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Er ist nicht nur hässlich anzusehen, sondern für die betroffenen Tiere auch tödlich: Seit etwa 1995 sind mehr als 80 Prozent der Tasmanischen Beutelteufel einem Gesichtstumor zum Opfer gefallen, der bei Bissen von einem Beutelteufel auf den anderen übertragen wird. Nun hat Katherine Belov von der Uni Sydney mit Kollegen Gewebeproben von 48 Beutelteufeln, die an dem Tumor erkrankt und schließlich eingeschläfert worden waren, unter die molekulare Lupe genommen.
Vor allem wollten die Forscher wissen, ob die Zelllinie Alterungsspuren zeigt. Das lässt sich anhand der Länge der sogenannten Telomere im Ergbut der Zellen feststellen: Diese Abschnitte an den Enden der Chromosomen werden mit jeder Teilung kürzer, bis die Zelle ihre Teilung einstellt. Bei vielen Krebsarten ist diese natürliche Begrenzung aufgehoben - was auch für die Tumorzellen der Beutelteufel zutrifft, wie Belov und Kollegen im Fachblatt "PLoS One" berichten.
Der Gesichtstumor sei eine der ältesten lebenden Zelllinien, teile sich heute ebenso rasch wie früher und ist damit im Prinzip unsterblich. Umso wichtiger sei es, nicht infizierte Beutelteufel in freier Wildbahn vor Ansteckung zu schützen und eine tumorfreie Zucht aufzubauen. (tasch/DER STANDARD, 5. 9. 2012)
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Wenn man den link zu PLoS One anklickt, gibt es einen Reiter "comments", da gibt es bisher einen Kommentar (von PLoS One selbst) mit dem Titel "Media Coverage".
Darin steht u.a. "If you see any additional coverage of this paper in the press or blogosphere, please reply to this thread and add the link to the article."
Das könntet ihr doch machen, da freuen sich die Autoren, und der Standard gewinnt (temporäre) neue Leser am anderen Ende der Welt (ich könnts natürlich auch selbst machen, aber Ehre wem Ehre gebührt).
"Rassisitische Medizin" wäre es, wenn man gesagt hätte: "Die Zellen sind von einer Schwarzen, die nehmen wie nicht!"
Was hätte man denn machen sollen? Dinge wie Einwilligungserklärungen standen damals noch nicht zur Diskussion. Mit dem nachträglichen Vernichten der Zellinie und aller Erkenntnisse wäre auch niemandem geholfen gewesen. Oder vielleicht "Jackpot! Ihr Tumor hat überlebt; hier ist eine Million"?
Der letzte Satz würde mit "at its worst" mehr Sinn ergeben, aber das reisst das Posting auch nicht mehr heraus.
So falsch, man glaubt es nicht. An der Hopkins mussten schon damals sehr wohl Einverständniserklärungen vor einer Biopsie unterschrieben werden.
Natürlich hätte man damit niemandem geholfen...auch Miss Lacks nicht, denn ihr Cervixkarzinom war unbehandelbar. Aber es wäre schlicht und ergreifend GERECHT gewesen.
Aber gut, manchen Menschen geht eben der Sinn für Moral ab...
Der Artikel ist auch bisschen komisch geschrieben. Im Paper selbst wird klar was gemeint ist:
"DFTD thus represents one of the oldest naturally living, and continuously passaged cell lines in nature."
Die Betonung liegt auf "naturally living" und "in nature" ...
1) Das weiß man nicht 100% weil Karzinogenese ziemlich komplex ist und die Entstehung eines solchen Tumors auch nicht spontan ist sondern es sammeln sich über die Zeit Mutationen an.
2) Kurze aber wenig spekulative Antwort: Weil erst 1995 aufgetreten.
man könnte ihn noch am ehesten mit einem Wirtsspezifischen Virus vergleichen.
Ist nicht selbständig lebensfähig und kann nur im jeweiligen Wirt überleben und stirbt außerhalb des Wirts meist sehr schnell ab.
Aber für ansteckende/übertragbare Tumore gibt es keinen passenden Terminus.
Ein Parasit wäre ein eigenständiges Lebewesen, das zumindest kurzfristig auch außerhalb des Wirts überleben kann (Dauerstadien).
obwohl der hinweis auf die nicht-lebensfähigkeit ohne wirt gefällt... bloß das träfe dann auch auf bandwürmer zu, die ausserhalb vom körper auch nix schaffen.
am ehesten würde ich es mit einer pilzinfektion vergleichen, obwohl auch das nur sehr grobe ähnlichkeit hat.
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