Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Pauline Marois wird Regierungschefin von Québec.
Es gibt kaum ein Regierungsamt in der kanadischen Provinz Québec, das Pau line Marois nicht bekleidet hat. In 30 Jahren Politik arbeitete Marois in 15 verschiedenen Départments, darunter im Finanz-, Bildungs- und Gesundheitsministerium. Nun wird die Politikveteranin und Siegerin bei den Regionalwahlen die erste weibliche Premierministerin der französischsprachigen Provinz. Sie war 2007 auch die erste Frau, die an die Spitze des linksgerichteten Parti Québécois gewählt wurde.
Der Erfolg war keineswegs programmiert. Die ehemalige Sozialarbeiterin, die in den 1970er-Jahren als Pressesprecherin des damaligen Finanzministers Jacques Parizeau in die Politik einstieg, kämpfte mit Imageproblemen - auch in den eigenen Reihen. Der in einer Arbeiterfamilie Geborenen wird ein Hang zum Luxus nachgesagt. Ihr Mann Claude Blanchet, den sie als 20-Jährige heiratete, kam durch Immobiliendeals zu Geld. Marois wird in kanadischen Medien gerne als Bianca Castafiore, die Opernsängerin aus dem Comic "Tintin" ("Tim und Struppi"), karikiert.
Den Triumph am Höhepunkt ihrer Karriere konnte Marois nicht lange auskosten. Eine Schießerei, bei der es zu einem Todesopfer kam, überschatte die Wahlparty des Parti Québécois am Dienstagabend.
Das Attentat steht offenbar in direkter Verbindung mit der Politik Marois'. Obwohl die Politikerin bisher als moderat und pragmatisch galt, hat sie sich zuletzt vor den Karren der Separatisten spannen lassen. Bei ihrer Rede zum Wahlsieg sprach sich Marois für die Zukunft Québecs als "souveränes Land" aus. Die englischsprachige Minderheit in Québec befürchtet, dass sich ihre Provinz von Kanada lossagen könnte.
Als Premierministerin wird Marois wohl ein neues Referendum über die Unabhängigkeit in die Wege leiten müssen. Vor der Wahl hatte sie den radikalen Unabhängigkeitsbefürwortern in ihrer Partei versprochen, eine Volksbefragung zu starten, wenn 15 Prozent der Wahlberechtigten eine solche Forderung unterschreiben.
Das Referendum käme allerdings einem Selbstmordkommando gleich. Nur ein Drittel der "Québecois" spricht sich für einen eigenen Staat aus. Zwei Unabhängigkeitsreferenden 1980 und 1995 scheiterten bereits.
Die vierfache Mutter wird sich von ihrem ambitionierten Plan wohl kaum abbringen lassen. Ihre Hartnäckigkeit brachte ihr den Beinamen "Dame de Béton" ein. (Verena Diethelm, DER STANDARD, 6.9.2012)
Personenzug Toronto - New York soll Ziel der Attentäter gewesen sein - Behörden sehen Verbindung zu Al-Kaida im Iran
Mann tötet einen Menschen und verletzt einen weiteren schwer - Pauline Marois dürfte neue Regierungschefin der französischsprachigen Provinz werden
Ausländer aus Staaten ohne gleichgeschlechtliche Partnerschaft betroffen
Es gilt als nationales Prestigeprojekt, nun muss die Eröffnung des Museums für Menschenrechte in Kanada verschoben werden. Planer streiten, welche Verbrechen wie gezeigt werden sollen
Die konservative Regierung in Kanada will ein nationales Waffenregister abschaffen und hat damit einen heftigen Streit ausgelöst. Die Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Schritt, Quebec will klagen.
Deutsche Kanzlerin auf Besuch in Ottawa
Der jahrelange Kampf der indigenen Bevölkerung von Neufundland um Anerkennung und Hilfe zeitigt Erfolg
Zeitung: Kanadischer Soldat soll Informationen weitergegeben haben
"Keine glaubhaften Vorwürfe gegen die kanadischen Streitkräfte"
Arbeitgeber dürfen keine Zwangsaltersgrenze mehr für den Ruhestand festlegen
Konservativer Premier Stephen Harper kann jetzt mit absoluter Mandatsmehrheit regieren
2009 hatten die Ärzte Prostatakrebs diagnostiziert
Soll Anschlag auf die Börse in Toronto geplant haben
Beamte entfernten Namenschilder, um nicht erkannt zu werden: 22.000 Stunden Video analysiert
US-Präsident nahm sich nur wenige Sekunden für die Menge - Kooperation auch in Sicherheitsfragen und Klimawandel
Der jungen Generation in Quebec gelingt es schon seit Wochen, sich erfolgreich gegen die Erhöhung der Studiengebühren zu Wehr zu setzen und eine breitere Debatte über gesellschaftliche Werte und Politik auszulösen - Von Michael Krasser
Soll Sprengstoffanschläge geplant und Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida haben
Gastgeber Flaherty und Notenbankchef Carney allein auf dem Robbenfell
marois als ministerpraesidentin ist eine der unvorhergesehenen nebenwirkungen der studentenproteste, die ich eigentlich unterstuetzt hatte.
and diesem beispiel kann man sehr die grenzen der represaentativen demokratie sehen. denn wen soll man da noch wahlen?
leider ist es die marois geworde, wenigstens nur in einer minderheitsregierung.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.