Über 100 Lehrerstellen in Wien derzeit nicht besetzt

4. September 2012, 12:41
  • Wien hat derzeit 79 Stellen im Pflichtschulbereich noch
nicht besetzt, im AHS-Bereich und bei den berufsbildenden mittleren
und höhere Schulen sind es 28.
    foto: apa/hochmuth

    Wien hat derzeit 79 Stellen im Pflichtschulbereich noch nicht besetzt, im AHS-Bereich und bei den berufsbildenden mittleren und höhere Schulen sind es 28.

Stadtschulrat: Keine Unterversorgung - Ministerin Schmied sieht keinen Lehrermangel, nur Engpässe

Wien - Auch in Wien sind nicht alle Lehrerdienstposten besetzt. Mehr als 100 Stellen sind derzeit noch offen. Einen Mangel ortet man im Stadtschulrat jedoch nicht: "Wir sind gut aufgestellt. Jedes Kind hat seinen Lehrer, es gibt keine Unterversorgung", sagte Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schulstadtrat Christian Oxonitsch und Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ).

Insgesamt sind in Wien laut Brandsteidl 22.108 Lehrer beschäftigt. Die Zahl der unbesetzten Posten sei "deutlich geringer" als in den Vorjahren. Wien habe derzeit 79 Stellen im Pflichtschulbereich noch nicht besetzt, im AHS-Bereich und bei den berufsbildenden mittleren und höhere Schulen seien es 28. Wobei die Zahlen nicht konstant seien, da laufend Lehrkräfte angestellt würden.

Der Bedarf werde jedenfalls in den kommenden Jahren hoch bleiben, wurde versichert. Die Stadt appelliert aus diesem Grund an Schulabgänger, sich für eine pädagogische Ausbildung zu entscheiden.

Schmied: Kein Mangel

Berichte der Lehrergewerkschaft über einen Lehrermangel hat auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) erneut zurückgewiesen. "Das stimmt so nicht", sagte Schmied vor dem Ministerrat am Dienstag. "Es gibt in einzelnen Bereichen Engpässe", räumte sie ein, und zwar in Wien und Vorarlberg. Jeder einzelne Fall werde aber gelöst - etwa mit Quereinsteigern, Mehrleistungen oder Ähnlichem.

Dass auch Studierende vor dem Abschluss ihrer Ausbildung als Lehrer eingesetzt werden, hält die Ministerin für kein Armutszeugnis. "Das weise ich dezidiert zurück", sagte Schmied. Bei den Betreffenden handle es sich um hoch qualifizierte Leute, die kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung stünden. Die Zahl der Absolventen zeige generell eine steigende Attraktivität der Pädagogischen Hochschulen. (APA, 4.9.2012)

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Präpotente Schulverwaltung !

Meine Frau mit Lehramtprüfungen in Englisch und Physik/Chemie war bereits 7 Jahre Hauptschullehrerin.
Aus privaten gründen kündigte sie damals und arbeitete dann 15 Jahre in einer Bank und hätte sich wegen des Lehrermangels insbesonders in Physik/Chemie wieder als Lehrerin beworben, da sie gerne mit Jugendlichen umgeht.
Die Bewerbung in Salzburg wurde abgelehnt mit der mündlichen Äußerung de Bezirksschulrates: "Wer als Lehrerin einmal in die Privatwirtschaft gegangen ist, soll dort bleiben. Solche Personen brauchen wir nicht, die dann wieder einmal zurückkommen wollen !"
Man hat sie nicht einmal auf die Warteliste gesetzt und so unterrichtet meine Frau heute eben beim WIFI.

In der Schule will man offenbar keine Leute, die schon einmal "richtig" gearbeitet haben.

kein lehrermangel - "in einzelnen Bereichen Engpässe"

man muss schon politiker(in) sein um so einen scha.. daherzureden!

glückliche stmk?

laut heutigen presseaussendungen in der stmk...1190! lehrer auf der warteliste..also..wien ist anders! :-)

Die Zahl ist natürlich gemogelt; jemand hat einmal einen Link mit den gesuchten Lehrern reingestellt, der war anders lang....aber wir bekommen ja aus dem Ministerium derzeit nur Idealbilder zur Verkostung.

Das ist eine völlig sinnfreie Zahl.

Hatten heuer die Ehre als Schule eines Nachbarbundeslandes, die noch Lehrer braucht, die steirische Warteliste für E, M und D durchzutelefonieren. Da "warten" eine Großteil der Lehrer gar nicht mehr, sondern haben bereits einen anderen Job, sind gerade schwanger oder eben zur Kindesbetreuung zu Hause, etc... Vom Gefühl her kann man diese Zahle getrost durch 10 dividieren und dann bleiben maximal Leute in den Fächern über in denen auch in den anderen Bundesländern auch kein Mangel herrscht.

offenbar ist man

Dort sogar stolz auf diese doofe einsparerei, die voves und co nicht mehr ausbaden muessen genau an denen die ein roter zuvertreten haette spart er, zu feige, um den gstopften einmal denanteil abzunehmenunverstaendlich bleibt, wie man solche totengraeber des sozialismus noch waehlen kann, ...

Die Antwort von Atrazin dürfte der Realität näher kommen.

Wir haben bislang unsere Engpässe mit exilierten Steirern überbrückt. Die haben jetzt alle zuhause eine Anstellung gefunden.

Die Warteliste ist wohl eine Chimäre.

katastrophale Rahmenbedingungen

Ich bin Lehrer und habe durch die katastrophalen Rahmenbedingungen auch schon das Handtuch geschmissen. Es gibt unfähige Vorgesetzte, Bürokratie, keinen vernünftigen Arbeitsplatz, immer extremere SchülerInnen und keine Anerkennung in der Öffentlichkeit. Die Bezahlung ist für engagierte LehrerInnen sehr dürftig, Eigenverantwortung und Selbstbewusstsein der LehrerInnen wird durch das System untergraben. Dieses System ist fast nicht mehr reformierbar. Solange sich diese Bedingungen nicht ändern, braucht man sich nicht zu wundern, dass diesen Job keiner mehr machen will.

Stimmt!

Das Ö Bildungssystem würde sich nur durch eine vollständige Privatisierung sanieren lassen.

Eine Möglichkeit wäre die Schaffung von Unternehmen an welchen die Lehrpersonen dann Anteile halten und damit eine Verantwortung für das Unternehmen Schule übernehmen können und müssen.

Wenn es dazu noch einen freien Wettbewerb zwischen den Schulen gibt, die Schüler / Eltern also wählen können, dann würde es schlagartig zu den notwendigen Verbesserungen kommen.

Würde man die Bezahlung durch den Staat machen und pro Schüler, auf Basis der heutigen Kosten, abwickeln, dann würde die Lehrpersonen Österreichs min. das Doppelte verdienen können. Die Ineffizienzen würde ja schnell beseitigt werden. Der Nutzen für die Schüler auch kommen.

jetzt kommt der legendäre 1. parteilose vom presseforum zum standardforum und verzapft dasselbe...

find ich aber gut!

endlich konkurrenz fürs bergmariderl in der kategorie "doofstes posting der woche"...

Ist das Bildungssystem ein anderes?

Wenn das Bildungssystem das Gleiche geblieben ist, dann muss es doch auch die gleichen Beurteilungen geben.

Der große Personalüberhang an bezahlten Lehrpersonen ist doch noch immer Realität.

Die letzten Pisaergebnisse sind auch noch immer die Gleichen.

Das Bildungssystem ist noch immer eine Staatswirtschaft und so eine Planwirtschaft. Und, auch die Tatsache, dass sich Planwirtschaften immer zu Mangelwirtschaften entwickeln ist genauso gültig.

Es muss als, zwingend, die ähnlichen Texte geben. Wahrscheinlich kannst Du das aber noch immer nicht verstehen, Du kannst nur erkennen, dass Du als Lehrperson so arm bist und "die Anderen" daran Schuld sind.

es hat sich leider nichts geändert. du vergleichst die PW mit der schule, was einfach nicht geht. ich kann auch nicht eine melkkuh mit einem computer vergleichen beispielsweise. ernst nehme ich dich ohnehin schon lange nicht mehr, aber manchmal amüsieren mich die texte regelrecht, das muss ich zugeben. ARM bin ich als junglehrer wirklich, denn viel bekomme ich nicht. zur info: in der PW würde ich mehr bekommen ;)

Die Junglehrer sind gesetzlich diskriminiert!

Diesmal hast Du sogar mal eine korrekte Aussage gemacht. Die jungen Menschen sind in Österreich massiv diskriminiert, besonders stark im öff. Dienst.
Auch dazu gibt es Daten.

Jahresbruttoeinkommen nach Altersgruppen.

Vertragsbedienstete:
20-29 Jahre: 21.627.-
30-39 Jahre: 28.759.-
40-49 Jahre: 33.414.-
50-59 Jahre: 35.818.-

Beamte:
20-29 Jahre: 33.641.-
30-39 Jahre: 39.397.-
40-49 Jahre: 47.001.-
50-59 Jahre: 57.617.-

Für mich schwer menschenrechtswidrig, wenn für die gleiche Leistung für die Gesellschaft unterschiedliche Bezahlungen erfolgen müssen.

Noch viel kranker ist dann, dass die ruhegenießenden Nullleister noch mehr kassieren können.

was sind denn das für absurde zahlen schon wieder?!?!?!

"korrekte aussagen"?! also anscheinend verzapfen viele, die meisten, die hier im forum schreiben, einen totalen stumpfsinn, da es nicht mit deinen ansichten übereinstimmt. korrekt oder nicht, das liegt dann lediglich im auge des betrachters, aber...mit dem zweiten sieht man besser ;)

Hast Du vergessen was Du selber geschrieben hast?

Du hast geschrieben:
"ARM bin ich als junglehrer wirklich, denn viel bekomme ich nicht."

Ich habe das nur als korrekt bestätigt, weil ich der gleichen Meinung bin.

Dazu habe ich Dir noch die Daten zur Diskriminierung junger Menschen zur Verfügung gestellt, welche von der Statistik Austria zur Verfügung gestellt werden.

Was Dir daran nicht gefallen hat, und was Dich zur Aussage "stimmt mit Ansichten" nicht überein veranlasst hat, das kann wohl Keiner mehr nachvollziehen.

Es scheint eher, dass in Deinem Kampf (wogegen, wofür?) Deine vielen Augen ein Synchronisationsproblem haben.

was mir daran nicht gefällt? das sind wirklich irgendwelche zahlen fernab von der realität der lehrergehälter...man muss schon, sofern man daten heranzieht, die richtigen heranziehen und nicht irgendwelche...

Auch die Daten zu den Lehrpersonen sind bekannt!

Sie können offensichtlich nicht erkennen, dass das Beamtendienstrecht, das Dienstrecht des öff. Dienstes, betreffend der Entlohnung nach Altersgruppen überall die gleichen Wirkungen hat.

Ich kann Ihnen noch die Daten zu den Lehrpersonen im Bundesdienst zur Verfügung stellen. Die Aufteilung in diesem Fall nicht nach Altersgruppen, sondern die Unterschiede nach Jahresentlohnungen aufzeigen (korreliert sehr stark mit den Dienstzeiten!).

Quartileinkommen der LehrerInnen 2010:
25% verdienen weniger als 32.288.-
50% verdienen weniger als 50.191.-
75% verdienen weniger als 65.848.-

Quelle: Personaljahrbuch des Bundes

Noch genauere Daten können Sie dem Einkommensbericht des RH entnehmen.

mir zu sagen, ich wüsste nicht mehr, worum es ginge...du weißt schon gar nicht mehr, ob du sie oder du schreiben sollst und mixt es regelmäßig im postingverkehr mit mir...wir haben über junglehrergehälter diskutiert und nun schickst du mir das:

Quartileinkommen der LehrerInnen 2010:
25% verdienen weniger als 32.288.-
50% verdienen weniger als 50.191.-
75% verdienen weniger als 65.848.-

was hat das mit unserer diskussion zu tun. bleib beim THEMA. dazu gehören sinnerfassend lesen, verstehen, thema erfassen und thema treffen. schreibe bitte etwas passendes zum thema bzw. etwas, das das thema betrifft!

und bevor du zurückschreibst und mich evtl. beleidigst...denk ein wenig nach!

Du hast Dich beschwert, dass die Beamtengehälter für die Lehrpersonen nicht relevant sein sollen!

"fernab von der realität der lehrergehälter...man muss schon, sofern man daten heranzieht, die richtigen heranziehen"

Nach dieser Beschwerde habe ich reagiert und Dir die verfügbaren Daten zu den Lehrpersonenentlohnungen in Österreich zur Verfügung gestellt. Diese Daten haben Dir aber offensichtlich auch nicht gefallen. Du musstest schon wieder schimpfen.

Dazu behauptest Du nun auch noch, dass ich Dir unterstellt hätte "ich wüsste nicht mehr, worum es ginge"!

Diese Unterstellung, Deine Behauptung, ist doch auch nicht im Ansatz korrekt.

Du behauptest auch ich hätte Dich mit meinen Kommentar beleidigt. Da war doch auch nicht der Anflug einer Beleidigung!

Deinen Kampf, egal wem auch immer, wirst Du so niemals gewinnen können!

Verdienst

Und wie viel verdient man jetzt als Lehrer ihrer Meinung nach?

Für die Bundeslehrpersonen gibt es für 2010 genaue Daten!

http://www.bka.gv.at/DocView.a... obId=40688

Da finden Sie die Daten zum gesamten Bundesdienst, auch die Daten zu den Ruhegenüssen und dem Personalstand.

Besonders beeindrucken auch die Zahlen zum gesamten öff. Dienst.

Nur die etwa 350.000 aktiven öff. Bediensteten haben Gesamtkosten (2010) von rund 42 Mrd. Euro verursacht. Die Arbeitnehmerentgelte betrugen 27,6 Mrd. Euro. Das wären 78.857.- EUR pro Bediensteten! (Seite 16).

Auf Seite 13 können wir aber lesen, dass der gesamte Sektor Staat auf 487.000 aktive Bedienstete geschätzt wird. Es kommen dafür dann noch viele Milliarden dazu.

Es ist einfach nur noch unglaublich wie schlecht im öff. Dienst gewirtschaftet wird. Es wird eigentlich nur Verwirtschaftet.

klar

das würde bedeuten, dass neben den derzeitigen Kosten, die Eltern tragen müssen. ca. 8500,- € pro Kind zu bezahlen wären. Bei einer Durchschnittsfamilie beträgt das Brutto(!)jahreseinkommen Im Schnitt 24.500,- €, man braucht nicht weiterrechnen um Ihren Unisnn aufzudecken
nur mehr die rechen und gstopften dürfen dann noch lesen und schreiben lernen? wer sozial schwach ist darf überhaupt nicht mehr gehen? Bezahlung durch den Staat, was ist dann privat? Warum würden dann LehrerInnen mehr verdienen? Den meisten geht es gar nicht um ein so tolles Gehalt, sondern um Rahmenbedingungen, die einigermaßen auszuhalten sind z. B. sich nicht dreimal am Vormittag "oida Trottel" genannt zu werden, ohne wirklich Sanktionsmöglichkeit...

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