Warteschlangen an Unis überschaubar

Ansichtssache | Lisa Winter
5. September 2012, 09:53

Heuer mussten sich Studierende erstmals bis 5. September an der Uni einschreiben

foto: rwh/derstandard.at

Zukünftige Studierende konnten sich bis Mittwoch, 5. September für ein Bachelor- oder Diplomstudium an einer Universität inskribieren. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle erwartete, dass "viele diese Möglichkeit wahrnehmen", wie er in einer Aussendung am Dienstag sagte.

An der Universität Wien war der Andrang am Mittwoch um 9 Uhr überschaubar.

foto: liwi

Am Dienstag war die Schlange an der Uni Wien schon recht lang. "Der Andrang ist erst seit letzter Woche so groß, wie auch in den vergangenen Jahren zum Fristende", erklärte die Pressesprecherin der Universität Wien, Cornelia Blum im Gespräch mit derStandard.at. Für Mittwoch, den letzten Anmeldetag, rechneten die Universitätsbediensteten mit Schlangen bis zur Straßenbahnstation.

foto: liwi

Als Wartemöglichkeit stand das Audimax zur Verfügung. "Die Studierenden können sich seit dem 18. Juni inskribieren", so Blum. Viele Studierende warteten allerdings bis zur letzten Minute.

foto: liwi

Magali Dorn (19) aus Mainz erklärt lachend, dass sie eigentlich noch nicht weiß, ob sie hier an der Hauptuniversität richtig ist, um Internationale Betriebswirtschaft zu inskribieren: "Ich bin erst gestern nach Wien gekommen und nun seit halb elf hier. Eine Nummer hab ich schon gezogen."

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Deniz Cinar (27), gelbes T-Shirt, vom Studentpoint arbeitet bei der Nummernausgabe und gibt Wartenden praktische Tipps: "Pro Stunde werden etwa 150 bis 180 Personen angemeldet."

foto: liwi

Wagma Habieb (27) wechselt von der Universität Wuppertal an die Hauptuniversität. Wagma studierte im neunten Semester Lehramt Deutsch und Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung, bevor sie sich vor kurzem aus privaten Gründen entschloss, nach Wien zu gehen.

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"Ich warte seit vier Stunden, um mich für das Bachelorstudium Geografie einzuschreiben", sagt Liubov Ivasivka (20) aus der Ukraine. Liubov kam kurz vor zehn Uhr: "Da reichte die Warteschlange schon bis vor das Uni-Gebäude". Nach etwa eineinhalb Stunden erreichte sie die Nummernausgabe vor dem Audimax.

foto: liwi

Michael Cicek (32) hat am Montag "schon mal beim Referat für Studienzulassung vorbeigeschaut". Allerdings war ihm "zu viel los" und der Biologie-Student beschloss am Dienstag früher aufzustehen: "Daraus wurde dann leider nichts, ich hab's erst um zehn Uhr hergeschafft", schmunzelt Michael, der sich nun für das Bachelorstudium Chemie anmeldet.

foto: liwi

Der freie Autor Philipp Weiß (30) aus Wien hat es geschafft: "Nach circa vier Stunden Wartezeit bin ich jetzt für das Bachelorstudium Japanologie eingeschrieben." Spontan hat sich der Germanistik-Absolvent nach einer einmonatigen Reise durch Japan entschlossen nochmal auf der Uni zu studieren. (Lisa Winter/APA, derStandard.at, 4.9.2012)

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bei wieviel prozent deutschen sind wir jetzt?

nation - was ist das schon? ein konstrukt.
nationalismus grenzt aus und tötet!

naja...

...dann muss man aber auch so konsequent sein und auch die bezahlung nicht einem konstrukt überlassen --> soll heissen, wenn man das zu ende denkt müsste deutschland ohne wenn und aber mitzahlen

besuchen Sie mal eine Publizistik VO

dann werden Sie fragen: "wie viel % Österreicher sinds noch?"

Beeindruckende Bilder!

das anstehen ist ein wichtiger teil der ausbildung und bereitet auf lange nachmittage vor der ams tür vor

sie sprechen aus erfahrung? wobei, sie haben definitiv noch keine uni von innen gesehen.

Ich war am Donnerstag an der KF Graz, so um 9 oder 10 Uhr. Wartezeit ca. 2 Minuten (nur 1 Person vor mir, ohne Voranmeldung da Zweitstudium). Mir unverständlich, wieso man am letzten Tag kommt und dann teils eine halbe Ewigkeit herumsteht.

Da es in der letzten Zeit gefühlt täglich einen Bericht über diese Frist hab, hätt ich mir von dem Happening heut schon einen Liveticker erwartet ;-)

überschaubar?

Also wenn der Ansturm am ersten Foto noch überschaubar ist.. bin ich froh, dass ich die stundenlange Warterei hinter mir hab und per EPS verlängern kann...

Auf der WU habe ich höchstens 20 bis 30 Minuten gewartet, ich musste mich online Voranmelden und dann einen Termin wählen wann ich komme, bekam einen Schalter zugeteilt, dann ging alles ziemlich rasch. Dieses System wär sicher auch für die Hauptuni nicht schlecht, sofern es von den Resourcen her möglich ist.

DAfür ist das Anmeldesystem auf der WU zu einzelnen Fächer ein graus, ich sag nur Atomuhr ;)

Ich muss sagen, mir ist aber die Atomuhr lieber, als wie wenn das Ganze nach Zufall geschieht...so hat man zumindest ein bisschen eine Kontrolle über den Verlauf seines Studiums...Natürlich wär noch besser wenn, gerade solche Vorlesungen wie Statistik, die eh jeder braucht, LVPs statt PIs wären...

Und Atomuhr gibt's auch auf anderen Unis...

Nützliche Informationen über die Voraussetzungen für die Studiumszulassung sind auf HELP.gv.at, dem zentralen Internetportal der Republik Österreich für Bürgerinnen und Bürger: https://www.help.gv.at/Portal.No... 60101.html

Schluss jetzt mit dem Autoren-Bashing

Ich kenne zwar auch nichts von Philipp Weiß, aber der Mann scheint durchaus lebensfähig von seiner Kunst: http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Weiss

Also bitte zuerst informieren und dann vielleicht doch den Künstler-Beißreflex unterdrücken.

lebensfähig? der mann muss offensichtlich seine eigenen texte essen.

Und den Wikipedia Eintrag hat er ganz sicher auch nicht selbst geschrieben ;)

Das wäre natürlich zu beachten. Aber erlogene Preise, Förderungen und Veröffentlichungen würden gerade dort am schnellsten entlarvt - ich gehe daher davon aus, dass der (angenehm kurze) Artikel schon stimmt.

also gerade förderungen und preise bekommt heute schon fast jeder nachgeschmissen und veröffentlichen ist heute auch kein qualitätsmerkmal mehr!

Also wenn sie ein Stück von mir im Schauspielhaus aufführen würden, dann würd ich mir aber schon sehr etwas drauf einbilden.

ok, ich beginne jetzt wirklich zu bashen, aber die uraufführung hat er mit dem hans gratzer stipendium sozusagen gewonnen

Ach so.

Alle außer Ihnen? Ich konnte ja nicht wissen, dass Sie selbst ein unveröffentlichter und ungeförderter Autor sind.

ich kenne genug künstler (autoren, fotografen, musiker, ...) die förderungen und auszeichnungen bekommen haben und hunderte veröffentlichungen gemacht haben

ist schön, aber leider keine besonderheit!

und wo lesen sie heraus, dass er lebensfähig ist?

soll er arbeiten und studieren was er will, mich geht nur das gesudere über banker- und managerlöhne danach an

Sie sudern doch. Siehe unten - von den verkauften Büchern und den Förderpreisen muss der Autor auch Steuern zahlen. Außerdem zahlt er jetzt Studiengebühren.

Und auch Ihnen verbietet keiner, unser aller Steuergelder zu nutzen und die Uni oder einen VHS-Kurs zu besuchen, wenn Sie Japanisch lernen wollen. Ich für meinen Teil zahle für solche Angebote grundsätzlich gerne Steuern. Oder sind Ihre Interessen, die Sie angeblich ganz allein finanzieren müssen, so abwegig?

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