Frühere Uni-Zulassung: Ihr Studierenden, kommet

Kommentar | Lisa Nimmervoll
5. September 2012, 19:27

Es ist erfreulich, dass die Studierendenzahlen steigen

Es war wie immer: am Schluss der große Schub. Die neuen Studierenden, auf die die Unis in diesem Sommer nur bis 5. September warten wollten und sollten - ÖH, Universitätenkonferenz und Wissenschaftsministerium haben sich das gemeinsam gewünscht -, haben die neue, vorverlegte Zulassungsfrist offenbar doch großteils mitgekriegt. Jedenfalls gab es am Mittwoch an einigen Unis schon jetzt, also vor Ablauf der Nachfrist für Ausnahmefälle, absehbare Steigerungen gegenüber dem Vorjahr.

Das ist erfreulich. Die österreichischen Universitäten ziehen noch immer viele junge Menschen an. Dass sie nun früher bekunden müssen, was sie studieren wollen - und damit auch für sich selbst früher Klarheit schaffen, sich also mit dem Lebensprojekt Studium intensiv beschäftigen müssen -, ist im Interesse aller. Der große Mehrwert der früheren Anmeldung ist der, dass die Unis schlicht besser planen können, wie sie ihren Studierenden - zugegeben, innerhalb recht enger Grenzen, vor allem in Massenfächern - bestmögliche Studienbedingungen bieten können.

Dass beim ersten Durchlauf der neuen Zulassungsfrist vielleicht noch ein paar mehr Nachzügler kommen, als derzeit im Ausnahmenkatalog definiert sind, sollten die Universitäten dieses eine Mal generös handhaben. Fristfrust wäre ein besonders schlechter Grund, um Studierwilligen zu sagen: Du darfst jetzt nicht! Beim nächsten Mal gilt dann allerdings auch: Ihr dürft jetzt nicht mehr zu spät kommen. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 6.9.2012)

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16 Postings
Fernsehberichterstattung

da kamen mir doch fast die Tränen als ich sah das die armen, armen Kinder bequem sitzend auf den Aufruf warten mussten.
Als ich mich im analogen Zeitalter an der Uni Graz angemeldet habe, bin ich mal zuerst 3 Stunden in der Schlange gestanden um nur di eFormulare abzuholen, beim zurückbrngen bin ich dann schon enie Stunde vor Öffnung vor der Tür gestanden, dafür bin ich dann fast erdrückt worden.

An dieser Stelle noch vielen Dank an die BOKU die das letztes jahr bei meiner neuerlichen Meldung super erledigt hat, 15 Minuten vor Öffnungszeit haben sie geöffnet und waren sehr, sehr nett und hilfsbereit. Das ist Service!

Uni Wien wird nur Frauen verspätet zulassen.

sorry

bin grosser fan ihrer kommentare & interviews - aber dieser hier dürfte von persönlchen erfahrungen geprägt sein.
warum sollen unis jemanden ggü kulant sein, der es innerhalb drei monaten nicht schafft, sich anzumelden?

also diese artikel verkommen zu einem gewäsch.

Naja es ist halt wieder ein Versuch der ÖVP(Handlanger Töchterle) gescheitert die Studierendenzahlen auf irgendeine unssinnige Art und Weise zu senken.

Einerseits positiv-andrerseits kommt sicher bald die nächste schwachsinnige Hürde.

Sehr geehrte Frau Nimmervoll,

sehr gerne würde ich sie gerne einmal persönlich mit diesem unüberlegten Wischiwaschi konfrontieren.

Ich würde nur um eine Minute bitten, in der sie bitte kurz nachdenken und mir überzeugend erklären, wie ein Monat mehr oder weniger in irgend einer Art und Weise signifkant sind für diese Entscheidung über den Bildungsweg.

Bessere Planbarkeit ist auch ein ziemlicher Topfen, der frühere Abschluss der Inskription ist natürlich für den organisatorischen Ablauf von Nutzen, aber für Planbarkeit im großen Stil im Sinne der absoluten Studierendezahlen hat man vor allem die Erfahrungswerte der bisherigen Jahre, und da ist es komplett wurscht ob die Inskription am 5.10 oder am 5.9 schließt.

Übrigens, von wegen "Massenfächern":

Der vor zwei Jahren eingeführte Einstiegstest am Institut für Publizistik in Wien hat bisher noch nie stattgefunden - die Obergrenze an Einschreibungen für das Studium ab der er stattfinden würde wurde beide Male nicht erreicht.

Mit Kommentaren wie diesen arbeiten Sie meiner Meinung nach der budgetären Unterfinanzierung der Unis zu, weil Sie von den wahren Themen ablenken und sich banalstem Pipifax widmen.

Übrigens finde ich, der Standard sollte in Zukunft schon eine Stunde früher ausgeliefert werden, das löst sicher ratzfatz das Problem dass der unterbezahlte Zeitungszusteller (auch der Standard bedient sich fragwürdiger Arbeitsverhältnisse, und zwar nicht wenig) ihn neuerdings immer zu spät bringt.

na du hast schon recht...

es ist natürlich besser, alles innerhalb von 2-3 tagen zu organisieren statt innerhalb eines monats. ich glaub du hast keinen blassen schimmer, was das für ein aufwand ist

und du nimmst einfach an, dass die bewerberzahlen in psychologie trotz test gleich geblieben sind. vielmehr ist es so, dass die blosse ankündigung der prüfung dafür gesorgt hat, dass sich die unmotivierten deppen ein andres "ich studier halt mal" studium gesucht haben

Schon schwer, in drei kurzen Absätzen den Teil zu lesen der den organisatorischen Aspekt als jenen hervorhebt, wo das frühere Fristende sinnvoll ist.

und genau darauf hab ich reagiert...

...der absatz von dir ist schlicht falsch...grade für den groben ablauf kann man die erfahrungswerte nutzen, für das konkrete bereitstellen der ressourcen reichen allerdings keine erfahrungswerte...es ist genau umgekehrt

Ah, und der Einstiegstest für Psychologie findet immer statt, da ist das Interesse trotz Zugangshürden ungebrochen.

In meinem Post habe ich von Publizistik gesprochen.

Frau Nimmervoll!

Nach diesem Kommentar bin ich voll bedient.

wtf

also ich kann mich nicht entscheiden, ob das eher ein Schulaufsatz is, oder eine langweilige überlegung nach ein paar bier.

Am Schluss der Anmeldephase drängen sich alle (welch wunder). Und obwohls früher war als bisher (die haben ja auch keinen vergleich, nebenbei), hats ein großteil mitbekommen (auch nicht sehr überraschend). UNSERE unis sind daher noch immer super. Den Mitteln entsprechend. Die frühere Anmeldung ermöglicht mehr Planung für alle. Und beim ersten mal nicht so streng sein mit den neuen Fristen, bitte.

Na gut, ich geb einen 2er (beim ersten mal will ich nicht so streng sein).

Das ist vermutlich ein Versuch, „das Bedürfnis nach intelligentem, nachdenklichem Journalismus zu erfüllen.“

http://www.kobuk.at/2010/05/l... rnalismus/

Hach, großartig. Ich liebe das Internet.

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