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Fast sehnsüchtig warten Märkte, Machthaber und Medien auf die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) heute Donnerstag. Und das nicht, weil es irgendjemanden sonderlich interessiert, was mit dem Leitzins passieren wird. Der liegt derzeit ohnehin bei historisch tiefen 0,75 Prozent, Experten erwarten im September keine Senkung des Leitzinses. Die Erwartungen ob einer richtungsweisenden Entscheidung in Sachen Staatsanleihen-Käufe sind aber hoch.
Am Montag jedenfalls feierte der EZB-Chef Mario Draghi seinen 65. Geburtstag. Andere sind in diesem Alter schon in Pension, Herr Draghi schlägt sich mit den Unwägbarkeiten der Krise, mit ihren Auswirkungen auf die Wirtschaft und vor allem mit der Frage, wie die Notenbank dabei agieren soll, herum. Dafür ließ der Italiener sogar das traditionelle jährliche Treffen von Notenbankern aus aller Welt im US-amerikanischen Jackson Hole sausen.
Seit nicht ganz einem Jahr lenkt Draghi nun die Geschicke der EZB und des Euro. Von Anfang an wurde er kritisch beäugt, nicht zuletzt wegen der schwierigen Situation, in der sich die Eurozone seit mehreren Jahren befindet.
Draghis erste Amtshandlung im November 2011 - die Senkung des Leitzinses während eines der vielen Höhepunkte der Krise - bescherte ihm das Label "Taube". Das hat nichts mit irgendwie gearteten physischen Ähnlichkeiten mit dem Vogel zu tun, "Tauben" und "Falken" bewohnen Notenbanken seit jeher. Dabei sind die Tauben Anhänger einer eher lockeren Geldpolitik , Falken hingegen fühlen sich der strikt antiinflationären Geldpolitik verpflichtet. Mit Zinssenkungen oder einer Ausweitung der Geldmenge der Konjunktur auf die Sprünge helfen zu wollen, halten Falken für ein gefährliches Spiel.
Flügelkämpfe zwischen den beiden Gattungen von Notenbankern sind es auch, die derzeit die Diskussion um mögliche Staatsanleihen-Käufe der EZB immer wieder anfachen. Der deutsche Bundesbank-Chef, Jens Weidmann, gilt als einer der wenigen letzten "Falken" in der Riege der Währungshüter. In den vergangenen Wochen wurden die Gräben zwischen ihm und EZB-Chef Draghi immer deutlicher, unterschiedliche Meinungen zu geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbank richtete man sich auch über die Medien aus.
Solche Kämpfe sind kein Novum, vor allem nicht in den turbulenten Krisenjahren. Zwei deutsche Ökonomen, Weidmanns Vorgänger Axel Weber und der EZB-Chefökonom Jürgen Stark, räumten im vergangenen Jahr ihre Posten. Der Grund: Der Frust über die unterschiedliche Auffassung darüber, was Notenbanken sollen oder dürfen und was nicht.
Draghi hat unlängst erneute Interventionen am Anleihenmarkt in Aussicht gestellt, falls kriselnde Länder zuvor Hilfen - gegen entsprechende Auflagen - beim Euro-Rettungsfonds beantragen. Schon 2010 und 2011 startete die EZB mit dieser umstrittenen Methode in den Kampf gegen die Krise. Nähere Details zu dem jüngsten Vorstoß erwarten Experten und Anleger nun von der Pressekonferenz nach der Sitzung am Donnerstag. Daran wird auch Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker teilnehmen und die Analyse der Eurogruppe zur wirtschaftlichen und finanziellen Situation der Eurozone erläutern. Ein unüblicher Programmpunkt, der auf die Brisanz dieser Zentralbank-Sitzung und die weitreichenden Folgen der Entscheidungen hinweisen könnte. Die Währungshüter beabsichtigen laut Kreisen, ihre neuen Anleihekäufe dem Volumen nach nicht zu begrenzen.
Die grundsätzliche Bereitschaft, Krisen-Ländern per Anleihen-Käufe unter die Arme zu greifen, gab Draghi schon im August ab. Seitdem bekräftigt er dieses Bekenntnis immer wieder, der Euro müsse um jeden Preis gerettet werden.
Weidmann hält von solchen Interventionen gar nichts. Für den deutschen Bundesbanker überwiegen die Risiken, das Anleihen-Programm sieht er als Staatenfinanzierung über die Notenpresse, was dem Mandat der EZB widerspreche. Er wird daher bei der EZB-Sitzung wie erwartet gegen das geplante Staatsanleihen-Programm der EZB stimmen. Und dabei höchstwahrscheinlich alleine bleiben.
Da der EZB-Rat keine einstimmigen Entscheidungen treffen muss, bleibt für Donnerstag eigentlich nur offen, wie das neue Staatsanleihen-Programm der EZB genau aussehen wird. Anfang der Woche sickerte durch, dass die EZB wohl nur Bonds mit kurzer Laufzeit bis maximal drei Jahren kaufen wird. Außerdem soll das Tor zum Primärmarkt - also da, wo Staaten ihre Schulden direkt begeben - vorerst zu bleiben. Die EZB wird nur am Sekundärmarkt eingreifen, also nur Staatsanleihen kaufen, die bereits am Markt gehandelt werden. Falken- und Tauben-Geister scheiden sich daran, ob der Eingriff am Sekundärmarkt noch ein unmittelbarer ist. Das würde nämlich dem Mandat der EZB widersprechen.
Die Erwartungen der Anleger und der Politik an die September-Sitzung der EZB sind jedenfalls sehr hoch. Deswegen gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass Draghi am Donnerstag nicht mit konkreten Plänen, vielleicht sogar schon einer Art Startschuss, herausrückt. Alles andere würde wohl zu einer harschen Reaktion an den Finanzmärkten führen, und den Druck auf Krisenländer wie Griechenland, Spanien oder Portugal wieder massiv erhöhen. (Daniela Rom, derStandard.at, 6.9.2012)
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Das ist also die Aufgabe, des ehem. Europa-Managers bei Goldman-Sucks, Draghi: die Taube als Köder für die Geier, die bereits ungeduldig ihren Anteil einfordern.
Sollte der Maastrichter Vertrag derart mißachtet werden, so entfällt auch die (ökonomich-mathematische) Grundlage für die Existenz des Euro. D.h. sobald die Kriterien der Währung nicht mehr erfüllt sind (Bailout v. Staaten, Verschuldungsgrenzen überschritten, Verstaatlichung v. Banken,) hört auch die Währung auf zu existieren.
Wenn man just zu dem Zeitpunkt Europa Manager v. GS war, an dem die kriminellen Deals zur Täuschung der Märkte und Europas mit GR eingefädelt wurden, ist es nur logisch, daß man hinterher, wenns brennt, die Brandstifter auch gleich zur Löscharbeit holt.
Wuerde mich ja interessieren was die Leute hier, die gegen Eurobonds, EZB Ankaeufe, Rettungsschirm, Schuldentilgungspakt, Abbau der deutschen Leistungsbilanzueberschuesse fuer Loesungsvorschlaege haben?
Importzölle der Defizitländer wären ein Mittel oder Strafen für Überschussländer ab 3%, die direkt den Defizitländer zugutekommen. Natürlich auch Konjunkturprogramme, Nachfrage ankurbeln, Vermögens und Erbschaftssteuern, strikte Kapitalverkehrskontrollen, etc. Roosevelts "New Deal" nachlesen hilft vielleicht.
Art. 64 AEUV garantiert den freien Kapitalverkehr - also den Transfer von Geldern und Wertpapieren in beliebiger Höhe - nicht nur zwischen den Mitgliedstaaten, sondern auch zwischen Mitgliedstaaten und Drittstaaten.
Somit sind "strikte Kapitalverkehrskontrollen" nicht möglich (sofern diese Kontrollen den Kapitalverkehr einschränken sollen).
"Strafen für Überschussländer ab 3%" ... man soll die guten bestrafen damit sie den anreiz haben schlechter zu werden ... das funktioniert wahrscheinlinich nicht mal auf papier ... eine staatenvereinigung wird über kurz oder lang das einzig vernünftige sein. schon klar eher über lang als kurz.
Eine Staatenvereinigung haben wir jetzt schon. Was funktionieren würde wenn die Nordlichter ihr Ego etwas zurücknehmen würden wäre ein europäischer Bundesstaat mit zwischenstaatlichen Transfers. Den will aber auch keiner. Also was bleibt übrig? Eurexit .
In Deutschland ist die Leistungsbilanz(die in den Jahren vor dem Euro ausgeglichen bis leicht positiv war) mit der Euroeinführung in einen massiven Überschuss Saldo gedreht.-Gleichzeitig stagnierten die Reallöhne.
Die "Strafe" kann in eine "Belohnung" der deutschen Bevölkerung gedreht werden,indem endlich Lohnerhöhungen durchgeführt werden.
implementiert ist:
Die EZB kauft Staatsanleihen direkt von den Staaten, also nicht über den Sekundärmarkt, und versorgt so unter Umgehung der Profite (Zinsgewinne) von Investmentbanken die Staaten zu einem zu definierenden, niedrigen Zinssatz.
Inflation gibt es nicht mehr als bei Buchgeldschöpfung durch Banken,denn die Geldmenge wird um exakt denselben Faktor erhöht; die Kunst ist es - wie auch jetzt schon, siehe Dollar - das Geld weltweit zu verteilen und zu die Inflation auszulagern.
Gleichzeitig läutet man das Ende der Banken als (zentralbank-)subventionierte Staatsfinanziererund somit deren unfassbarer Macht- und Gewinnsituation ein.
Man hat nun ausreichend Zeit, das neue System zu optimieren(Zinshöhe?) und adaptieren bzw. zu ersetzen.
dazu eine nicht gerade erbauliche prognose aus der faz.
http://www.faz.net/aktuell/p... 77430.html
Wer mehr über die Person Drahi und Goldman Sachs wissen will, sollte sich die Doku, die vorgestern auf ARTE gelaufen ist ansehen.
http://videos.arte.tv/de/videos... 94428.html
Kurzum: Die Person, die ziemlicher sicher Mitwisser von der damaligen griechischen Bilanzfälschung durch Goldman Sachs war (damit dieses marode Land in den Euro aufgenommen wird, und damit Teil-Auslöser der jetzigen Krise war) ist nun seit einem Jahr EZB-Chef.
Irgendwie unfassbar oder?
Mein Vertauen ist futsch!!!
mir die doku gestern übers netz angeschaut!
uuuunfassbar!!!!!
wie soll man gegen einen solchen sumpf vorgehen???!
aber es ist ja nicht nur draghi...auch trichet vorher war ein handlanger von denen!
alle beteiligten personen enteignen und was ich sonst mit diesen leuten tun würde darf ich nicht laut sagen..
und die bank zerschlagen!!! alle grossen banken gehören zerschlagen....eine investmentbank die pleite geht stört niemanden, und die banken die ihr "urgeschäft" verfolgen würden leben....
was wurde eigentlich getan um die wirklichen Probleme der Eurozone zu lösen. Wo wird in den angeschlagenen Staaten für Wachstum gesorgt? Nirgends! Was wird gegen die Arbeitslosigkeit in den Südstaaten getan? Nix! Werden bankrotte Banken abgewickelt? Nein! Gibts auch nur den kleinsten Ansatz um die Leistungsbilanzen der Eurozone auszugleichen? Nada ! Werden irgendwo die Vermögen welche durch die Krise explodiert sind in Form von Steuern abgeschöpft? Nirgendwo !Also vergesst den Euro.
beim beamtenstaat griechenland ist es besonders offensichtlich. zuerst müßten einmal alle korrupten und dann alle überflüßigen beamten abgebaut werden. dadurch gibt es natürlich noch mehr arbeitslose, aber es ist trotzdem der erste unbedingt notwendige schritt. denn ein lehrer- und beamtenstaat produziert nicht viel und dürfte deshalb auch nicht viel importieren und schon gar keine neuen kredite mehr aufnehmen.
den staatsbankrott gar nicht so lange zu verschleppen, gleich gar nicht so viele unnötige beamte aufzunehmen, ...
wenn etwas so lange verschleppt wurde, gibt es keine einfache lösung mehr. aber die aufgeblähte und korrupte bürokratie muß in jedem fall zusammengestutzt werden.
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