Mindestens 25 Tote bei Anschlag im Osten Afghanistans

Ziel war möglicherweise Bezirksgouverneur

Jalalabad - Bei einem Anschlag während einer Beerdigung im Osten Afghanistans sind am Dienstag laut einem Sprecher der Provinzregierung mindestens 25 Menschen getötet und dutzende verletzt worden.

Nach Polizeiangaben hatten sich die Opfer im Grenzdistrikt Dur Baba zusammengefunden, um einen einflussreichen Stammesführer zu beerdigen. Der Attentäter habe seine Sprengstoffweste inmitten der Menschenmenge gezündet. Hauptziel des Angriffs sei der Distriktgouverneur gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Der Politiker sei verletzt worden. Einer seiner Söhne sei unter den Toten.

Die Behörden machten die Taliban für die Tat verantwortlich. Die Aufständischen äußerten sich zunächst nicht. Der Distrikt Dur Baba grenzt an das pakistanische Stammesgebiet Khyber. Die unwegsame Bergregion auf beiden Seiten der Grenze gilt als eine Hochburg radikal-islamischer Extremisten.

Nach einem Bericht der Vereinten Nationen ist die Zahl der zivilen Opfers des Afghanistan-Konflikts in diesem Jahr gestiegen. In den ersten sechs Monaten seien mindestens 1145 Zivilisten getötet und fast 2000 verletzt worden. Für 80 Prozent der Todesfälle machen die UN Aufständische verantwortlich. (APA, 4.9.2012)

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