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Rund 6,3 Prozent der Grundwehrdiener kommen bei Katastrophen zum Einsatz.
Der Sommer war ein einziger Einsatz. "Mein Urlaub ist in der Katastrophe untergegangen", sagt Hans-Peter Scheb. Im Bezirk Liezen koordiniert der Katastrophenschutzreferent die Hilfseinsätze, wenn Unwetter Dörfer überfluten oder Berghänge ins Rutschen bringen. Tragischer Höhepunkt der laufenden Saison war die verheerende Mure in St. Lorenzen im Paltental.
Als erste Akuthelfer kommen stets Feuerwehr und Rotes Kreuz, erzählt Scheb, doch angesichts der heurigen Dramatik hat Liezen auch um Assistenzeinsatz des Bundesheeres angesucht, das natürlich eine gewisse Anlaufzeit braucht. Mehrheitlich waren es Pioniereinheiten, die weggerissene Brücken ersetzten oder Häuser mit Lärchenholzverbauten stabilisierten. "Echte Profis", sagt Scheb.
Zu den Spitzenzeiten waren im Bezirk Liezen 425 Soldaten in Aktion, rund 200 davon Grundwehrdiener. Als höchst positive Erfahrung hätten diese den Einsatz empfunden, sagt der Koordinator: "Und die Bevölkerung war natürlich sehr wohlwollend."
Die Erfahrung stützt ein Hauptargument, das für die Wehrpflicht ins Treffen geführt wird: Werden die Österreicher nicht mehr aus Hochwasser, Lawinen und anderen Katastrophen gerettet, wenn es keine Präsenzdiener gibt?
Die Zahlen, die das Verteidigungsressort dem STANDARD nun zu den vergangenen fünf Jahren vorgelegt hat, relativieren jedenfalls Befürchtungen dieser Art. Demnach waren in diesem Zeitraum nämlich nur 1400 Grundwehrdiener tatsächlich in einem Katastropheneinsatz, was etwa 6,3 Prozent entspricht. Oder anders ausgedrückt: 93,7 Prozent der Rekruten bekamen während ihres Wehrdienstes keine Katastrophe aus der Nähe zu sehen. Ursprüngliche genannte Zahlen (5,5 und 94,5 Prozent) musste das Heer am Dienstagabend korrigieren.
Mit dieser Statistik jedenfalls will man im Büro des Verteidigungsministers Katastrophenszenarien widerlegen, die vor allem die ÖVP bei einem Fall der Wehrpflicht gerne wälzt. Norbert Darabos' Sprecher Stefan Hirsch: "Die tatsächlichen Einsatzzahlen entlarven die Aussagen der Berufsheergegner als reine Angstmacherei am Rücken der Bevölkerung. Wir sollten endlich zu einer sachlichen Debatte kommen."
Im Detail schwanken die Einsätze von Rekruten gegen Wasser, Schlamm und Schnee von Jahr zu Jahr: 2011 musste nur jeder 55. dagegen ankämpfen - also bloß 1,8 Prozent. 2010 hatte jeder 22. Präsenzdiener auszurücken, das entspricht 4,5 Prozent. In den Jahren davor waren es immerhin 9,1 beziehungsweise 13,2 Prozent (2009 und 2008). 2007 hingegen blieb man mit dem Einsatz von 3,2 Prozent der Rekruten deutlich unter dem Fünf-Jahres-Schnitt.
Bestätigt wird vom Ministerium auch eine Schätzung, die bei Blaulichtorganisationen kursiert: dass in "90 Prozent" der Katastrophenfälle hierzulande ohnehin nur die Feuerwehr ausrückt. (Gerald John/Nina Weißensteiner, DER STANDARD, 5.9.2012)
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[...] Demnach waren in diesem Zeitraum nämlich nur 1400 Grundwehrdiener tatsächlich in einem Katastropheneinsatz,[...]
1400 ist der Schnitt pro Jahr, nicht die Anzahl in 5 Jahren wie suggeriert wird. Ansonsten stimmen Eure Prozentzahlen nicht.
ist immer noch falsch!
Ich stelle mir die Frage in wie weit sich die Katastropheneinsätze verändert haben, dass die GWDs jetzt nicht mehr professionell genug sein sollen. Besonders unter Berücksichtigung des nicht ganz unwichtigen Aspekts, dass durch den Wehrdienst eine Vielzahl an Personen zum Heer kommen, die aus ihren zivilen Berufen Erfahrung mit Baumaschinen und anderen technischen Geräten mit bringen, die in einer Berufsarmee nicht mehr gegeben ist und somit auch vor Ort verfügbares Gerät umgehend einsetzen können.
Wer mit einer Berufsarmee schon einmal zu tun hatte weiß, was für eine „Professionalitätssteigerung“ hier tatsächlich stattfindet.
Die Auslandseinsätze des Bundesheeres leben davon und sind einer der Hauptgründe für des hohen internationalen Ansehens des ÖBHs.
Mit der Einführung der Berufsarmee gehen diese verloren und damit auch die hohe Flexibilität und Professionallität des ÖBH.
einsatz 70% GWDs sind? Dies scheint eine ähnlich exakte Rechnung zu sein, wie sie von Databos recht oft kommt.
Ob Darabos die Zahlen, wie gewohnt zu seinen Gunsten berechnen hat lassen spielt aber im Grunde keine Rolle, da es nicht darum geht ob man in den meisten Fällen ausreichend Soldaten zur Verfügung hat sondern ob man IMMER ausreichend Soldaten zur Verfügung hat. Und das ist bei einer Berufsarmee eindeutig nicht der Fall.
Die Einführung eines „THW“ würde hier auch nichts helfen, da es das in der Form der FF bereits gibt und auch das THW bei jeder größeren Katastrophe die BW rufen muss. Da auch das THW sein Personal zu einem Gutteil durch den Wehrersatzdienst rekrutierte macht sich auch hier bereits der Personalmangel breit.
siehe hier:
http://derstandard.at/134516623... Zahlen-vor
*********
Herr KLIKOWITSCH !!! SELTEN SO GELACHT, DANKE !
Also das geht so:
22.000 Grundwehrdiener (GWDs) rücken im Durchschnitt pro Jahr ein.
JA ? VERSTANDEN SOWEIT ?
70 % davon sind 15.400 GWDs !
LAUT IHRER "RECHNUNG" BEI JEDER KATASTROPHE IM EINSATZ, GELL !
Also wie geht das jetzt.
WER FÜHRT DAS GANZE ÖSTERREICHISCHE VOLK IN DIE IRRE ?
KLIKOWITSCH oder KLIKOWITSCH ?
SIE DÜRFEN 2-mal raten !!
Und noch was:
ES IST NICHT BERLAKOMISCH !
ES IST ERNST !
ZWANGSARBEIT in EINEM DER REICHSTEN LÄNDER DER WELT ZU VERTEIDIGEN IST EINE ERNSTE KRANKHEIT, ABER HEILBAR, SIE WERDEN ES SEHEN !
*****
das durch rasant abnehmendes Vertrauen in Politiker gekennzeichnet ist, ist demokratisch gesehen halsbrecherisch.
Tatsächlich: In einem Land, wo vor ein paar Jahren ein Haider ein Drittel der Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte, Berufsarmee einführen, ist demokratischer Selbstmord. Oder eben demokratisch gesehen Armutszeugnis für jeden, der das vertritt.
Und wenn man es mit Geld tausendmal bezahlen kann.
davon konnte ich mich oft überzeugen.
ein wesentlicher punkt wäre, dass kein einziger grundwehrdiener als systemerhalten eingesetz werden darf. berufssoldaten und zivilbedienstete sollen selber das telefon abheben und sich selber den kaffee kochen. wenn jemand wehrdienst leistet, dann bitte als soldat und nicht als hilfskraft für bequeme oder senile beamte
Kostet halt viel Geld. Grundwehrdiener (GWD) sind billiger und wurden inflationär eingesetzt. Das liegt auch daran, dass sich viele per guter Beziehungen für die acht Monate "entschieden", um den lästigen sechs Monaten zu entgehen, Die dann zu vielen Übungen zum Erreichen der acht Monate führten. Bei der mühsamen Kampftruppe.
Und personalvertretungsmäßig gut gestützte Vizeleutnante sahen sich plötzlich in der Lage, dass sie drei Maturanten bekamen, um ihre Schreibarbeit zu erledigen. Da wurde allen Teilnehmern des Systems langweilig.
Dabei ist das ganz einfach zu ändern: Geld in die Hand nehmen und Zivilbedienstete einstellen.
Unser Verteidigungsminister geht davon aus, dass man das ohne mehr Geld auch kann.
Nur er.
Jeder der beim Bundesheer war, Ist der Begriff einem " dienen" vor Augen geführt worden.
Die tausenden Politiker ( mehr als 42.000 in Österreich sollen einmal darlegen, wo IHRE SÖHNE GEDIENT HABEN !!!
Damit könnte man alle Hilftätigkeiten abdecken. Und die Pioniere wird in einem Berufsheer auch geben. Nur wird man halt weniger Offiziere brauchen um Leite herum zu scheuchen.
Egal, wieviel % auch immer beim Heer "nix tun", es sind zu viele.
Zu viele vor allem um das Argument gelten zu lassen "ohne Wehrpflicht keine Zivildiener".
Es gab funktionierende Krankenhäuser, Rotes Kreuz und andere Organisationen vor dem Zivildienst und diese werden auch in Zukunft ohne Zivildiener klarkommen. Nur wird's halt teurer für die Organisationen, evtl. teurer für die Patienten, aber BILLIGER für den Staat, also BILLIGER für uns Steuerzahler.
Was kann ein klar denkender und vernünftig rechnender Mensch also anderes fordern als "weg mit der Wehrpflicht", "her mit einem Berufsheer" und "her mit einem attraktiven Sozialjahr"?!
Wieviele Grundwehrdiener im Jahr an Katastropheneinsätzen beteiligt ist ein Vergleich der nicht einmal mehr hinkt. Interessant wäre die Frage wieviel % der aktiven Grundwehrdiener in der betroffenen Woche beteiligt waren bzw. in den betroffenen Wochen. Ferner wäre eine prozentuelle Darstellung pro Bundesland auch nicht uninteressant. Die Wortemeldung vom BM für Landesverteidigung das die Grundwehrdiener im Katastropheneinsatz überschätzt werden freut sicher alle die in den letzten Jahren einmal in diesem Sinne im Einsatz waren
bekommt man auch woanders her. die grundwehrdiener sind doch nur das feigenblatt für eine zum teil senile kaderstruktur, die grundwehrdiener zum herumfahren, zum telefonabheben, zum türöffnen, zum kaffeekochen und nicht zuletzt zur hervorhebung der eigenen, vermeintlichen wichtigkeit brauchen.
Es wird nämlich so getan, als ob es ohne BH nicht ginge und das ist sicher nicht der Fall. Auch ein Berufsheer braucht Pioniere. Man kann nicht ein Drittel (lt. ÖVP) dafür vorsehen wenn sie dann vielleicht dreißig Mal im Einsatz sind (u.a. Schneeschaufeln). Außerdem kann nicht jeder Pionier werden da braucht es schon eine Qualifikation (körperlich). Die übrigen Katastrophen schaffen die Feuerwehren auch ohne BH. Was da gespielt wird ist schändlich. In Wirklichkeit geht es um das Personal (ÖVP-Wähler), um die Landeshäuptlinge, Gemeinden etc. Man versucht Zivildienst und Katastrophendienst vorzuschieben um z.B. die 167 Generäle und 165 Generäle im Offiziersrang zu retten. Einer Verschlankung der Struktur wird die ÖVP nie zustimmen.
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