US-Demokraten nominieren Obama

  • Bill Clintons Rede in voller Länge sehen Sie hier.

  • Bill Clinton verneigt sich vor Obama.
    foto: dapd/j. scott applewhite

    Bill Clinton verneigt sich vor Obama.

  • Am Ende umarmen sich Clinton und Obama.
    foto: dapd/pablo martinez monsivais

    Am Ende umarmen sich Clinton und Obama.

  • Der frühere US-Präsident Bill Clinton legt sich auf dem Parteitag der 
Demokraten für die Wiederwahl seines Nachfolgers Barack Obama ins Zeug.
    foto: dapd/charlie neibergall

    Der frühere US-Präsident Bill Clinton legt sich auf dem Parteitag der Demokraten für die Wiederwahl seines Nachfolgers Barack Obama ins Zeug.

Ex-Präsident Bill Clinton verteidigt in seiner Rede am Parteitag die bisherige politische Bilanz Obamas und schimpft die Republikaner

Charlotte - Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat sich mit klaren Worten für die Wiederwahl von Barack Obama eingesetzt. Anders als die Opposition behaupte, habe Obama in seinen ersten vier Jahren die wirtschaftliche Erholung weit vorangebracht und Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen, sagte Clinton am Mittwochabend auf dem Parteitag der Demokraten in Charlotte, North Carolina.

Der 66-Jährige hielt die offizielle Ansprache zu Obamas Nominierung für die Wahl im November. "Ich will einen Mann nominieren, der nach außen hin cool ist, aber im Inneren für Amerika brennt", rief Clinton den jubelnden Delegierten zu. Obama sei ein guter Präsident, weil er sich für Innovation, Kreativität, Bildung und Zusammenarbeit einsetze.

Beliebtes Parteimitglied

Dem Auftritt wurde sehr große Bedeutung beigemessen, da Clinton als beliebtestes Mitglied der Partei gilt. Zudem war das Verhältnis der beiden einst sehr angespannt, weil Bill Clintons Ehefrau Hillary 2008 die parteiinternen Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur gegen Obama verlor. Heute ist sie als Außenministerin Teil der Regierung.

Den Republikanern warf Clinton vor, eine ungerechte und unsolidarische Gesellschaft schaffen zu wollen. Die Partei von Obamas Herausforderer Mitt Romney sei an der Wirtschaftsmisere schuld, die auch heute hohe Arbeitslosenzahlen und schwaches Wachstum nach sich zieht.

Obama offizieller Kandidat

Nach Clintons Rede nominierten die Demokraten Obama offiziell als ihren Kandidaten für die Wahl am 6. November. Obamas erste Amtszeit endet nach vier Jahren im Jänner 2013. Bei den parteiinternen Vorwahlen hatte er keine ernsthaften Gegenkandidaten. Er stellt sich gemeinsam mit seinem Vizepräsidenten Joe Biden der Wiederwahl. Die Republikaner hatten in der Vorwoche auf ihrem Parteitag in Tampa, Florida, den Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, zum Herausforderer Obamas gekürt. Er tritt mit dem Kongressabgeordneten Paul Ryan als Vize an.

Überraschender Besuch von Obama

Nach der Rede kam überraschend auch Obama zu Clinton auf die Bühne, der Ex-Präsident verbeugte sich vor seinem Nachfolger. Gemeinsam winkten sie in die Menge und schüttelten Hände. Zu Wort meldete sich Obama aber nicht. Anschließend begannen Delegierte aus allen Bundesstaaten, die Nominierung offiziell zu bestätigen. Annehmen wird der Präsident die erneute Spitzenkandidatur in einer Rede zum Abschluss des dreitägigen Parteikonvents am Donnerstag.

Ursprünglich sollte er unter freiem Himmel vor zehntausenden Menschen in einem Sportstadion reden. Wegen der schlechten Wetteraussichten wurde die Rede aber in die kleinere überdachte Arena verlegt, in der seit Dienstag das Parteitagsprogramm stattfindet.

Viele im Publikum der prall gefüllten Basketballarena nutzten die Gelegenheit, den gemeinsamen Auftritt der US-Präsidenten Nummer 42 und 44 Präsidenten zu fotografieren. Auch Obamas Ehefrau Michelle war in der Arena. Die Töchter Malia und Sasha sollen am Donnerstag einfliegen.

Debatte um Status von Jerusalem

Vor der Nominierung kam es auf dem Parteitag zum Streit über die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. Dieser Passus stand noch 2008 im Wahlprogramm. Vor dem aktuellen Parteitag wurde er gestrichen. Dreimal mussten die Delegierten per Akklamation abstimmen, weil keine klare Mehrheit auszumachen war. Die Passage wurde dann wieder aufgenommen. Viele Delegierte quittierten das mit Buhrufen. (APA, 6.9.2012)

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was ist aus dem strahlenden hoffnungsträger von einst geworden?

fact check:

guantanamo: obama wollte das gefängnis auflösen - Fehlanzeige!Guantanamo existiert und die Insassen sollen dorten für immer verweilen

der krieg in afghanistan:wurde nicht wie versprochen beendet, im gegenteil, er wurde mit dem einsatz mit drohnen sogar ausgeweitet - auf pakistan

finanzkrise: Obama versprach bei Amtsbeginn in der Wallstreet mal gründlich aufräumen zu wollen.Daraus wurde nichts, im gegenteil, Obama holte sich die verursacher der krise in die politik. er ist von goldman sachs bankern quasi umstellt

wofür bekam obama noch schnell seinen nobelpreis?nicht etwa für eine tat sondern für eine ankündigung. aus der vision einer atomwaffenfreien welt wurde nichts. in deutschland wurden die sprengköpfe MODERNISIERT!

Tolle Bilanz, nein, wirklich. 4 more years!

50 million Americans forced to go without food because they can't afford it
Almost 17 million American citizens repeatedly ran short of food last year
The figure is up 800,000 on 2010
A record 46.7 million Americans were enrolled for food stamps in June
Issues are greatest in families with a single parent and in Black and Hispanic households
The overall food-insecurity rate for individuals was 16.4 per cent
Mississippi and Arkansas were the states had more than seven per cent on very low and more than 19 per cent on low or very low food security

http://www.dailymail.co.uk/news/arti... z25iu7E7R2

Schlimmer als in Haiti.

Während sich die Amerikaner in ihrem Land von der Stärke ihrer Demokratie überzeugen können

kann man die Verächter der Demokratie in den Standardforen beobachten.
Bei diesem Parteitag, der eine Convention ist, kann man die gesamte Gesellschaft sehen: schwarz, weiß, asian, latino, Frauen und Männer, Hetero und Homosexuell. Allein das gewaltige Aufgebot an weibliche Politikern, die die USA zur führenden Nation in der Welt machen, was die Gleichberechtigung der Geschlechter betrifft, ist schon beeindruckend.

Oder der Bürgermeister von Boston: "How we do call Immigrants in Boston? Mom and Dad! How we do call gay and lesbian people in Boston? We call them friends, brothers and sisters."

Die Demokraten präsentieren uns ein Amerika, das eine gesellschaftspolitische Weltmacht ist und unsere US Basher ertragen das nicht.

Es geht auch nicht um legale Immigranten, von denen Boston ca. 6% hat, sondern um illegale Immigranten, deren Zahl in Boston gg. Null geht,

während die Zahl der illegalen Immigranten in Arizona, bevor man die Notbremse zog, mehr als 12% ausmachte. Im Vergleich zu Österreich wären das ca. 1 Million illegaler Immigranten. Aber klar, Sie hätten kein Problem damit.
Es gibt auch kein Problem mit Lesben oder Schwulen, sondern die Frage ist, ob man die Homo-Ehe möchte und da sind auch hierzulande die Geister geschieden. In allen 32 US-Bundesstaaten, wo es darüber Abstimmungen gab, hat sich die Bevölkerung dagegen ausgesprochen, allerdings gab es z.B. wie in Kalifornien einen schwulen Richter, der das Votum einfach außer Kraft gesetzt hat. Demokratie? MA hat übrigens per Gerichtsentscheid die Homo-Ehe eingeführt, nicht über Bürgerentscheid.

Das gehört mehr in die Politik. Viel mehr.

Das Bild fordert es heraus: I never had sex with this man.

Das Demokratieverständnis der "Einheizpartei" bei Abstimmungen und wieso Antonio Villaragigosa wohl einen neuen Hörapparat benötigt…

…Auf den Spuren N-Koreas, wobei dieser Vergleich eher eine Verharmlosung dartstellt:

http://www.youtube.com/watch?&v=... ncbOEoQbOg

Noch dazu war das Ergebnis auf dem Teleprompter zu sehen, bevor (!) die Abstimmung stattgefunden hatte.
Ähnliche troubles hatten die Republikaner letzte Woche mit den Ron Paul Anhängern - da wußte der Telemprompter auch wundersamerweise wie eine Abstimmung ausgeht, bevor sie stattfindet.
Übrigens hat Ron Paul ja vor wenigen Tagen gemeint, daß die Republikaner nicht seine Partei wären...

Der Demokratenteil der US-Einheizpartei hatte seinen eigenen "Ron-Paul"-Moment! - Die Kotau-"Abstimmung" zur Jerusalem-Frage war nicht nur gegen jedes internationale Gesetzeswerk, sondern auch…

…ein Schlag ins Gesicht aller Palästinenser und ihrem verbrieften Recht als Bürger dieser Welt.

Die stimmliche Mehrheit der Teilnehmer wurde auf lächerlichste Weise einfach ignoriert.

Trotz Buhrufen und den "Nays" mindestens so laut wie die "Yeas", wenn nicht lauter, schrieb der Bürgermeister von LA die Geschichte der Abstimmungspolitik neu.

Genau laut vorgedrucktem Teleprompter.

Es kann nur eine jüdische Verschwörung sein

Sonst würde man ja nichts zu sagen haben, wenn nicht.

Interessant ist ja - als Romney denselben Standpunkt zu Jerusalem äußerte, war das ein "Patzer". Jetzt ist das sogar auf höchstpersönlichen Wunsch Obamas passiert - das obwohl die sog. "party platforms" schon weit vor dem Parteitag feststehen - Angst, daß man jüdischer Wähler verliert.
Die dmeokratische Parteichefin Debbie Wasserman-Schulz hat im Interview komplette Realitätsverweigerung betrieben und wurde sogar auf CNN ausgelacht - http://www.youtube.com/watch?v=uzylMpPC3PQ .

lie and fraud has become a virtue,

und den Ausgang der Wahl werden ebenfalls, und einmal mehr, die Rechtsanwälte bestimmen.

Die Methode der Vorabankündigung hat sich im Herbst 2000 ja am Beispiel von Fox News und Florida bewährt und wurde dann eventuell als "best practice" in die Organisationsrichtlinien der Demmicans und Republicrats übernommen. Die schönen Begriffe sind nicht von mir, das war der Ethan:

http://youtu.be/ZEFNPZNF5Ms

he, das nennt sich basisdemokratie - man stimmt solange ab, bis das ergebnis passt.....

Das funktioniert mit EU-Abstimmungen auch.

Och, die Methode funktioniert auch in anderen Bereichen: Ein mir bekannter Doktorand veränderte in einer empirischen Arbeit seine Stichprobe so lange, bis das Ergebnis seine These stützte. <;-)>War eh nur Wirtschaftswissenschaften, also nix Ernstes...</;-)>

Würde gern wissen wie der heisst. Und die Rohdaten müssen ja publiziert werden....

There they go again! ;)

In jungen Jahren wunderte ich mich aufrichtig, warum ein Album von Rage Against The Machine "Evil Empire" hieß.

In den letzten Jahren zeigten beharrliches Ignorieren der Propaganda sowie die Bearbeitung einer großen Menge alternativer, aber hinreichend belastbarer Informationen, traurigerweise nur eines: Das Land ist zu einem faschistoiden plutokratischen Sumpf verkommen. Das ist nicht oberflächlich, sondern fundiert - daran ändern auch die roten Stricherl nix, die es regnen wird.

Der Platz hier reicht nicht aus, um auch nur die wichtigsten Verweise auf seriöse alternative Informationen anzugeben, dennoch, für Teilaspekte: "Inside Job", "Food Inc.", "No End in Sight", "The Trials of Henry Kissinger" - alles Filme, also rasch "konsumiert"

Whow! ...

... Gemeinsam winkten sie in die Menge! Zumindest eine der wenigen beinahe harmlosen Tätigkeiten. Eigentlich gehören solche Leute lebenslang in ein Gefängnis.

Selbstredend fehlt es erneut am Mut, Dennis Kucinich in Erwägung zu ziehen. Hier eine Debatte aus der letzten Kampagne - sie führte zu einer Einladung bei für die nächste, noch bedeutendere Diskussionsrunde, die ohne Angabe von Gründen am nächsten Tag wieder zurückgezogen wurde.

http://youtu.be/qYWWBwf2wHE

Und nicht mit seiner Bürgermeisterschaft aus den 70ern kommen - denn da wurde er gehörig veraxxt....

Obama ist eine Marionette, wie es auch seine Vorgänger waren. Der letzte Präsident, der ordentlich quer schießen wollte, starb in Dallas. Der letzte Präsident, der zumindest ein wenig quer schoß, wurde zu Gunsten von Reagan demontiert - und Reagan war wohl noch dümmer als Bush jun., gruselig die Rede, bei der Regan ihn maßregelt...

Dem kann ich nur voll zustimmen:

Dennis Kucinich ist wirklich herausragend, seine Antworten auf die gestellten (teilweise Fang-)Fragen sind absolut überzeugend.
Dennis Kucinich wäre einer der besten Präsidenten, die Amerika je hatte.
Ansonsten leider nur Marionettenmarionettenmarionetten...

Es gibt keine Demokraten und keine Republikaner. Das ist alles eine große Show, für ein Land und Menschen, die eine große Show lieben. Die Politik im Hintergrund ist - mit kleinen Ausnahmen - die selbe.

Souverän

Frei von den Zwängen eines Amtes und mit einer sympathischen Lockerheit vorgetragen,war das eine außerordentliche gute Rede des früheren Präsidenten.

Man kann die Begeisterung ...

... vor Clintons rhetorischer Leistung verstehen. Könner fesseln vor Supermärkten auch Massen, um ihnen bei 15 Grad Minus etwas über Gurkenhobel zu erzählen.

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