Top-Banker singen Loblied auf Größe

5. September 2012, 16:58

Manager europäischer Banken halten wenig von einem Trennbanken-System: "Die Größe schützt."

Frankfurt - Europäische Top-Banker sehen in einer Abspaltung des riskanten Investmentbanking vom Einlagengeschäft mit Privatkunden keinen geeigneten Schutz vor künftigen Bankenkrisen. "Das hat nirgends funktioniert", sagte der Chef der französischen Bank Societe Generale, Frederic Oudea, am Mittwoch auf einer Branchenkonferenz in Frankfurt. Die Banken in Spanien und Irland, die vom Staat gerettet werden mussten, seien keine Investmentbanken gewesen. Oudea sieht das in Europa gebräuchliche Universalbank-Modell weiterhin im Vorteil. "Die Banken, die Unruhe gestiftet haben, hatten ein verengtes Geschäftsmodell, sie waren keine Universalbanken." "Die Größe schützt", sagte auch Klaus Diederichs von der Investmentbank JP Morgan.

Idee erlebt in den USA Aufwind

Commerzbank-Chef Marzin Blessing hält nichts von einem Trennbanken-System. "Das ist nichts, was unser Geschäftsmodell massiv verändern würde. Es löst aber das Problem nicht." Die Abtrennung hätte wenig mehr als symbolischen Charakter. Mit einer Regulierung der Geschäfte mit Schattenbanken - wie etwa Geldmarktfonds - wäre weit mehr erreicht, sagte er.

Vor allem in den USA und in Großbritannien werden die Rufe wieder laut, ganze Banken oder ihre Refinanzierungsquellen aufzuteilen. Damit soll vermieden werden, dass die Banken die Einlagen der Sparer in riskante Geschäfte stecken und - wenn diese letztlich schiefgehen - mit Rücksicht auf die Sparer als Ganzes vom Staat gerettet werden müssen. Die USA hatten diese strikte Trennung erst 1999 nach mehr als 60 Jahren aufgehoben. Im Zuge der Finanzkrise mussten sich dort Investmentbanken in Geschäftsbanken wandeln.

Größe federe Fehler ab

Die Bank of America hatte damals die Investmentbank Merrill Lynch aufgefangen. Bank-of-America-Manager Christian Meissner sieht das Haus als Universalbank im Vorteil: "Nur die größten Banken werden in der Lage sein, globale Netzwerke aufzubauen." Integrierte Banken profitieren von einer stabileren Kapitalbasis. Die jüngsten "Unfälle" in der Branche seien bei kleinen Häusern wie der IKB, MF Global und Knight Capital passiert, so Diederichs von JP Morgan. "Die konnten die Fehler nicht abfedern." (APA, 5.9.2012)

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"Die Größe schützt"

Aber sicher schützt die, da hat er vollkommen recht. Nämlich davor, im Falle einiger, sagen wir mal, suboptimal gelaufener Geschäftchen NICHT auf Staatskosten herausgepaukt zu werden.

Und es gehört freilich keine übermäßig große Imagination dazu, um sich bildlich auszumalen, wie right now die versammelte Bankenlobby in Brüssel umeinander wieselt, um einen europäischen Glass-Steagall-Act schon im Ansatz nach Kräften abzuwenden.

Man darf annehmen - Größe schützt! -, dass ihre vereinte Liebesmüh samt kombinierter Spendenkassen wohl von Erfolg gekrönt sein wird. Es wird allenfalls ein paar kosmetische, harmlose und leicht zu umgehende "Verfügungen" geben, um das Fußvolk ein wenig zu beruhigen, und das wird's alsdann gewesen sein.

Jetzt müssen wir nur aufpassen, dass die Fed nicht kauft!

"Die Größe schützt."

Wen ? Hier eine Antwort: http://www.arte.tv/de/goldma... 20372.html

Der Größenvorteil liegt einseitig bei der Wirtschaft, weil sie durch diesen die Politik und damit den Steuerzahler erpressen können. Je größer Wirtschaftseinheiten sind, desto schwerfälliger werden diese und umso teurer wird es für den Steuerzahler im Sanierungsfall.

http://www.meinbezirk.at/schoenkir... 36031.html

Größere Wirtschaftseinheiten zahlen auch weniger Steuern, weil sie leichter Gewinne ins Niedrigsteuerländer verlagern und stärker Verluste in anderen Betriebsteilen steuermindernd von den Gewinnen abziehen können. Viele Branchen können allerdings nur noch durch Großunternehmen betrieben werden. Wer meint es anders machen zu können wie z.B. Deutschland in der Energie zahlt einen verheerenden Preis. Im Bankgeschäft ist natürlich die Risikostreuung von zentraler Bedeutung und da macht das Universalbankensystem schon Sinn. Auch können Großunternehmen nur von Großbanken finanziert werden, das gilt insbesondere für Staatsfinanzierung, wobei allerdings Staaten normalerweise sowieso keine Schulden machen sollten.

was hat größe mit der möglichkeit von steuerersparnissen zu tun? was hat größe mit risikostreuung zu tun? was ist die aufgabe einer bank? weshalb sollen großunternehmen sich nicht am kapitalmarkt finanzieren können? industrieobligationen?

Nein, nein, das ist ja alles ganz anders.

Das ist ein super Geschäft für die Steuerzahler!

Sprach die Politik und hoffte, wir wären dämlich genug das zu glauben und noch dämlicher nicht zu erkennen, dass alles anders kam.

Die Politik hat sich schon lange einkochen lassen und uns

Steuerzahler schon längst verkauft.

Man kann's auch umdrehen und sagen: "Die Politik" ist schon lange gekauft und kocht uns ein.

Allerdings muss man sich nicht beklagen, wenn keine Politik dagegen gemacht wird, nämlich eine von unten.

"Die Banken, die Unruhe gestiftet haben, hatten ein verengtes Geschäftsmodell, sie waren keine Universalbanken." "Die Größe schützt"

Und wer schützt uns von den Grossen Banken die wir mit unseren Steuern retten müssen während sie sich die Bonis gegenseitig in den Allerwertesten schieben?

"Nur die größten Banken werden in der Lage sein, globale Netzwerke aufzubauen."

Wozu soll das gut sein?

"Die jüngsten "Unfälle" in der Branche seien bei kleinen Häusern wie der IKB, MF Global und Knight Capital passiert, so Diederichs von JP Morgan. "Die konnten die Fehler nicht abfedern."

Will man uns jetzt "too big to fail" als Vorteil verkaufen?

Die Typen werden immer dreister.

Unter dem Strich ist das tatsächlich richtig. Die großen Universalbanken wie Citibank, Bank of America haben dem US-Steuerzahler durch ihre Rettung beachtliche Gewinne beschert. Selbst beim größten Brocken AIG dürfte der Staat groß abräumen können. Die Verluste sind bei den Insolvenzen der unzähligen Kleinbanken und der beiden großen halbstaatlichen Spezialbanken Fannie Mae und Freddy Mac entstanden. Auch in Spanien sind es die Sparkassen und nicht die Großbanken, die das Desaster angerichtet haben. In Belgien, Großbritannien und vor allem Irland waren es allerdings die großen Universalbanken, die die Verluste angerichtet haben und zumindest in Belgien und Irland sind das auch bleibende Verluste.

mal daran gedacht, dass die unsummen an geldern die die zb billigst zur verfügung gestellt haben die assetpreise trieben und somit alle investmentbanken übermäßig davon profitierten?

Diese unkontrollierten Schattenbanken gehören verboten, nicht nur getrennt!

"Top-Banker singen Loblied auf Größe"

No na!

Die Größe schützt die Banken ... logisch, weil sie die Risiken den Bürgern umhängen können. Zum Kotzen.

geanau so wie goldmann sachs

eine einzige verbrechensorganisation und keiner von denen wurde zur verantwortung gezogen im gegenteil die zocken weiter als ob nichts gewesen währe statt dass sie wegen verbrechen gegen die menschlichkeit nach den haag kommen

Banken haben mit Abstand viel zuviel Macht. Das jede Firma Gewinne muss machen will ist Teil des Geschäftsmodelles. Was nicht sein kann und darf ist, dass wenn das Model nicht funktioniert der Staat und damit der Steuerzahler dafür einspringen muss. Ich kann auch nicht einen Kredit aufnehmen und dann sagen: ok ist wohl daneben gegangen, ich zahle nicht mehr zurück aber ihr werdet es schon verkraften können - brauche aber noch eine Aufstockung weil mein Porsche muss zur Wartung.

Wenn eine Bank too big to fail ist, hat sie dem Staat zu gehören

Wenn dieser das Risiko trägt, hat er auch die Vorteile zu lukrieren.

Oder sie ist in handliche Teile zu zerschlagen die Pleite gehen können.

Banken,

die Spareinlagen verwalten, dürften nicht an Spekulationen beteiligt sein. Dann könnten die Risikobanken in aller Ruhe pleite gehen und müssten nicht vom Staat (also doch wieder vom Sparer) gestützt werden.

Also: strikte Trennung!

Globale Netzwerke aufbauen.
Das sagt schon alles.

Systemrelevante Banken sollte es nicht geben.

Ein Auffangnetz ist ein NETZ und kein STRICK. und nur ein Netz kann die negative Energie so verteilen, dass kein grobes Malheur passiert. Und ist der Klotz zu groß, na dann hilft auch kein Netz.

Eine Volkswirtschaft kann nicht jeden Koloss auffangen. Die Österreicher sind derzeit am Rande des Machbaren (HAAB, KommKredit, ÖVAG). Wenn es noch den einen oder anderen Schleudert: na dann gute Nacht und kein Bett.

Und Kapitalausstattung ist keine Frage der Größe sondern der Relation. Wenn jedoch viel Kapital weg ist, dann ist das den Managern auch relativ wurscht.

grosse bank, grosses auto, grosse boni

grosse schei***e.

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