Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Soll Nokia in die Erfolgsspur helfen: Marko Ahtisaari.
Nokias Lumia-Telefone sind einzigartig. Nicht, weil sie als Produkte mit Windows Phone zu einer Minderheit gehören, sondern weil sie sich auch optisch von allen Android-Geräten, iPhones und selbst der Konkurrenz im eigenen Ökosystem unterscheiden. Hinter den schwarzen Telefonen mit den knallbunten Rändern und Abdeckungen steckt Marko Ahtisaari, der seit 2009 Chefdesigner des finnischen Konzerns ist.
"Unsere Produkte sind menschlich, sie sind natürlich.", sagt er im Interview mit Wired. "Sie sind niemals kalt. Das hat teilweise mit den Farben zu tun, aber auch mit dem Gefühl, wenn man sie in der Hand hat. Es sieht weniger aus wie ein Produkt aus einer Fabrik - obwohl es das ist - sondern wie ein Produkt das auf einem Baum gewachsen sein könnte. Die beste Beschreibung, die mir einfällt, ist ‚post-industriell‘."
Ahtisaari kommt eigentlich aus dem Webdesign. Bevor er zu einem Pionier in der Gestaltung von Internetseiten wurde, studierte er Wirtschaft, Philosophie und Musik-Komposition an der Columbia University. Nebenher war er als Bass-Spieler erfolgreich und wurde sogar mit einem Grammy Showcase Award ausgezeichnet.
Zur Jahrtausendwende kehrte er nach Finnland zurück und arbeitete bei Nokia. Wenige Jahre später verließ er das Unternehmen wieder und machte sich selbständig. 2009 kehrte er als Designchef zurück, nachdem Nokia das von ihm mitgegründete Unternehmen Dopplr gekauft hatte.
Als Finne lastet viel Verantwortung auf seinen Schultern, denn der einst unverwundbar wirkende Vorzeigekonzern im Handy-Bereich, der mit dem Aufschwung der Smartphones massiv ins Schlittern gekommen ist, scheint ein Teil der nationalen Identität geworden zu sein.
"Finnland ist eine manisch-depressive Nation, sowohl wegen des Wetters als auch wegen seinem Verhältnis mit Nokia", beschreibt Ahtisaari die Situation. Den Einblick dürfte er haben, denn sein Vater ist als Friedensnobelpreisträger (2008) und Ex-Präsident der wohl bekannteste Politiker des nordeuropäischen Landes.
"Ich habe Nokia nie wie ein nationales Projekt behandelt, nur als als etwas um großartige Produkte und zugängliche Technologie zu schaffen", so der Mann, der sich selbst ein wenig wie die Chelsea Clinton Finnlands fühlt. Wird der Druck zu groß, greift Ahtisaari zu einem traditionell skandinavischen Mittel und steigt in ein Eisloch. "Wenn du in traurigen Gedanken über die Industrie schwelgst, vergisst du alles, wenn du dort drin bist."
Seine Rolle umfasst aber mehr als die Gestaltung von Produkten. Ahtisaari hat sich in die Reorganisation des finnischen Riesen eingebracht, sein Team sichtbarer und wichtiger gemacht. Design spielt nun eine zentrale Rolle in der Entscheidungsfindung im Produktbereich. Nokias "alte Werte" wie Robustheit und Funktionalität werden mit Schönheit ergänzt.
Für die umstrittene Entscheidung Nokias, auf Windows Phone zu setzen, dessen Erfolg damals unabsehbar war, findet Ahtisaari lobende Worte. Denn Apple offeriert mit seinem System aus Apps und Ordnern einen Designweg, Android mit seinen Homescreens eine Variation davon. Die dritte Option, Windows Phone, unterscheidet sich mit seinen Livetiles, die Echtzeitinformationen der darunterliegenden App anzeigen. "Es ist ein anderer Zugang, der alles komplett abdeckt, was ein Smartphone können muss", sagt der Gestalter.
Er fühlt sich geschmeichelt, dass ein Apple-Anwalt im Monster-Prozess gegen Samsung ein Nokia Lumia präsentiert hattte. Mit dem Wortlaut "Nicht jedes Telefon muss wie ein iPhone aussehen." Er ergänzt: "In den Telefonläden sieht nichts aus wie das. Wir setzen es zusammen wie ein Buddelschiff." Der Konkurrenz aus Cupertino zollt er Anerkennung: "Der beste Art, wie man Mitbewerbern Respekt zollen kann, ist etwas bedeutend Besseres zu machen." (red, derStandard.at, 06.09.2012)
Link:
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy!
Google verlangte zuvor, die App aus dem Windows Store zu entfernen
Im Februar vorgestelltes Modell mit Windows Phone 8 und 4,3 Zoll großem Display
Marketing-Chef Sullivan spricht von drei Kernfaktoren, die die Position von Windows Phone stärken können
Mit 4,5 Zoll großem AMOLED und überarbeiteter PureView-Kamera - Hipstamatic-App Oggl veröffentlicht
Neues Windows-Phone-8-Modell vorerst nur beim US-Provider Verizon
Aktionäre raten Nokia, von Windows Phone zu Android zu wechseln - CEO Stephen Elop lehnt das ab
Kein Plan B, die Investoren verlieren die Geduld mit dem finnischen Konzern
In einer neuen Werbekampagne nimmt der Technologiekonzern den Streit zwischen iOS- und Android-Usern auf die Schippe
Im Sommer soll der Galaxy-Note-Rivale mit PureView-Technologie auf den Markt kommen
iOS sei für Terry Myerson langweilig und Windows Phone sei ein Start-up innerhalb von Microsoft
Reaktion auf zunehmenden Druck durch Google - Soll bereits im Oktober veröffentlicht werden
In sieben Regionen haben Windows Phones Apples Smartphone überholt, auf dem Siegenszug ist Microsoft jedoch damit nicht
Bei einem Update wird der Support um weitere 18 Monate verlängert
Neue Jobausschreibungen von Microsoft lassen auf "Windows Phone Blue" zur Geschenkesaison schließen
Hersteller kritisieren laut Bericht, dass Microsoft sein mobiles System zu wenig bewerbe
Erste Informationen zu den Plänen des Konzerns - Update für Windows Phone 8 wahrscheinlich
Lumia 520 und 720 sollen Low-Cost-Markt erobern - Kamera als zentrale Stärke
Auskunft von Unternehmensvertreter widerlegt Bericht der Korea Times
Initiative "4Afrika" soll die Smartphone-Dichte am gesamten Kontinent heben
Update bringt einige Windows-Phone-8-Features für bestehende Lumia-Smartphones
Anfang 2013 soll zudem ein Tablet mit Windows RT auf den Markt kommen
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.