Japans heiliger Berg: Unter dem Vulkan Fuji brodelt es

Laut Experten wäre ein Ausbruch aufgrund schwerer Erdbeben möglich

Tokio - Experten haben beim Vulkan Mount Fuji Hinweise auf eine mögliche Eruption entdeckt. Der Druck im Inneren des japanischen Wahrzeichens sei nach den schweren Erdbeben im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag. Der Druck in der Magmakammer tief unter dem höchsten Berg Japans sei derzeit sogar höher als beim letzten Ausbruch des Vulkans im Jahr 1707.

Experten vom Nationalen Forschungsinstitut für Erdwissenschaften und Katastrophenprävention stellten laut Kyodo fest, dass der Druck im Magmaspeicher durch die tektonischen Verschiebungen des vergangenen Jahres auf 1,6 Megapascal gestiegen sei. Das entspreche dem sechzehnfachen Druck, ab dem eine Eruption ausgelöst werden könne.

Nicht ausreichend Magma angesammelt

Allerdings sei der Druck nicht die einzige Variable, weshalb eine Eruption in den kommenden Jahren nicht zwangsläufig sei, hieß es weiter. Laut Kyodo wurden in dem Vulkan, der im Shintoismus als heilig gilt, zuletzt keine Aktivitäten gemessen. Möglicherweise weil sich in der Kammer nicht ausreichend Magma angesammelt habe.

Im März 2011 war Japan von einem Beben der Stärke 9,0 erschüttert worden, durch das 19.000 Menschen getötet und eine Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima ausgelöst wurden. (APA, 6.9.2012)

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