Russisches Yo-Mobil mit Startproblemen

4. September 2012, 18:36

Serienproduktion um zwei Jahre verschoben, Magna gilt als Partner

Moskau - Die Serienproduktion des ersten russischen Elektroautos Yo-Mobil, ein Projekt von Milliardär Michail Prochorow, wird um zwei Jahre verschoben und beginnt nun frühestens Ende 2014. "Das Yo-Mobil soll einige Stereotypen einreißen", hatte sich Prochorow noch vor gut einem Jahr bei einer Präsentation optimistisch über die Zukunft des Wagens geäußert. Er sei der Beweis dafür, dass Russen sowohl gute als auch umweltfreundliche Autos bauen könnten.

Geplant war der Bau eines kleinen wirtschaftlichen Stadtautos, das mit zwei Elektromotoren betrieben wird. Diese sollten über einen gas- oder benzinbetriebenen Stromgenerator und einen Zwischenspeicher in Gang gesetzt werden. Laut den Versprechungen der Konstrukteure soll der Benzinverbrauch bei 3,5 Litern auf 100 Kilometer liegen.

Finanzierungsprobleme

Noch ist Prochorow freilich den Beweis für die hohe Automobilbaukunst der Russen schuldig geblieben. Eigentlich sollte der Kleinwagen bereits Ende 2012 seriell vom Band laufen, doch schon im Vorfeld gab es Gerüchte über Finanzierungsprobleme. Zur Serienreife sind Investitionen von über 200 Millionen Euro nötig.

Nun hat das Petersburger Unternehmen Jarowit Motors als technischer Partner das Projekt um zwei Jahre verschoben. "Uns hat unser amerikanischer Partner, der Zulieferer für Karosserien, im Stich gelassen", begründete Generaldirektor Andrej Birjukow die Startprobleme.

Die Verzögerungen treffen auch Magna Steyr. Das Unternehmen hatte 2011 einen Kooperationsvertrag mit Yo-Mobil unterzeichnet.

Erst im nächsten Jahr soll nun ein neuer fahrfähiger Prototyp vorgestellt werden. Ob das Yo-Mobil noch in Fahrt kommt, ist aber unklar. Der russische Automobilexperte Oleg Dazkiw zumindest zweifelt daran: Die Frist von zwei Jahren zeuge davon, dass derzeit nichts da sei außer PR und verpulvertem Geld, sagte er. "Das erinnert alles sehr an potemkinsche Dörfer", fügte Dazkiw hinzu. (ab, DER STANDARD, 5.9.2012)

russen haben in diesen bereich noch nie

etwas zustande gebracht, warum also ausgerechnet jetzt? ach ja die boesen ami zulieferer, na wenigstens habes eine ausrede gefunden, da sinds gut die russen. die boesen sind immer die anderen, es darf gelacht werden, ueber wen? na ueber die russen!

vielleicht sind sie jahr in zwei jahren so weit wie renault und psa bzw ampera/volt heute - mittelschöne, unnötige e-mobile die keiner kauft, vor allem wenn russland nicht den westlichen förderzirkus kopiert.

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