Kräftiges Minus für Österreichs Einzelhandel

5. September 2012, 12:07

Heimisches Geschäft ist im Juli um Minus 1,7 Prozent zurückgegangen, was EU-weit zu den stärksten Abschlägen gehört

Brüssel - Österreichs Einzelhandel ist im Juli im Vergleich der 27 EU-Staaten mit minus 1,7 Prozent am zweitstärksten gegenüber dem Vormonat Juni gesunken. Die Eurozone verzeichnete einen Rückgang von 0,2 Prozent, in der EU-27 blieb der Einzelhandel unverändert, geht aus neuesten Schätzungen von Eurostat hervor.

Das stärkste Minus wies im Monatsabstand Spanien mit 1,9 Prozent auf, gefolgt von Österreich und Malta (je -1,7 Prozent). Dann folgen Deutschland und Slowenien (je -0,9 Prozent), die Slowakei (-0,6 Prozent) und Estland (-0,2 Prozent). Keine Änderungen verzeichneten Dänemark und Finnland. Die stärksten Zuwächse gab es in Lettland (2,7 Prozent), Irland (1,7 Prozent) und Polen (1,6 Prozent). Dann folgen Litauen (1,3 Prozent), Frankreich (0,9 Prozent), Belgien (0,7 Prozent), Rumänien (0,6 Prozent), Bulgarien (0,5 Prozent), Großbritannien (0,4 Prozent), Schweden (0,3 Prozent), Luxemburg (0,2 Prozent) und Portugal (0,1 Prozent). Keine Daten lagen aus Tschechien, Zypern, Griechenland, Italien, den Niederlanden und Ungarn vor.

Plus im Juni

Noch im Mai dieses Jahres war Österreich mit plus 2,8 Prozent unter der Spitzenreitern beim Einzelhandel-Wachstum gelegen. Im Juni erfolgte ein Rückgang um 0,4 Prozent, nunmehr ging das Absatzvolumen auf 1,7 Prozent zurück.

Im Jahresabstand - Juli 2012 zu Juli 2011 - sank der Einzelhandelsindex im Euroraum um 1,7 Prozent und in der EU-27 um 0,2 Prozent. Österreichs Minus betrug 2,2 Prozent. Den stärksten Rückgang im Jahresabstand verzeichnete Portugal (-7,6 Prozent) vor Spanien (-7,3 Prozent). Den höchsten Zuwachs gab es in Lettland mit 10,3 Prozent. Keine Zahlen lagen u.a. für das schwer verschuldete Griechenland vor. (APA, 5.6.2012)

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7 Postings

Ich habe halt nicht mehr Geld zum ausgeben als ich von den Unternehmern bekomme. Und wenn die Lebenserhaltungskosten inkl. Treibstoff immer höher steigen muss ich wo anders einsparen.
Vllt. kommen die gscheiten Herrn endlich darauf, dass die oberen 10.000 Richis zu wenig sind um den Konsum in Schwung zu halten.

Wenn die Arbeitslosenzahlen steigen, dann sinkt die Kaufkraft.....

oder denke ich zu einfach und geradlinig?

weil mehr in Tschick investiert wird.

und Alk

kann man den zweiten absatz

nicht einfach in einer grafik darstellen?

nur dann,

wenn die apa das schon gemacht hätte...

das interessanteste kommt wie immer zum schluss:

"Im Jahresabstand - Juli 2012 zu Juli 2011 - sank der Einzelhandelsindex im Euroraum um 1,7 Prozent und in der EU-27 um 0,2 Prozent. Österreichs Minus betrug 2,2 Prozent."
wie soll sich da das prognostizierte wirtschaftswachstum ausgehen? das wird dann lieber totgeschwiegen und stattdessen für die "nächsten 1-2 jahre 2-3% wachstum" versprochen.

Ach, für Wachstum braucht's doch keinen Konsum. *

* O-Ton-H.W.Sinn

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