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Brüssel - Portugal hat am Dienstag versucht, den im Land wütenden Wald- und Buschbränden mit Unterstützung der Europäischen Union Herr zu werden. Nach einem Hilfsgesuch aus Lissabon an die EU-Zivilschutz-Zentrale halfen zwei Löschflugzeuge aus Spanien bei der Brandbekämpfung in Nordportugal, wie die portugiesischen Behörden meldeten. Zwei weitere in Frankreich stationierte Flugzeuge sollten am Nachmittag in Portugal eintreffen, sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel.
Lissabon hatte am Montag den zentralen EU-Zivilschutz-Mechanismus aktiviert. Die Stelle in Brüssel koordiniert bei Krisen und Katastrophen die Hilfe der 27 EU-Staaten und fünf weiterer europäischer Länder. Sie unterstützt die Einsätze auch finanziell und beobachtet die Lage in den betroffenen Landstrichen.
"Die Situation in Portugal verbessert sich", sagte der Kommissionssprecher in Brüssel. "Aber trockenes Wetter ist für mindestens weitere vier Tage vorhergesagt." Dem Sprecher zufolge waren am Montag in Portugal knapp 300 Brandherde gezählt worden. Das Land leidet unter extremer Trockenheit, was den Ausbruch von Feuern begünstigt. Darüber hinaus nahm die Polizei nach eigenen Angaben in diesem Sommer mehr als 40 mutmaßliche Brandstifter fest.
Am Montag war südlich von Coimbra die verkohlte Leiche eines Einwohners gefunden worden. Beim Absturz eines Feuerwehrhubschraubers wurden außerdem zwei Menschen verletzt. Am Dienstag waren im ganzen Land rund tausend Feuerwehrmänner im Einsatz.
Auch die Waldbrand-Situation in anderen südeuropäischen Ländern bleibt nach den Worten des EU-Sprechers "nach Wochen heißer Temperaturen kritisch". Neun vom Zivilschutz-Zentrum beobachtete Länder hatten danach bereits mit Waldbränden zu kämpfen, darunter Frankreich, Griechenland und Serbien. (APA, 4.9.2012)
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