Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Lena Wicke-Aengenheyster in der prämierten Performance "Was uns bewegt. Über Texte und andere Körper" von Lilo Nein.
Die prämierte Aufführung "Was uns bewegt. Über Texte und andere Körper" ist am Donnerstag im Kunstraum zu sehen.
Wien - Der H13-Performancepreis, den der Kunstraum Niederösterreich jährlich und jetzt zum sechsten Mal verleiht, ist keine Auszeichnung für gutes Betragen in der Öffentlichkeit. Die erste Preisträgerin 2007 war Roberta Lima mit ihren subkutanen Körperanwendungen. Oder die vierte Jakob Lena Knebl, auch nicht gerade zimperlich in den performativen Formulierungen. Und im Vorjahr trug das Duo Dolce und Afghaner (Djana Covic und Fahim Amir) unter Polizeischutz die mit 2000 Euro dotierte Ermutigung heim. Der Boulevard hatte für die nötige Empörung gesorgt.
Die diesmal geehrte Künstlerin wird wohl keine Kommentare der FP-Kunstspezialistin Heidemarie Unterreiner kassieren. Denn Lilo Nein, geboren 1980 in Wien, deren Performance Was uns bewegt. Über Texte und andere Körper heute im Kunstraum zu sehen ist, bedient sich eher subtiler künstlerischer Methoden. So richtig aufgefallen ist Nein alias Marlis Reissert 2009 mit Selbst übersetzen, einem "Performance-Lesebuch zum Aufführen". Dafür hat sie dreißig Kollegen eingeladen, je einen Performance-Entwurf zu liefern. Es folgten Johanna Kirsch und Carola Dertnig ebenso wie etwa Roberta Lima oder der deutsche Künstlerzwilling deufert + plischke, Ralo Mayer und Bojan Djordjev.
Für Nein gibt es zwischen einem Text bzw. einer Partitur für eine Aufführung und der Aufführung selbst keinen graduellen Unterschied. Denn wenn es einen wie auch immer gearteten Text gibt, aus dem eine Performance entsteht, dann bedeutet das "aus ... entsteht" eine Übersetzung vom einen ins andere Medium. Und schon Walter Benjamin hat festgestellt, dass jede Übersetzung eine eigenständige Form darstellt.
Es ist schon eine zarte Ironie zu spüren, wenn Lilo Nein, die in Wien und Hamburg Kunst und Choreografie studiert hat, sich als "angehende Prolointellektuelle" bezeichnet. Da sie sich bereits in ihrem " Performance-Lesebuch" als sehr theoriefirm vorgestellt hatte, wollte sie in ihrem neueren Band Wer spricht in der Performance? Die abwesende Autorin (Revolver 2011) noch eines drauflegen. Dem Buch mit Beiträgen von Simone Forti, Jérôme Bel, Ivo Dimchev, Jakob Lena Knebl u. a. ist ein schmales Heftchen beigelegt: Darin findet sich nicht weniger als ein " Manifest der zeitgenössischen Autor_in". Ein sehr lesenswerter Text, aber auch eine neckische Referenzenschleuder, in der die Verfasserin wichtiges Kulturgut nachweist: zum Beispiel die Einsicht, dass autonomes Schaffen eine Illusion und jegliches Original ein Phantasma ist.
Unterstützt davon hat es Lilo Nein leicht damit, eine Ausstellung Wir sind der Text. Die Körper des Publikums zu nennen, wie jüngst in der Vereinigung der bildenden Künstler, oder To Insist on Performance auszurufen wie in der Künstlerhaus-Passage. Denn sie weiß, was sie tut. (Helmut Ploebst, DER STANDARD, 6.9.2012)
6.9., 19.00
"Scores No 7" im Tanzquartier Wien als Begegnung von Künstlern und Forschern auf der Suche nach Grenzen von "Intact Bodies"
In der Komödie "Außer Kontrolle" des Londoner Erfolgsautors Ray Cooney geht es in atemberaubenden Drehungen und Wendungen über zwei Stunden lang Schlag auf Schlag
Das Theaterfestival "Schäxpir" widmet sich in Oberösterreich Kinder- und Jugendthemen mit internationaler Beteiligung
Das Festival Impulstanz 2013 mit "Disabled Theatre" - Mehr als 100 Tanzaufführungen von 59 Tanzschaffenden, dazu rund 220 Workshops
Luc Bondy prägte die Wiener Festwochen fünf Jahre als Schauspielchef, elf als Intendant. Der Regisseur über Abschied, Kritik und seinen Nachfolger
Volkstheater Wien zeichnete beste Saisonleistungen aus
Handzahmer Saisonabschluss am Wiener Volkstheater: "Mein Freund Harvey"
Regisseur Barrie Kosky bringt in Berlin das erste Mal nach 80 Jahren Paul Abrahams "Ball im Savoy"
Nina Stemme vollführte als Isolde eine Glanzleistung. Regisseur David McVicar setzte auf szenische Statik, Dirigent Franz Welser-Möst auf fulminante Energie
"The Fool and the Princesses" mit dem Cirque de Loin am Klagenfurter Stadttheater
Nächste Woche findet das 4. Schülertheatertreffen am Burgtheater statt. Zu den ausgewählten Gruppen zählt auch das Borg Hegelgasse
"Das Dritte Reich des Traums" von Zoon-Musiktheater im Nestroyhof
Sven-Eric Bechtolf, bislang Schauspielchef, ab sofort Mitglied des Festspieldirektoriums, ab 2015 künstlerischer Leiter
Philipp Harnoncourt: "Experiment, das großen Spaß macht"
Am Donnerstag hat an der Staatsoper Wagners "Tristan und Isolde" Premiere - Tenor Seiffert über die männliche Titelpartie und ihre Anforderungen
Der 72-jährige Schweizer sei ein legendärer Schauspieler, der den deutschen Film und auch das deutschsprachige Theater entscheidend geprägt habe
"Die Geschichte der Welt in 7 Tagen", ein anthropologischer Selbstversuch im Brut
Stephen Schwartz wurde mit der Komposition einer VBW-Eigenproduktion beauftragt
In Viola Rohners Stück "Perfekt", vom Westbahntheater uraufgeführt, werden fundamentale ethische Fragen aufgeworfen.
Im Tanzquartier Wien zeigt sich junge österreichische Choreografie: Danzinger/Fusco, Dittler und Ernst
David Alden inszeniert an der Nederlandse Opera Wagners "Meistersinger von Nürnberg"
Yoncheva statt Machaidze, Bermudez statt Tae Joong Yang
Premiere der Berliner Operette "Frau Luna" an der Volksoper: Regisseur Peter Lund setzt auf nettes Komödientheater und Ausstattungsprunk
"Zauberflöte"-Regisseur Pountney startete einen Monat vor der Premiere mit einer Schlüsselszene der Oper
Blumen und Beifall: Roberto Alagna feiert seinen 50er - und ist damit fünf Jahre jünger als die "Tosca"-Inszenierung
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.