APA kündigt Redaktion Sparprogramm an

5. September 2012, 20:43

Agenturbereich muss in drei Jahren kostendeckend operieren - 800.000 Euro weniger von Genossenschaftern

APA-Chefredakteur Michael Lang kündigte der Redaktion am Mittwoch nach STANDARD-Infos ein Sparprogramm an. In drei Jahren muss die Redaktion wieder kostendeckend arbeiten, geben die Eigentümer vor. Geschäftsführer Peter Kropsch erklärt dazu per internem Rundmail, die Unabhängigkeit der APA sei nicht ohne "wirtschaftliche Stärke" sicherzustellen.

Die Nachrichtenagentur ist eine Genossenschaft von ORF und den meisten österreichischen Zeitungen, darunter der STANDARD. Seit Anfang 2012 zahlen die Genossenschafter für die APA-Dienste nach einem neuen Tarifmodell. Es habe ermöglicht, dass alle bestehenden Genossenschafter die Dienste weiter beziehen konnten, erklärt Kropsch in seinem Rundmail. Es entlastet hohe Auflagen und sollte wohl auch "Krone" und "Heute" an Bord holen, was bisher nicht gelang. Von Genossenschaftern, darunter "Österreich", kamen durch das neue Tarifmodell rund 800.000 Euro weniger herein.

Nach der Redakteursversammlung kursierten unbestätigt rund 700.000 Euro Sparbedarf bis Ende 2014, mehr als 1,5 Millionen bis Ende 2015. Abgänge, Pensionierungen und befristete Dienstverhältnisse sollen nicht nachbesetzt werden. Weitere Sparpläne geringeren Umfangs sollen nichtredaktionelle Bereiche betreffen.

Die APA-Gruppe insgesamt wirtschaftet positiv, die Redaktion der Nachrichtenagentur operiert derzeit negativ. (fid, DER STANDARD, 6.9.2012)

Allmählich ist der Nullpunkt erreicht. Medieninhaber wollen Medienmitarbeitern am liebsten gar nichts zahlen. Aber schmierige Bosse beschenken und bejubeln sich dafür selbst.

an der rechtschreibung gibts ja nix mehr zu sparen ;)

An deiner auch nicht... ;-)

Aber Kinder dürfen noch nicht für APA schreiben, wobei, wer weiß? Bei der nicht vorhandenen Qualität der meisten APA Artikel, würde es mich nicht wundern, wenn die im stillen Kämmerlein tippen müssen. 'g'

Fiktives Sparprogramm ?

http://www.pressetext.com/news/20090817026
"Den Berechnungen der Steuerexperten zufolge hat sich die APA durch die Nichtanstellung der freien Mitarbeiter mindestens 1,5 Millionen Euro pro Jahr erspart, über 15 Jahre gerechnet 23 Mio. Euro."

http://derstandard.at/125069184... -Unrechtes
Kropsch: "Das sind fiktive Rechenmodelle. Papier und Excel sind wahnsinnig geduldig."

Der nächste Schlag gegen die Medienvielvalt

Bereits im Frühjahr kürzte die Regierung im Rahmen des Sparpakets die Presseförderung um 15% (1,35 Mio.)

http://www.linkswende.org/5706/Kuer... -in-Gefahr

Oje!

Dann werden die Tageszeitungen ja noch schlechter als bisher. Der Standard zum Glück nicht, der recherchiert ja selber und übernimmt nichts einfach so von der APA. Oh, wait a moment..

der standard

ist schlauer und spart statt bei redaktion in überschriften ;)

einfach weg mit diesen lästigen artikeln, lautet gewissermaßen das motto...

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