Über 100 Lehrerstellen in Wien derzeit nicht besetzt

  • Wien hat derzeit 79 Stellen im Pflichtschulbereich noch
nicht besetzt, im AHS-Bereich und bei den berufsbildenden mittleren
und höhere Schulen sind es 28.
    foto: apa/hochmuth

    Wien hat derzeit 79 Stellen im Pflichtschulbereich noch nicht besetzt, im AHS-Bereich und bei den berufsbildenden mittleren und höhere Schulen sind es 28.

Stadtschulrat: Keine Unterversorgung - Ministerin Schmied sieht keinen Lehrermangel, nur Engpässe

Wien - Auch in Wien sind nicht alle Lehrerdienstposten besetzt. Mehr als 100 Stellen sind derzeit noch offen. Einen Mangel ortet man im Stadtschulrat jedoch nicht: "Wir sind gut aufgestellt. Jedes Kind hat seinen Lehrer, es gibt keine Unterversorgung", sagte Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schulstadtrat Christian Oxonitsch und Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ).

Insgesamt sind in Wien laut Brandsteidl 22.108 Lehrer beschäftigt. Die Zahl der unbesetzten Posten sei "deutlich geringer" als in den Vorjahren. Wien habe derzeit 79 Stellen im Pflichtschulbereich noch nicht besetzt, im AHS-Bereich und bei den berufsbildenden mittleren und höhere Schulen seien es 28. Wobei die Zahlen nicht konstant seien, da laufend Lehrkräfte angestellt würden.

Der Bedarf werde jedenfalls in den kommenden Jahren hoch bleiben, wurde versichert. Die Stadt appelliert aus diesem Grund an Schulabgänger, sich für eine pädagogische Ausbildung zu entscheiden.

Schmied: Kein Mangel

Berichte der Lehrergewerkschaft über einen Lehrermangel hat auch Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) erneut zurückgewiesen. "Das stimmt so nicht", sagte Schmied vor dem Ministerrat am Dienstag. "Es gibt in einzelnen Bereichen Engpässe", räumte sie ein, und zwar in Wien und Vorarlberg. Jeder einzelne Fall werde aber gelöst - etwa mit Quereinsteigern, Mehrleistungen oder Ähnlichem.

Dass auch Studierende vor dem Abschluss ihrer Ausbildung als Lehrer eingesetzt werden, hält die Ministerin für kein Armutszeugnis. "Das weise ich dezidiert zurück", sagte Schmied. Bei den Betreffenden handle es sich um hoch qualifizierte Leute, die kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung stünden. Die Zahl der Absolventen zeige generell eine steigende Attraktivität der Pädagogischen Hochschulen. (APA, 4.9.2012)

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