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Michelle Obama auf dem Parteitag der Demokraten.
Kurz nachdem YouTube als offizieller Streaming-Partner die Rede von First Lady Michelle Obama auf dem Parteitag der Demokraten übertragen hatte, war das Video aufgrund eines angeblichen Copyright-Verstoßes im offiziellen YouTube-Channel nicht mehr verfügbar. Stattdessen war zu lesen, dass das Video geschützte Inhalte von der Associated Press, New York Times Digital, EMI Music und anderen Unternehmen enthalte und daher gesperrt wurde.
Mitarbeiter von Präsident Barack Obamas Wahlkampfteam hatte die Blockade zunächst nicht bemerkt, wie Wired berichtet. Kurz nachdem die Blogger darauf aufmerksam gemacht hatten, war das Video als "privat" markiert worden. Mittlerweile ist der Live-Stream wieder zugänglich.
Ein YouTube-Sprecher erklärte gegenüber Wired, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe. Der Live-Stream sei nicht betroffen gewesen. Schuld daran dürften die automatischen Content-Filter der Video-Seite sein. Aufgrund des Digital Millennium Copyright Acts (DMCA) müssen Seitenbetreiber Unternehmen die Möglichkeit bieten, Inhalte als Urheberrechtsverletzung melden zu können. Noch vor einer eingehenden Prüfung, ob die Ansprüche gerechtfertigt sind, können die Inhalte so automatisch blockiert werden.
Es ist nicht das erste Mal, dass auf YouTube offizielle Videos der Eigentümer versehentlich gelöscht werden. Auch ein Clip der NASA zur Landung des Mars-Rovers Curiosity war einige Stunden nach der Veröffentlichung aufgrund einer falschen DMCA-Meldung gelöscht worden. (red, derStandard.at, 5.6.2012)
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Youtube musste selbst Sperrmaßnahmen implementieren, um sich nach US-Recht gegen horrende Schadenersatzforderungen der Contentmafia zu schützen.
Also geht das ganze durchaus von den Rechteverwertern aus, auch wenn jetzt so getan wird, als hätten die Streamingdienste freiwillig und von sich aus Zensurschranken aufgebaut. Perverses System.
Das wäre ja noch schlimmer!
Laut DMCA darf nur der Copyright-Inhaber eine Sperre beantragen, die der Provider durchführen muss. Der Ersteller des Videos kann dann gegen diese Sperre Einspruch erheben.
Aber niemals darf der Provider von sich aus etwas sperren.
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