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Wien - Das Wiener Literaturfestival "Rund um die Burg" hat nach 20 Jahren seines Bestehens eine neue Leitung: Das umtriebige Echo Medienhaus zeichnet nun für die Veranstaltung verantwortlich und hat einige konzeptionelle Neuerungen vorgesehen. So wird bereits ab der heurigen Ausgabe, die am 5. und 6. Oktober über die Bühne geht, mit dem Brauch des Lesemarathons rund um die Uhr gebrochen, wie Programmleiter Franz Schubert ankündigte. Das Burgtheater wird diesmal ebenfalls eingebunden. Die Tradition des freien Eintritts bleibt.
Gelesen wird heuer nur noch indoor, also nicht mehr in der Zeltstadt vor der Burg. Als Austragungsorte dienen stattdessen hauptsächlich die "Bel-Etage" über bzw. das Theater "Die neue Tribüne Wien" unter dem Cafe Landtmann. Im Halbstundentakt geben sich die Autoren dort am Freitag, 5. Oktober, zwischen 16.00 und 2.00 Uhr die Mikros in die Hand. Der Samstag wird zwischen 9.00 und 12.00 Uhr bespielt, wobei neben dem Theatersaal hier ein Saal im Landtmann als Location dient. Ein Zelt gibt es trotzdem weiterhin. Dort präsentieren Buchhändler ihr Sortiment und werden Signierstunden abgehalten.
Laut Schubert will man künftig auch das Burgtheater, gewissermaßen Namensgeber des Lesefestes, zunehmend integrieren. Für heuer konnte man die Bühneninstitution für die Eröffnung gewinnen. Im großen Pausenfoyer wird Otto Schenk ab 16.00 Uhr Theateranekdoten zum Besten geben. Das genaue Festprogramm werde gerade finalisiert, so Schubert. Einige Namen konnte er trotzdem schon nennen: So finden sich etwa Julya Rabinowich, Thomas Sautner, Barbara Frischmuth, die Science Busters, Joesi Prokopetz und Klaus Nüchtern auf der Gästeliste.
Das Echo Medienhaus übernahm kürzlich die Leitung von "Rund um die Burg". Zuvor hatte Initiator Andy Gaiser zwei Jahrzehnte lang für die Veranstaltung verantwortlich gezeichnet. (APA, 5.9.2012)
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