequentiert ist", so ein Sprecher des Verkehrsbetriebs.
Ab kommendem Montag wird die Tram mit zwölf Sitzplätzen weniger, aber 16 Stehplätzen mehr zwischen Neuwaldegg und Schottentor im Einsatz sein. Der neu geschaffene Raum soll nur nachrangig einer Kapazitätserhöhung dienen. In erster Linie sollen die Passagiere durch den freigeräumten Eingangsbereich den Zug schneller besteigen und verlassen können und somit zu schnelleren Abfertigungszeiten beitragen. Zudem soll Rollstuhlfahrern und Passagieren mit Kinderwagen das Ein- und Aussteigen erleichtert werden.
Die seit dem Vorjahr um 20 Prozent gestiegene Zahl an Jahreskartenbesitzer sei der Hauptgrund für die zunehmende Enge in den öffentlichen Verkehrsmitteln, so Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) im "Kurier". Dass dafür Maßnahmen wie der Ausbau von Sitzen herangezogen würden, bleibt nicht ohne Kritik. Pensionistenvertreter befürchten, dass für Senioren in Zukunft noch weniger Sitzmöglichkeiten bleiben.
FPÖ und ÖVP stellen die Praxis, noch mehr Leute als bisher in den Garnituren befördern zu wollen, generell in Frage. "Ich warte jetzt nur noch, dass wie in Japan seitens der Stadtregierung eine eigene 'Kapperltruppe' ins Leben gerufen wird, um die Fahrgäste in die öffentlichen Verkehrsmittel zu drängen", spielt der Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka auf die in Japans Hauptstadt anzutreffenden Oshiya an.
Der Testbetrieb in Wien soll einige Monate dauern. Danach werden die Rückmeldungen von Fahrgästen ausgewertet. Eine Entfernung von Sitzplätzen in U-Bahnen ist nicht geplant, so die Wiener Linien. (red/APA, derStandard.at, 6.9.2012)
Wiener Linien verzeichneten seit Einführung im September 2010 rund 14,2 Millionen Fahrgäste
Öffentlicher Verkehr in der Verkehrsregion Ost hatte 2012 um knapp vier Prozent mehr Fahrgäste
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Da ich zurzeit in China arbeite und zur Arbeit immer mit dem Bus fahre weiß ich echt nicht warum man in den Straßenbahnen Wiens mehr Platz schaffen will. Die Menschen, welche dringend einen Platz nötig haben bekommen ihn eh durch bereits sitzende Personen angeboten und die anderen sollen halt stehen. Egal zu welcher Uhrzeit ich in Wien unterwegs bin, ich komme IMMER in die Straßenbahn hinein. Und einfach wieder heraus. In China muss ich schon sehr viel Glück haben wenn ich zur Hauptverkehrszeit in einen Bus hineinkomme.
Man sollte sich in Wien lieber Gedanken über die Preise und vorallem über die Pünktlichkeit der Wiener Linien machen.
Meine Physiotherapeutin gab mir den Tipp, meine Übungen nicht immer zur selben Stunde, am selben Platz zu machen. Am besten in den öffentlichen Verkehrmitteln, im Lift; einfach überall kann man sich betätigen.
Insofern hielte ich es auch für akzeptabel, wenn Sitzplätze eingespart werden, die ja doch nur von Schwangeren, Senioren und Gebrechlichen belegt werden, anstatt die Intervallzeiten zu verkürzen oder längere Züge zu kaufen. Wenn alle in der Kurve sich zu einem Knäuel lustvoll stöhnenden Fleisches zusammenballen, ist das doch eine ganz neue Erfahrung der körperlichen Nähe im anonymen Großstadtdschungel.
Zusätzlich zu den Gummiautomaten ein paar Fitnessgeräte, Reckstangen, Pezzi-Bälle usw. verbauen, und ich bin glücklich.
wo sollen sich dann jene menschen, die sich immer außen auf der leeren doppelbank platzieren, hinsetzen?
die sind ja dann völlig überfordert, weil sie keine sitzplätze mehr blockieren können.
weiters sollte die stadt wien straßenbahnberater einstellen, die den fahrgästen gute tipps beim ein- und aussteigen, sowie beim richtigen aufschlichten geben.
mehr züge und kürzere intervalle bringen übrigens gar nichts, das braucht man gar nicht versuchen.
verwundert mich dabei aber am Meisten.
Ein höfliches "Darf ich bitte" reicht eigentlich, um sich hinzusetzen.
Was machst du, wenn du bei der Scheibe sitzt, und daneben jemand anderer sitzt und du nun aussteigen willst?
Blockiert dich dann derjenige, der am Gang sitzt?
Nicht jeder liebt es, an das Fenster gepickt zu sitzen.
Hab noch nie ein Problem gehabt, ah ja, einmal, da waren die Sackerl wichtiger, dass der oder die aufgestanden ist und ich konnte mich locker hineinsetzen. Wo ist IHR Problem bitte?
sich völlig cool in die Bank hineinzuwuzeln. Wenn Sie gut drauf sind, schicken Sie ein "gestatten" voraus. Ich seh nicht ein, warum ich gegenüber so unhöflichen Leuten rücksichtsvoll sein soll. Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie ihnen die Knie verdrahn oder auf die Füße steigen, das wirkt durchaus lehrreich.
....was habt ihr denn alle für ein problem?! ein öffentliches fahrzeug ist doch kein rollendes wohnzimmer! ist doch egal ob man steht oder sitzt! ich möchte nur schnell und billig von a nach b kommen! mehr nicht!
des weiteren sollten die sitze längs zur fahrtrichtung eingebaut werden, das spart auch viel patz ud schafft mehr raum für passagiere!
die Wartezeiten beruecksichtigt, die Fahrzeiten und die Gehzeiten. Kenn da einige im mittleren Alter mit Fersensporn, Krampfadern und co., da ist das lange Stehen eigentlich ziemlich muehsam. Fuer ein zwei Stationen setzt man sich eh nicht hin.
Schlimmer find ich, wenn die Leut die Sitzplaetze NICHT benutzen, obwohl die Bim uebervoll ist.
Kommt auf das Verkehrsmittel an. Im Fernverkehr wünsche ich es mir durchaus gemütlich mit Tischchen usw. auch und vor allem im Speisewagen (Railjet-Bistros sind eh schon zum Teil umgebaut, der alte Designer ghört ja wirklich… naja war vielleicht auf Wunsch des Bahnunternehmens, das keine Speisewagenfahrer mehr haben wollte, die dort zumindest gleich viel umsetzen wie der Fahrpreis ausmacht ;) ) und keine engen Fliegersitze (mögen diese angeblich auch noch so bequem und ergonomisch sein). Für wirkliche Kurzstrecken von 2-15 Min. können die Wagen/Busse hingegen durchaus etwas ausgeräumt werden.
Man denke nur an die ÖBB, die es trotz klar vorhersagbaren, periodischen Schwankungen ("Reisezeit", "Wochenende") nicht schafft, entsprechende Resourcen zu schaffen. Auch die Wiener Linien greifen zu drastischen Maßnahmen und nehmen die Züge auseinander.
Was ist eigentlich aus einfachen Lösungen geworden: Längere Züge und kürzere Intervalle?
ich musste mal- nur für kurze Zeit, täglich relativ lange mit so einer überfüllten Linie fahren- war ein Bus, aber egal.
Irgendwann bin ich dahinter gekommen, dass ich nicht so viel Zeit verliere, wenn ich zuerst zwei Stationen stadtauswärts fahre, und dann wieder ein Bus in die Richtige Richtung nehme, und so immer einen Sitzplatz hab. Bei der Station vor meiner Heimeinstiegadresse war eine große Umsteigestation. So war ich schon einen Station vor den ganzen Umsteigern im Bus und konnte sitzend lesen.
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