Taube mit "Blutfleck" sorgt für Verwirrung

4. September 2012, 19:32
  • Kein Opfer von Gewalt, sondern einfach nur in Paarungslaune: Die Dolchstichtaube.
    vergrößern 500x357
    foto: apa/tiergarten schönbrunn/daniel zupanc

    Kein Opfer von Gewalt, sondern einfach nur in Paarungslaune: Die Dolchstichtaube.

Die vermeintliche Stichverletzung spielt bei der Balz eine Rolle

Wien - Im Tiergarten Schönbrunn sorgt eine neue Vogelart für Aufregung: Tauben mit einem blutroten Fleck auf der Brust, der einer Stichwunde ähnelt. Die beiden Vögel wurden allerdings nicht verletzt - es handelt sich um sogenannte Dolchstichtauben, deren Federn an dieser Stelle außergewöhnlich rot gefärbt sind. "Ein Besucher hat schon besorgt die Pfleger verständigt, als er diesen Vogel mit der vermeintlichen Verletzung im Regenwaldhaus gesehen hat", berichtete Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Der blutrote Fleck spielt jedoch bei der Balz eine Rolle. Die Männchen präsentieren ihn stolz den Weibchen. In Größe und Gewicht ähneln die Dolchstichtauben den heimischen Stadttauben, sie kommen aber ausschließlich auf den Philippinen vor. Dort leben die scheuen Vögel in Laubwäldern und verstecken sich gern im Dickicht. Der wissenschaftliche Name "Gallicolumba" weist auf ihre Lebensweise hin: Die Tauben ("Columba") halten sich die meiste Zeit wie Hühner ("Galli") am Boden auf und suchen dort nach Nahrung. (APA, 4.9.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.