"Einzigartige Kaltblütigkeit": Anklage gegen Estibaliz C. erhoben

Prozess vermutlich im November - Angeklagte soll auch in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen werden

Wien - Im Fall der Wiener Kellerleichen hat die Staatsanwaltschaft Wien gegen die Eissalon-Besitzerin Estibaliz C. erwartungsgemäß Anklage wegen Doppelmords erhoben. Staatsanwältin Ursula Kropiunig bescheinigt in ihrer 21 Seiten umfassenden Anklageschrift, die am Mittwoch zugestellt wurde, der 34-jährigen Frau eine "geradezu einzigartige Kaltblütigkeit und Skrupellosigkeit". Selbst ihre jeweiligen Lebensgefährten hätten bei Estibaliz C. "trotz den von ihr begangenen schauderhaften Taten keine Verhaltensänderung wahrgenommen".

Die Frau, soll im April 2008 ihren Ex-Mann Holger H. und im November 2010 ihren Lebensgefährten Manfred H. getötet, zerstückelt und die Leichenteile im Keller ihres Eissalons "Schleckeria" in Wien-Meidling einbetoniert haben. Da sie die psychiatrische Sachverständige für immens gefährlich hält, hat die Anklagebehörde zusätzlich die Unterbringung der Frau in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher beantragt. Der Prozess, den Richterin Susanne Lehr leiten wird, dürfte bereits im kommenden November stattfinden. (APA, 5.9.2012)

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