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Wien - Die einen erinnern sich eher mit Grauen, für andere waren es die schönsten Momente der ganzen Woche: Schulsport polarisiert. Eine neue Sendung auf ORF Sport Plus widmet sich ab 27. September vierzehntägig zur besten Sendezeit der Thematik in all ihren Facetten. Moderiert wird "Schule bewegt" von Ex-Schwimmerin Mirna Jukic, die sich am Mittwoch bei der Präsentation "ein bisschen aufgeregt" angesichts der neuen Erfahrung zeigte.
"Kann ich das überhaupt?", habe sie sich im Vorfeld gefragt, schilderte die mehrfache Sportlerin des Jahres im Rahmen des Pressetermins. Heute studiert die ehemalige österreichische Brustschwimmerin mit kroatischen Wurzeln Publizistik - und da kann man sich ein derartiges Angebot erst recht nicht entgehen lassen. Abgesehen davon, dass Jukic sich seit langem für Kinder engagiert. Schon die Jüngsten zu mehr Bewegung zu animieren und positive Beispiele ins rechte Licht zu Rücken, zählt zu den Haupt-Anliegen des neuen Formats des Spartensenders. Ein Teil der halbstündigen Sendezeit soll vom Nachwuchs selbst gestaltet werden.
Zielgruppe sind vor allem Taferlklassler bis Maturanten sowie deren Umfeld. Sollten wichtige Impulse aus Kindergärten oder von der Uni ausgehen, dürften auch diese aufgegriffen werden. Es gehe dabei keineswegs nur um Höchstleistungen und Wettkämpfe, sondern auch Schwerpunkte, Hintergründe, Experten-Gespräche und innovative Ideen, schilderten die Sendungsverantwortlichen. Bekannte Sportler sollten unter anderem ihre Disziplin vorstellen und "bewerben". Alle Bundesländer würden dabei berücksichtigt, und ein wenig Medien- und Sportpädagogik könne auch vermittelt werden, so ORF-Sportchef Hans Peter Trost. Die von den Schulen selbst konzipierten Beiträge machen einen wichtigen Teil des Gesamtkonzepts aus. Vom Budget her sei das Format in etwa vergleichbar mit jenem von "Sport-Bild".
Nicht die Quote stehe dabei im Mittelpunkt, sondern Impulse und Anregungen, die zu mehr Bewegung im Schulalltag führen und einfach Lust auf Sport und einen gesünderen Lebensstil machen. Immerhin schneidet Österreich diesbezüglich im Vergleich ausgesprochen schlecht ab, betonte der Arzt und Autor Siegfried Meryn. Die diesbezügliche Bewusstseinsbildung könne gar nicht früh genug beginnen. "Am besten sollte man schon mit dem Mutter-Kind-Pass anfangen".
So wird etwa das Projekt "Tägliche Turnstunde" behandelt, das von einer "Beispielschule" realisiert wurde und nun bereits als Vorzeigefall betrachtet wird und von Experten wie Meryn in den höchsten Tönen gelobt wird. Dass dabei Medaillengewinnerin Jukic als Zugpferd dient, liege vor allem an deren Kompetenz, aber auch auch ihrer menschlichen Ausstrahlung, betonte Trost. (APA, 5.9.2012)
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