Frühere Uni-Zulassung: Ihr Studierenden, kommet

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Es ist erfreulich, dass die Studierendenzahlen steigen

Es war wie immer: am Schluss der große Schub. Die neuen Studierenden, auf die die Unis in diesem Sommer nur bis 5. September warten wollten und sollten - ÖH, Universitätenkonferenz und Wissenschaftsministerium haben sich das gemeinsam gewünscht -, haben die neue, vorverlegte Zulassungsfrist offenbar doch großteils mitgekriegt. Jedenfalls gab es am Mittwoch an einigen Unis schon jetzt, also vor Ablauf der Nachfrist für Ausnahmefälle, absehbare Steigerungen gegenüber dem Vorjahr.

Das ist erfreulich. Die österreichischen Universitäten ziehen noch immer viele junge Menschen an. Dass sie nun früher bekunden müssen, was sie studieren wollen - und damit auch für sich selbst früher Klarheit schaffen, sich also mit dem Lebensprojekt Studium intensiv beschäftigen müssen -, ist im Interesse aller. Der große Mehrwert der früheren Anmeldung ist der, dass die Unis schlicht besser planen können, wie sie ihren Studierenden - zugegeben, innerhalb recht enger Grenzen, vor allem in Massenfächern - bestmögliche Studienbedingungen bieten können.

Dass beim ersten Durchlauf der neuen Zulassungsfrist vielleicht noch ein paar mehr Nachzügler kommen, als derzeit im Ausnahmenkatalog definiert sind, sollten die Universitäten dieses eine Mal generös handhaben. Fristfrust wäre ein besonders schlechter Grund, um Studierwilligen zu sagen: Du darfst jetzt nicht! Beim nächsten Mal gilt dann allerdings auch: Ihr dürft jetzt nicht mehr zu spät kommen. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 6.9.2012)

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