Wegschau-Polizei

Einserkastl | Hans Rauscher
5. September 2012, 19:39

Rechts-autoritäre Einstellungen sind in der Truppe wohl nichts Seltenes

Im Juni 2011 reiste eine grüne Bezirksrätin mit dem Zug von Salzburg nach Wien. Gemeinsam mit grölenden Fußballfans, die sie rassistisch beschimpften und den Hitlergruß zeigten. Auf dem Bahnhof in Wien wandte sie sich an dort abkommandierte Polizisten. Die weigerten sich, ihre Anzeige aufzunehmen und Personalien zu kontrollieren.

Im Februar dieses Jahres wurde der ehemalige SPÖ-Bundesratsabgeordnete Albrecht Konecny nach einer Demo gegen den Burschenschaftsball in der Hofburg von einem offenbar rechtsradikalen Schläger schwer verletzt. In Sichtweite von Polizisten, die nichts unternahmen.

Jetzt wurde ein Rabbiner am Schwedenplatz von einem deutschsprechenden griechischen Fußballfan mit "Juden raus" etc. beschimpft. Eine ganze Reihe von Polizisten aus der massenhaft aufgefahrenen Truppe weigerte sich, etwas zu unternehmen. Der Rabbiner bekam ein "Na hörn S', heut' is Fußball" zu hören.

Bei den Personalvertretungswahlen der Polizei ist die FPÖ immer noch ziemlich stark. Rechts-autoritäre Einstellungen sind in der Truppe wohl nichts Seltenes. Umso wichtiger, dass die Polizeiführung derlei nicht durchgehen lässt.

In Wien stellt man nach solchen Vorfällen auch Untersuchungen an. Aber es werden ja sogar Prügelpolizisten milde behandelt. Das weiß man in der Polizeimannschaft natürlich und schaut bei rechtsextremen Verbaldelikten weg. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 6.9.2012)

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Wenn wir ein Berufsheer kriegen, ..

.. dann haben wir einen zweiten unkontrollierbaren rechtslastigen geheimbund auf staatskosten.

Zehntausende Polizeibeamte...

...führen in Österreich jedes Jahr zig Millionen "Amtshandlungen" bzw. bestreiten für die eigene Haut mehr oder weniger gefährliche Einsätze.

Schön, dass Hr. Rau drei Fehlleistungen (wobei das überhaupt noch auf den Wahrheitsgehalt der Beschwerdeführer geprüft werden muss) gefunden hat, damit er ein "Gesamtbild" der Exekutive und ihrer politischen Ausrichtung zeichnen... oder besser gesagt hinkritzeln kann.

Einen Fehleranteil unter der Promillegrenze würden sich viele modern geführte Organisationen wünschen, diesbezüglich braucht sich die heimische Exekutive nicht zu verstecken.

Nich umsonst ist sie die größte Menschenrechtsorganisation Österreichs.

Und weil das meiste gut läuft ist es also falsch Fehler anzuprangern?

Der Logik folgend sollte man sofort aufhören über die Finanzierung des Pensionssystems nachzudenken, immerhin ist unsere Generation ja noch nicht so alt...

Danke,....

Herr Rauscher am eigenen Leib erfahren bin ich froh das es wieder einmal Sie sind - gestern gepostet - sind es wieder einmal Sie - der sagt was gesagt gehört.

@Sepp Unterwurmbacher, 10:28 Uhr : Ergänzung

http://www.youtube.com/redirect?... Q2OTQ1ODA0

Umerziehung

Ich würd diese ganzen Wegschaukiewerer auf ein einjähriges Praktikum in ein Nordviertel von Marseille oder Montpellier schicken. Um den Burschen ein Minimum an Manieren beizubringen.

naja, ist irgendwie wenig verwunderlich, daß dort die "linken" und pazifisten eher unterrepräsentiert sind - ich glaube es benötigt schon eine sehr spezielle persönlichkeitsstruktur um überhaupt den wunsch zu verspüren polizist zu werden.

Wegschaupolizei?

Und ähnlich wäre es mit einem Profi-Heer!

...

Ist in der Realität auch beim Wehrpflichtigenheer nicht anders, denn diejenigen, die bei so etwas nicht wegschauen gehen ohnehin zum Zivildienst.

nein, weil fürs heer gibts sowieso weder was zum hinschaun noch zum wegschaun

die sind eine pseudo truppe die nur dazu da ist einen vertrag zu erfüllen, im ernstfall wären die völlig wertlos...

egal ob mit oder ohne GWDs

und kommens mir jetzt nciht mit den katastropheneinsätzen, da ist ja auch schon belegt, dass gerede mal 5% der gwds zu solchen herangezogen werden...und das rechtfertigt dann sicher keine 100%

also die leistung der 5% müssten auch die berufssoldaten schaffen...

Vollkommen richtig!

Im Falle Konecny hat es doch auch den Verdacht

gegeben, der Mann wäre von radikalen Gegendemonstranten fälschlich als "alter Herr" identifiziert und attackiert worden. Es wurden in der aufgeheizten Stimmung rund um die Hofburg ja auch tatsächliche Ballbesucher nicht nur angebrüllt sondern unter den Augen der Polizei bedrängt, wie Videos zeigten.

Solange dieser Verdacht besteht, sollte man sich - journalistischer Ethik folgend - mit Schuldzuschreibungen zurückhalten.

@ Buchhändler: WKR-Ball 2012 - immer wieder das selbe Theater

Zitat von >Prinz Eugen<: "Hast du dich an der alten roten Sau vergriffen?"

Zitat von >Eispickel<: "Nein ich wars diesmal nicht, aber weiß wers war. Du kennst ihn auch. Bekommst PN. Gut getroffen hat er. Der Konecny hat gspritzt wie die Sau. Wie war das Tanzen, sah dich nacher nicht mehr?"

http://www.stopptdierechten.at/2012/02/0... %9C-video/

zum glück sind die nazis so dumm oder fühlen sich so sicher, dass sie gleich alles ausplaudern

aber wie kommst jetzt du dazu, die geschichte vollkommen zu verdrehen?

Die Unterstellung ich würde da etwas "verdrehen" nehm ich Ihnen übel.

Hier erkläre ich Ihnen wie man dieses "Ausplaudern" intelligent einordnet: http://derstandard.at/plink/134... 2/27852004

du sagst ja es gab medienberichte in die andere richtung,
vielleicht auf straches facebookseite, aber sonst nirgends

das mein ich mit verdrehen

und "eispickel" und "prinz eugen" sind ja langjährige user dieses naziforums, wo sie die geschichte ausgeplaudert haben,
also zweifelos rechtsextreme die hinter diesen nicks stehen

was es denen bringen soll eine falsche spur in die eigene richtung zu legen, erschließt sich mir nicht ganz

Schwadronade?

Kann ja sein, daß wir hier die Täter haben - kann aber auch sein, daß sich ein radikaler Antifa geirrt hat und den Falschen verprügelt hat; und dann zwei Rechte in einem Forum drauflosgeprahlt haben.

Man kann diese Möglichkeit doch nicht so einfach vom Tisch wischen (nur weil auch die F das in den Raum gestellt hat), wenn man die extrem aufgeheizte, zT. haßerfüllte Stimmung die dort geherrscht hat berücksichtigt.
Man braucht als unvoreingenommener Beobachter wirklich nicht viel Phantasie um auch auf dieses Szenario zu kommen. Dem professionellen Ermittler gehört das zum kleinen 1x1 kriminalistischer Aufklärungsarbeit.

ähhm hallo, das wichtigeste argument blenden sie völlig aus...der zeuge/betroffene

wenn der sagt es waren rechte und er ausserdem schon lange mit diesen szenen zu tun hat (das also mit hoher wahrscheinlichkeit richtig einordnen kann)

dann finde ich es schon ziemlich frech von ihnen etwas gegenteiliges auch nur anzudeuten...defakto unterstellen sie dem herren eine lüge..

wenn der sagt es waren rechte, dann haben wir das einem ordentlichen bürger erstmal so zu glauben bis wir gegenteiliges bewiesen haben!

und diese "eigentlich sind ja die nazis die juden von heute" masche ist echt zum kotzen...jaja klar, alles bösen rechten sachen werden eigentlich von den bösen linkslinken terroristen begangen, weil bei den rechten gibts keine gewaltbereiten leute, höchsten ein paar dumme buben...blabla blub

Entschuldigen Sie die späte Antwort: ich unterstelle dem Hrn. K.

überhaupt nichts, ich gebe bloß andere mögliche Szenarien zu bedenken; es könnte auch eine völlig unpolitische spontane Aggressionshandlung eines Betrunkenen oä. gewesen sein.

Der Attackierte (dem Sie unterstellen sich nicht irren zu können) selbst sagt: "Natürlich kann ich nicht fix sagen, es war ein Rechtsradikaler. Es gibt genug Narren in allen politischen Spektren." - http://derstandard.at/132850720... -zu-helfen

Besteht ernsthaftes Interesse an der Aufklärung des Falles, sieht der Profi in alle Richtungen!
Das Vorurteil dagegen sucht den "passenden" Täter...

Im Interesse des Hrn. K., aber auch im allgemeinen Interesse lassen wir besser den Profi ran.

prahlen damit zu wissen wer einen alten mann niedergeschlagen hat?

und vom tisch wischen kann ich, dass es medienberichte in die andere richtung gab

im fall konecny haben sich nazitrottel

im nazitrottelforum über die tat unterhalten, und gesagt dass sie die täter, aus ihren reihen, kennen

Jeder Trottel kann jeden beliebigen Verdacht aeussern

das kann wohl kaum ein Grund sein, darauf zu verzichten, die offensichtliche Sachlage zu beschreiben.

Wo hast denn diesen angeblichen "Verdacht" gehört? Im Keller der B! Olympia?

Wie meinen Sie das?

Dieser Verdacht wurde in einigen Medien, div. Foren und Blogs geäußert. Ist ja auch recht naheliegend, schließlich ging es da gegen Nazi-Ballbesucher, es gab wütendes Gebrüll, Pöbeleien etc. Da ist es doch wirklich nicht weit hergeholt, wenn man auch in Betracht zieht, daß der konservativ gekleidete Mann möglicherweise verwechselt und abseits des Hauptschauplatzes von einigen Extremisten als Nazi gestellt attackiert wurde.

Seriöserweise muß man das einfach in Betracht ziehen. Bin übrigens Grünwähler (gerade noch...), falls das zu Ihrer Beruhigung beiträgt. Grünwähler mit kühlem Kopf!

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