Tagessieg und Gesamtführung für Contador

5. September 2012, 20:03
  • Contador ist nach seiner Dopingsperre zurück
    foto: reuters/vidal

    Contador ist nach seiner Dopingsperre zurück

Saxo-Bank-Kapitän nutzt Einbruch von Joaquim Rodriguez und setzt sich an die Spitze

Fuente De - Mit einem Überraschungsangriff hat sich Alberto Contador am Mittwoch das Rote Trikot des Gesamtführenden der 67. Spanien-Radrundfahrt geholt. Der aus einer Dopingsperre zurückgekehrte 29-jährige Spanier löste seinen Landsmann Joaquim Rodriguez, der auf den Bergetappen zuvor alle Angriffe souverän abgewehrt hatte, an der Spitze ab.

Der Saxo-Bank-Kapitän gewann die 17. Etappe nach 187 Kilometern von Santander nach Fuente De nach einer rund 50 km langen Flucht sechs Sekunden vor seinem Landsmann Alejandro Valverde und nimmt die letzten vier Etappen mit 1:52 Minuten Vorsprung auf Valverde und 2:28 auf den nun dritttplatzierten Rodriguez in Angriff. Rodriguez musste sich mit dem zehnten Tagesrang begnügen.

Rodriguez distanziert

Der 33-jährige Katjuscha-Kapitän Rodriguez, der seit der 4. Etappe geführt hatte, vergab mit seinem Einbruch nach dem zweiten Platz im heurigen Giro d'Italia wohl eine weitere Chance auf seinen ersten Sieg in einer dreiwöchigen Rundfahrt.

Der am 5. August von seiner Sperre zurückgekehrte Contador attackierte in einem vergleichsweise harmlosen Aufstieg der 2. Kategorie, distanzierte den Katalanen und schloss zu einer Fluchtgruppe auf, in der sich mit dem Portugiesen Sergio Paulinho ein Teamkollege befand. Am Beginn der 17,4 km langen, aber nicht sehr steilen Schlusssteigung betrug der Abstand zur Gruppe von Rodriguez und Valverde bereits zwei Minuten.

Einbruch

Während Contador auf den letzten Kilometern alleine dem Ziel und vielleicht auch seinem zweiten Vuelta-Sieg nach 2008 entgegenfuhr, brach Rodriguez ein und musste auch Valverde ziehen lassen. Dieser kam Contador im Finish bis auf sechs Sekunden nahe. "Es war ein bisschen verrückt, so früh anzugreifen. Aber ich musste es machen, um noch eine Chance auf den Gesamtsieg zu haben", erklärte Contador.

"Diesen Sieg widme ich allen, die immer an mich geglaubt haben", sagte Contador, der nach seinem ersten Etappensieg den Tränen nahe war. Der wegen Dopings bei der Tour de France 2010 gesperrt gewesene Madrilene hat nun beste Chancen, die Vuelta zu gewinnen, letztes Hindernis ist eine weitere Bergetappe am Samstag. (APA/Reuters/AFP, )

Ergebnisse Spanien-Rundfahrt vom Mittwoch: 17. Etappe (Santander - Fuente De/187 km): 1. Alberto Contador (ESP) Saxo Bank 4:29:20 - 2. Alejandro Valverde (ESP) Movistar 0:06 Minuten zurück - 3. Sergio Henao (COL) Sky - 4. Gorka Verdugo(ESP) Euskaltel, alle gleiche Zeit - 5. Rinaldo Nocentini (ITA) AG2R 0:19 - 6. Jan Bakelants (BEL) RadioShack) 0:55. Weiter: 10. Joaquim Rodriguez (ESP) Katjuscha 2:38 Gesamtwertung: 1. Contador 68:07:54 - 2. Valverde 1:52 zurück - 3. Rodriguez 2:28 - 4. Chris Froome (GBR) Sky 9:40 - 5. Daniel Moreno (ESP) Katjuscha 11:36 - 6. Robert Gesink (NED) Rabobank 12:06

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Wie treffend...

dass die Ankunft Fuente hieß.

die vuelta ist nicht nur als letztes dran.

ihr wird neben tdf (platz 1) und giro (platz 2) von den teams auch nur geringes interesse entgegengebracht: zb ist sky mit der b-mannschaft am start. bestenfalls.

selbst bei kürzeren rundfahrten wie der dauphine oder der tour de suisse sind stärkere teams am start.

die vuelta ist eine spanische meisterschaft mit geringer internationaler beteiligung!

Der Radsport ist einfach ein Genuss. Alberto hat Wiggins gezeigt, was wirklicher Radsport ist.

Nur Selberfahren ist schöner.

Sehr gut gedopt!!!

würde ich raucher sein

und hätte die EU nicht die von selbst verlöschende zigarette erzwungen
wäre ich am ende der etappe mit einem
glosenden filter im mundwinkel
vor der glotze gesessen

diese posting ist...

<too much information of no interest>

Ich bin...

...kein Intensiv-Radsportfan, habe die TdF aber am Rand mitbekommen (im Urlaub) - kann es sein dass es bei der Spanienrundfahrt viel mehr Berge gibt, sprich die eigentlich viel schwerer ist, ich glaube mich zu erinnern dass es bei der Tour da heuer wenig gegeben hat (die sind meistens in der Ebene gefahren oder zeitgefahren)??

Hmmmmm...

...also ich würde jetzt nicht die Anzahl der Berge oder Bergankünfte als Gradmesser für die Schwierigkeit einer Grand Tour heranziehen. Letztes Jahr hatte der Giro unzählige Berge/Bergankünfte und es war wohl der langweiligste seit Jahren. Es liegt wohl an einer Mischung aus guter Streckenführung und auch den Akteuren, die dann an der Rundfahrt teilnehmen. Ich denke es wäre für Wiggins wesentlich schwieriger geworden die Tour zu gewinnen, wären sowohl Contador als auch Andy Schleck am Start gewesen. Contador und Schleck hätten ihn wohl in den Bergen zerpflückt und Contador hätte wohl im Zeitfahren nur unwesentlich auf Wiggins verloren. Somit wär Wiggins selber mehr gefordert gewesen und die Tour wohl spannender.

es waren bei der tour auch einige sehr schwierige bergetappen dabei, aber sie haben recht, bei der vuelta sind es zumindest heuer mehr. aber der größte unterschied, das hab ich jetzt schon zum xten mal von den profis in interviews gehört ist, dass bei der vuelta von anfang an ein tempo hingelegt wird, das manche mit "geisteskrank" titulieren.

Contador

Dem guten Mann ist aber gestern am Ende der Etappe auch ganz schön das Gas ausgegangen. Hoffen wir einfach mal, dass das ein gutes Zeichen ist, wenn er auch mal schwächelt.

Aber ich denke, es hat gut gepasst, dass jener Mann die Etappe gewonnen hat, der volles Risiko gegangen ist.

Chapeau Purito

Einfach nur großartig. Diese Etappe war unglaublich.

Das hätte ich nicht gedacht. Eigentlich tut mir jetzt Rodriguez fast schon leid. Ich frage mich auch noch: Wo war seine Mannschaft? Er allein?? Saxo hat sogar 2 Helfer bei Rodriguez in dessen Windschatten gebracht. Aber kein Katjushafahrer!! Nur mehr unpackbar.

Hut ab Purito. Habe mich immer zu Dir als Fan bekannt. Aber das habe ich nicht mehr gedacht.

Zur Vuelta: ALles bereits geschrieben. Auch hier. Sie ist 2012 die spannenste 3-Wochen-Tour seit vielen vielen Jahren (inkl. Giro und Tour)

irgendwie

scheinst Du el Pistolero und Purito zu verwachseln

jo peinlich aber wahr "rotwerd"

Purito (das Radsportunwort des Jahres) ist aber schon der Spitzname von Rodriguez

Für Rodriguez ist 2012 ein hartes Jahr:

Bei zwei der drei großen Rundfahrten den Sieg vor den Augen: Beim Giro hat man sich in den Bergen maßlos vertan und Hesjedal unterschätzt, bei der Vuelta ist zumindest nur aus sportlicher Sicht nichts zu holen.

Weiteres Fazit: Die Vuelta war wieder einmal interessanter (Streckenverlauf und Wettkampf) und abwechlungsreicher als die Tour. Etwas dass das Pendant aus Italien schon lange kann, gelingt mittlerweile auch in Spanien. Schade dass alles und jeder sich großteils in die Tour wirft :/

Danke an "ovejita" für den Link

Super Alberto, großartig gekämpft von Alejandro. Eigentlich sind sie alle Giganten, auch der letzte im Felde.

Chapeau Pistolero !!!
Was für ein Kontrast ist die Vuelta mit Contador im Verhältnis zur französichen Tour de Langeweile im Juli. Jede Bergetappe der Vuelta ist interessant und spannend bis zum Schluss und das insbesondere dank der Fahrweise von Contador. Er hat es immer und immer und immer wieder versucht, Rodriguez abzuhängen, heute wurde seine offensive Fahrweise doch noch belohnt.

episch

ich mag solche epischen angriffe!

Shit - bis auf diese alle Etappen gesehen

Gratulation an Albertos Taktik, hätte nicht gedacht er könnte Rodriguez noch knacken.

so unsympathisch mit AC auch war, so hat er in den letzten 2,5 Wochen doch einiges davon "wieder gut gemacht".
Fand es toll, wie er immer und immer wieder bis zum Einbruch versucht hat wegzukommen. Das hat ihn menschlicher gemacht, als früher als er nicht eingebrochen ist, sondern nur auf den anderen (Rasmussen oder Andy Schleck) "gewartet" hat.

-- und leider auch genau diese Etappe nicht gesehen. Hatte nur mehr die am Sa auf dem Radar...

Contador hat nie auf Rasmussen gewartet, sondern konnte nach einer Unzahl an erfolglosen Attacken einem Konter von Rasmussen nichts entgegen setzen und musste ihn ziehen lassen. Ohne Disqualifikation hätte Rasmussen diese Tour gewonnen.

Ebenso hat er nie auf Schleck gewartet.

ich meinte auch nicht warten im eigentlichen Sinne.
Mir kommt nur vor, als würde man heuer beim AC zum ersten mal sehen, dass er am Limit ist. Diesen Schmerz hat man früher nicht gesehen...

dann hast du die Tour 2007, 2010, 2011 und den Giro 2008 nicht gesehen

wahrscheinlich hast du ausschließlich die Tour 2009 im Kopf, da war er in der Tat so überlegen, dass man meinen konnte, er habe keine Schmerzen

stark ! habe leider keine zusammenfassung der ganzen etappe gefunden.......

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