Bänke bei U1 demontiert: Der neue Karlsplatz hat die alten Probleme

Elisabeth Mittendorfer, 4. September 2012, 14:45
  • In der U1-Station Karlsplatz wurden vor kurzem die Bänke abmontiert.
    foto: derstandard.at/mittendorfer

    In der U1-Station Karlsplatz wurden vor kurzem die Bänke abmontiert.

  • Die Bodenmarkierungen zeigen, wo früher eine Bank gestanden ist.
    foto: derstandard.at/mittendorfer

    Die Bodenmarkierungen zeigen, wo früher eine Bank gestanden ist.

Im Zuge der Umbauarbeiten soll der Wiener Karlsplatz drogenfrei werden. Laut einem Mitarbeiter wurden deshalb in der U1-Station Sitzbänke abmontiert

Die U1-Station Karlsplatz hat seit kurzem keine einzige Sitzbank mehr. Grund dafür ist laut einem Mitarbeiter der Betriebsaufsicht der Wiener Linien, dass das Problem mit drogenkranken Menschen hier überhandgenommen habe. Sie hätten auf die Bänke uriniert und darauf geschlafen. "Das Wegzuputzen war sehr unangenehm."

Schmälere Bänke

Anstatt der alten roten Bänke sollen demnächst Gitterrostbänke aufgestellt werden, wie sie schon auf der U1-Strecke zwischen Kagraner Platz und Leopoldau angebracht sind. "Die Bänke werden aber nicht mehr so breit sein, dass man sich hinlegen kann", so der Wiener-Linien-Mitarbeiter.

Offiziell haben die Wiener Linien eine andere Erklärung für die Demontage der Sitzgelegenheiten. "Hier wurden teilweise alte Bänke, die nicht mehr unseren Sicherheitsbestimmungen entsprechen, abmontiert und werden demnächst durch moderne Sitzplätze ersetzt", erklärt Dominik Gries, Pressesprecher der Verkehrsbetriebe.

Verlagerte Drogenszene

Auch bei der Suchthilfe Wien sind keine Probleme mit Suchtkranken in der Karlsplatzpassage bekannt. Laut deren Geschäftsführer Robert Öllinger halten sich in diesem Areal nur noch wenige Drogenkranke auf. "Am Karlsplatz war bis vor zwei Jahren eine Drogenszene, die ist verlagert worden." Seit Frühsommer 2010 habe man die Angebote im Sozialbereich und in der Tagesbetreuung ausgebaut - der Spritzentausch in der Karlsplatzpassage wurde aber eingestellt.

Als Ersatz wurde das Betreuungszentrum TaBeNo installiert. "Ziel war es, suchtkranke Menschen in die Betreuung zu bringen. Das wurde von den Betroffenen sehr gut angenommen." Seit Juli 2012 ist die sozialmedizinische Einrichtung Jedmayr am Gumpendorfer Gürtel 8 in Betrieb, die gleichzeitig die bisherigen Drogenberatungsstellen Ganslwirt und TaBeNo abgelöst hat.

Kritische Stimmen

Dass nach der Auflösung der Szene am Karlsplatz alle Betroffenen in den Einrichtungen aufgefangen wurden, wird von einem Aktivisten der Initiative Drogenkonsumraum angezweifelt. Kritisch sieht er vor allem, dass mit der sozialmedizinischen Einrichtung Jedmayer nur noch eine zentralisierte Stelle zum Spritzentausch existiert.

"Beim Karlsplatz konnten die Leute direkt vor Ort Spritzen tauschen, das TaBeNo am Wiedner Gürtel war dafür nur ein schlechter Ersatz. Ich möchte nicht wissen, wie viele Spritzen seither nicht getauscht wurden", sagt er. Wie das Jedmayr angenommen werde, müsse man jedoch erst abwarten. (Elisabeth Mittendorfer, derStandard.at, 4.9.2012)

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Falsch Vorstellung vieler Leute

tIch war lange Zeit (von meinem 12 Lebensjahr an bis zu meinem 25) einer dieser so nett genannten "Gestalten" die dort ihr "unwesen" trieben.
Die Leute die am KP ein Problem darstellen sind alle durch die Bank polytox! Das bedeutet sie sind auf mehr als nur einer Droge drauf. Das häufigste Ausfall verhalten haben sie wenn Alkohol mit mit was langsamen konsumiert wird wie Somnubene Rohypnol usw.....
Jemand der so wie ich jeden Tag seit Jahren seine Meds in der Apo abholt und seit Jahren einen fixen tollen Job und eine tolle Familie hat der wird nicht am KP anderen Leute am Geist gehen oder Angst einjagen. Es sind die vielen Junkies die auch noch Alkoholiker sind und dadurch die Subtitution nicht greifen kann um für stabilität zu sorgen..

Liebe Wiener Linien, haben'S lieber alte Leut die umfallen ohne Bankerl? Und die mit Kreislaufkollaps schauen sicher auch schick aus in horizontal.

Kommen ja wieder Bankerl. Und es fallen auch sonst nicht reihenweise alte und kranke Leute in den Stationen um. Glücklicherweise.

Ich komme selten am Karlsplatz vorbei, habe vielleicht desshalb keine Probleme mit den Junkies. Mir fallen die normalen Betrunkenen erheblich schlimmer auf. Vor allem die, die anscheinend ein normales Leben führen und abends unter Alkoholeinfluss ihren Verstand verlieren.

Ich muss manchmal spät mit der Ubahn heimfahren. So musste Ich unlängst sehen, wie in der Pilgramgasse eine junge Dame aus einer Gruppe ausscherte, sich in richtung aufgang begab, dort eine größere Menge Kot hinterlies, den Tatort verlies und in die Ubahn entschwand. Sie wirkte keineswegs verwahrlost. Ist dies, was normale Menschen heutzutage abends machen?

Warum sieht die Sation auf einmal so hässlich aus?

Wo ist das schöne gewölbte Grauglas hingekommen? Hätte vermutlich ein paar Euro mehr gekostet und schon wird der Station das übliche o8/15 Design der restlichen U1 verpasst. Die U2 Verlängerung wurde beim Bau auch recht schön gestylt. Nach der ersten Generalsanierung werden die Stationen dann vermutlich aussehen, wie die alten o8/15 U3-Stationen.

ich frag mich wie viele der Leute die hier

so gegen die WienerLinien posten denn tatsächlich öfters am Karlsplatz sind, oder überhaupt mal dort waren.

Um 8 in der früh und zwischen 12 und 14 uhr ists ja ganz angenehm, da kümmert sich die Polizei ja drum, dass alles passt. Ist ja schließlich die Zeit an der die Schüler zur Schule gleich am Resselpark gehn/kommen. In der restlichen Zeit wanken überall Junkies rum, streiten sich, legen den Ubahnbetrieb lahm indem sie ne Schlägerei am Bahnsteig beginnen, dealen offensichtlich, in der Passage zur secession sieht man auf den Treppen oft welche die sich nen Schuss geben und dann fragen sie auch noch ganz normale Leute nach Drogen. Das ist nicht lustig da jeden Tag durchzumaschieren. Und wenn die die Bänke ruinieren dann versteh ichs

Ich, seit vielen Jahren jeden Tag zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Richtige Probleme für andere Menschen gab's dort sehr selten, unangenehm war's nie. Nach Einführung dieser seltsamen "Schutzzone" wurde es dann etwas ungut, denn dann hatte die Polizeit eine Möglichkeit, Leute von dort zu vertreiben (willkürlich, nur nach dem Urteilsvermögen der Polizeit). Also ständige Polizeipräsenz und Wegweisungen, wie in einem Polizeitstaat quasi.

Den Leuten muss man helfen und sie nicht zu Verbrechern erklären.

die machen das aber nicht zum spass , und sind krank per definition.

auch diese seite gehört zur geselleschaft, und als solche sollte man sich darum kümmern anstatt die ganze szene in ein anderes eck zu drängen / verschieben

Und wenn man krank ist, dann ist das ein Freibrief machen zu dürfen was man will?

Wenn ein Kranker für andere gefährlich ist, dann wird er auch isoliert (Quarantäne nennt sich das).

Noch dazu sehe ich es nicht ein, dass hier illegale Aktionen nicht bestraft werden, aber wenn ich einmal um 10km/h zu schnell mit dem Auto fahr...

in der stadt wärs eh besser ubahn oder fahrrad zu fahren

stecken wir also alle saufenden Jugendliche, Schüler, Studenten

in Quarantäne. Gerade bei der 24h Ubahn fahren nur Alkoholleichen herum. Also ab in die Quarantäne *ironie*

ein Besoffener ist ja auch nicht "per Definition" krank.

und komischerweise habe ich quasi nie Probleme mit Besoffenen wenn ich zur/von der Arbeit fahre. Mit den Junkies schauts schon anders aus.

Vielleicht hab ich auch nur extrem was gegen diese Typen aber ich sehs nicht ein warum ich z.B. in der U-Bahn dann plötzlich neben einem stehe, der, mal abgesehen von nicht vorhandener Körperpflege und eiternden Ausschlägen überall, einem 2 erklärt wie viel die Pillen wert sind die er da einstecken hat, und dann beginnt mitten in der Ubahn neben Kindern sein Substitol mit nem Feuerzeug anzuheizen.

liegt wohl daran das sie offensichtlich öffters mal besoffen sind, als sich dem rausch anderer drogen hinzugeben.

also ich finde jeden menschen der am nachmittag mit geschwollener aufgebrannter haut nach alkohol riecht, weit aus grausiger

wenn die Wiener Linien so reagieren.

Die Polizei macht ja nichts.

aber nein

am Karlsplatz gibts doch kein Drogenproblem, da gibts auch keine Junkies weil die Polizei ja so gute Arbeit macht und sie überall "Kunst" aufgestellt haben.

hier gibts ein paar internationale beispiele von "anti user seating":

http://architectures.danlockton.co.uk/category/benches/

Banl arm / 43

Der Artikel berichtet über entfernte Bänke in U-Bahnstationen. Heute können Sie eine bank-arme Linie 43 erleben. Aus der NEUEN Garnitur wurden Bänke entfernt um besser einsteigen und mehr Leute unterbringen zu können.
Es lebe die Stadt- und Linienplanung !

die wiener linien sollten sich mal um wichtigere anliegen kümmern, beispielsweise endlich die grindigen u-bahn-sitze mit textilüberzug entfernen. ich frag mich immer wieder, wem sowas eingefallen ist.

neue ubahn durchsage

"werte fahrgäste, das grillen auf den gitterrostbänken ist nicht erlaubt"

@Flashmob: ich distanziere mich gleich auch, falls wirklich wer meinen Post in die Wirklichkeit umsetzt

hey tolle idee. find ich genial und ideal

einen gaskocher darunter, und anheizen und seine würstel auf den sitz legen.

das spricht nach einem FLASHMOB

Sicher sans Teil einer Großstadt, aber niemand hat das Recht, seine Fäkalien in die Öffis und deren Einrichtungen mitzubringen oder abzulegen.

im Darm auch net?

Na super

Dann hängen noch mehr bei der U6-Josefstädterstraße herum.

Jetzt eher U6 Gumpendorfer Straße...

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